Frage zu SEPA Lastschrift ohne Einwilligung

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3 Antworten

Gemäß der SEPA-Richtlinien kann man eine unberechtigte Lastschrift (kein SEPA-Mandat unterschrieben...) bis 13 Monate nach Kontobelastung rückbuchen lassen. Das kostet Dich nichts, nur der Abbucher muss Rücklastschriftgebühr zahlen. Daher probiert der das nicht allzu oft.

Wenn er dann Geld von Dir haben will, soll er sich gefälligst schriftlich bei Dir melden und dabei schlüssig darlegen, wann Du wo bei wem wie was bestellt haben sollst und auch noch auf Dein Widerrufsrecht hingewiesen wurdest. Es reicht dann ein einmaliger Widerspruch: Forderung wird insgesamt zurückgewiesen, ich habe nichts bestellt. Zustellung per Einschreiben. Punkt.

Weitere Drohungen und Mahnungen (auch von Inkasso oder Anwalt) ignorieren. Bei Mahnbescheid (gelber Brief vom Gericht, ist aber eher unwahrscheinlich...) Widerspruch innerhalb 14 Tagen ans Gericht schicken.

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Nimm direkten Kontakt zu deiner Bank auf. Nicht solange warten. Meines Wissens kannst du bestimmte Kontonummer für einen Zugriff auf dein Konto sperren, aber wie das genau geht weiß ich nicht. Vielleicht kannst du auch Kontakt zu dem Inkassobüro aufnehmen und so die Sache regeln. Um welches Büro handelt es sich denn? Da gibt es viele schwarze Schafe. VORSICHT!

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Minimilk 26.03.2014, 15:16

Es handelt sich um Hanseatische Print u. Medien Inkasso. Und eine Lastschrift geht seit SEPA ja nur mit Einwilligung und Mandat. Und dieses habe ich nie erteilt, da ich die überhaupt nicht kenne.

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mepeisen 26.03.2014, 16:19
@Minimilk

Nun, wenn du dir sicher bist, dass du nie etwas mit denen zu tun hattest, auch keine Verträge o.ä., dann würde ich zweierlei machen:

1) Wie Mona empfiehlt, mit der Bank Kontakt aufnehmen, die Lastschrift sofort widerrufen und den Auftraggeber auch sperren, so dass er nicht mehr abbuchen darf (ist mit SEPA möglich).

2) zur Polizei und Strafanzeige wegen (versuchten) Betrugs gegen unbekannt. Du weißt nicht, was da los ist. Vielleicht hat jemand vorsätzlich eine falsche Kontonummer angegeben und damit Betrug gegenüber der Firma begangen, die nun bei dir abbuchen will, ohne dass sie etwas dafür kann. Vielleicht aber will sich auch einfach nur dieses Inkasso an deinem Konto bedienen, ohne dass es je eine Grundlage dafür gab.

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hoewa14 31.03.2014, 21:26
@mepeisen

...sollte das Inkassobüro "keine" Lastschriftermächtigung erhalten haben, würde ich IMMER zu einer Anzeige raten. Es ist dann eine Frage von Zeit bis die Zulassung evtl. kassiert wird.

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Da handelt es sich großer Wahrscheinlichkeit um eine Kontopfändung auf einem P-Konto. Da solltest Du morgen bei Deiner kontoführenden Bank vorstellig werden und nachprüfen was da Sache ist.

Stimmt wenigstens das mit dem P-Konto ? Sonst ist da wenn überhaupt noch möglich sofortiger Handlungsbedarf.

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Minimilk 26.03.2014, 15:12

Das ist keine Pfändung das ist eine Lastschrift, also eine Abbuchung der ich nicht zugestimmt habe.

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jockl 26.03.2014, 19:27
@Minimilk

Mit einem vollstreckbaren Titel kann ich ohne Zustimmung versuchen eine Lastschrift zu veranlassen und wenn die Bank diese ausführt kann diese immer noch innerhalb 6 Wochen zurück gebucht werden.

Ich kenne mich sehr wohl dahingend aus was eine Lastschrift und was eine Pfändung ist.

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mepeisen 27.03.2014, 09:23
@jockl

Das ist reichlich Blödsinn, was du hier vor dich hin schreibst.

Es gibt zwei Varianten:

A) Vorpfändung. Da wird das Konto selbst gesperrt und nichts abgebucht oder vorgemerkt. Legt der Gläubiger dann innerhalb der 4 Wochen Frist keinen Pfändungsbeschluss vor, verfällt die Vorpfändung und nichts ist im Endeffekt passiert.

B) Pfändungs- und Überweisungsbeschluss. Auch hier wird das Konto in der Regel gesperrt und das wird auch nicht als Lastschrift aufgeführt. Stattdessen hat nun der Bankkunde 4 Wochen zeit, sein Konto in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln, um der Pfändung zu entgehen (zumindest solange er sich unterhalb der Freigrenze bewegt). Das viel wichtigere aber: Bei einem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss wird per Gerichtsvollzieher dem Schuldner ein Exemplar ausgehändigt. Ohne dass dem Schuldner so etwas ausgehändigt wird, kann es schwerlich eine Pfändung geben, es sei denn es passiert extrem viel Blödsinn auf Seiten von Gläubigern, Gerichten und der Bank.

Aber auch das hat nichts mit einer Lastschrift zu tun. Eine Pfändung stellt sich auch nicht als Lastschrift dar.

Achja: Bei beiden Varianten wird vorausgesetzt, dass es einen Titel gegen den TE gibt. Nun stecken zwar einige Schuldner Sand in den Kopf und verweigern sich ein wenig, Briefe zu öffnen u.ä. Aber der Schuldner bekommt es im Regelfall mit, wenn ein Titel gegen ihn entsteht und er kennt die Firmen, mit denen er es da zu tun hat. Hier gibt der TE an, gerade nicht die Firmen zu kennen. meinst du nicht, dem TE wäre es aufgefallen, wenn sich irgendwann einmal das Inkasso mit diesem Namen zu Wort gemeldet hätte?

Ich kenne mich sehr wohl dahingend aus was eine Lastschrift und was eine Pfändung ist.

Nein, augenscheinlich kennst du dich überhaupt nicht aus, wie das funktioniert. Vor allem scheinst du nicht zu wissen, wie SEPA funktioniert. Was der TE beschreibt ist eine ganz normale vorgemerkte Lastschrift, das ist mit SEPA möglich. Das hat auch mit Pfändungen nichts zu tun.

wenn die Bank diese ausführt kann diese immer noch innerhalb 6 Wochen zurück gebucht werden.

Eine Pfändung kann nicht vom Schuldner oder der Bank zurückgeholt werden. das ist ein Einwegticket.

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mepeisen 26.03.2014, 16:16

Du solltest dich bei einem Comedy-Nachwuchscenter bewerben. Deine Beiträge sind wirklich drollig. Aus dem geschilderten auf eine Pfändung zu schließen. Dir wäre nicht klar, dass dann Post von einem Gerichtsvollzieher (nennt man Pfändungs- und Überweisungsbeschluss) und von der Bank im Briefkasten des TE gelandet wäre? Herzallerliebst deine Witze....

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