Frage zu Scheidungskosten.

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3 Antworten

Ich bin in der Praxis mit solchen Fällen befasst. So etas habe ich noch nie erlebt.

Der Mann kann nicht gezwungen weden, sein Auto zu verkaufen, wenn es für seinen Lebensunterhalt notwendig ist, z. B. zur Arbeit außerhalb seines Wohnortes fahren, speziell bei Schichtarbeit.

Wenn er aber z. B. einen Porsche fährt, dann hat der Richter recht. Dann muss er ein für seine Lebensumstände angemessenes Fabrikat fahren.

Das Gericht fordert auch einen Verfahrens-Vorschuss von der Gegenseite an, wenn diese ein überdurchschnittlich hohes Einkommen hat und der andere z. B. Hartz IV bekommt.

Die Gerichtskosten berechnen sich wie folgt: Nettoeinkommen der Parteien x 3 genommen, pro Kind werden von dieser Summe noch 250,00 EUR abgezogen. aus diesem Betrag errechnen sich die Gerichtskosten.

Bei 12.000 EUR dürften das so um die 400,00 EUR sein. Die Rechtsanwaltskosten sind ein 2 - 3-faches davon.

Manolli 15.03.2014, 19:25

Danke für deinen beitrag! Also beide bekommen Hartz IV. Das Auto ist ein 7 jahre alter Opel Astra mit 148 000 km. Der Richter hat es auf 7000 Euro geschätzt ohne es zu sehen. Bei Mobile usw. sieht man klar das bei der Fahrleistung und EZ das Auto zwischen 3000-4000 Euro wert ist. Vorallem das Auto war 2x durch Unfall hin ( neues Heck, Dach und komplette Achsaufhängung neu). Das mindert den Wert zusätzlich.

Ich denk mal der Streitwert wird daher den mindestwert betragen, da ja beide kein Einkommen haben und zwei Kinder. Sie sollten eig günstig davon kommen.

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Der Sachverhalt kann nicht richtig sein:

  1. Wenn man Hartz 4 bezieht, bekommt man fast immer (!) Prozesskostenhilfe.
  2. Wenn die Frau Prozesskostenhilfe beantragt, ist das Vermögen des Mannes völlig unerheblich. Deshalb kann es nicht sein, dass der Richter die Prozesskostenhilfe für die Frau abgelehnt hat, weil der Mann ein Auto besitzt, dass er verkaufen könnte. Hat sie das Auto vielleicht bei sich selbst als Vermögen eingetragen? Hat sie überhaupt das Antragsformular richtig ausgefüllt? Dort muss man nämlich nur eigenes Vermögen eintragen, nicht das Vermögen des Ehegatten.
Manolli 14.03.2014, 15:26

Leider ist es nicht so! Der Richter hat das wirklich so angegeben. Und wenn er nicht verkaufen will, soll sie ihn verklagen. Ihr anwalt legt jetzt beim OLG wiederspruch ein. So Skurril es auch klingt :( Nur weiß ich, er wird einen Teufel tun und das Auto verkaufen. Sie stehen beide im Kaufvertrag, aber nur er darf es fahren. ich weiß auch nicht ob sie das angegeben hat. Ich frage sie mal

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Manolli 14.03.2014, 15:31
@Manolli

Sie sagte gerade, sie musste beide vermögen angeben

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Ab zum Jugendamt, die helfen da weiter. Egal, ob geschieden oder nicht, sie leben getrennt und er muss zumindest für die Kinder Unterhalt zahlen. WIE er das macht ist sein Problem. Ganz logisch betrachtet... sie haben ja beide ein Verpflichtung gegenüber den Kindern, also dass sie ein Dach über dem Kopf haben, Essen, Aufsicht etc. Ob geschieden oder nicht, daran ändert sich nichts.

Sie kann sich auch ohne sein Einverständnis nach einem Trennungsjahr scheiden lassen, wenn sie sowas nachweisen kann:

b) Es will nur ein Ehepartner die Scheidung

Will nach dem Trennungsjahr nur ein Ehegatte die Scheidung, so müssen noch weitere Gründe hinzukommen, damit die Ehe geschieden werden kann. Solche Gründe können sein: - eine außereheliche Beziehung - übermäßiger Alkoholkonsum - Misshandlungen - Beleidigungen - Strafbare Handlungen - Vernachlässigung des Haushalts oder der Kinder - anderes eheliches Fehlverhalten Den Nachweis muss derjenige Ehegatte führen, der die Scheidung beantragt hat.

Oder nach 3 Trennungsjahren auch ohne Nachweis.

Nur keine Panik. Zum Jugendamt und beraten lassen.

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