Frage zu Rechtlichen Linien nach Parkplatz Unfall

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6 Antworten

Wer sagt denn, dass bei Schrittgeschwindigkeit nicht passieren kann? Meldet euren beiden Versicherungen den Schaden und wartet ab, wie entschieden wird. Wenn du mit der Entscheidung nicht einverstanden bist, kannst du nur klagen.

kosy3 17.10.2012, 19:13

So würde ich es auch machen. Jedoch kann man bei einer Klage nie wissen, wie der Richter entscheidet. Kann sein, dass dieser tatsächlich jedem von euch eine Teilschuld zurechnet oder euch zu einem Vergleich drängt. Das machen Richter sehr sehr gern. Dann ersparen sie sich nämlich die Urteilsbegründung.

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DerHans 17.10.2012, 23:55
@kosy3

Wenn man nicht wenigstens Verkehrsrechtsschutz hat, ist ein Prozess immer ein Risiko. Man läuft Gefahr gutes Geld, dem schlechten hinterher zu werfen. Ein Anwalt ist da auch kein guter Ratschlag. Dem ist es egal, wer gewinnt. Er bekommt sein Geld IMMER

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kosy3 18.10.2012, 05:43
@DerHans

Und wie man weiß: Wenn zwei Parteien mit ihren Anwälten vor Gericht ziehen, verliert die eine und gewinnt die andere (oder keine bei einem Vergleich).

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Was das Grundstück betrift keine Ahnung aber wenn die Polizei sagt ihr seid beide Schuld bekommt ihr beide die Versicherung Hochgestuft es sei denn in der Versicherung gibt es eine extra klausel das du nicht HOchgestuft wirst bei einem kleinen Unfall, da am besten mal in den Versicherungsunterlagen nachsehen was da drinsteht.

kosy3 17.10.2012, 19:11

Der Polizist hat die Schuld doch eindeutig der Unfallgegnerin zugesprochen.

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Irubis 17.10.2012, 19:16
@kosy3

Die Schuldfeststellung eines Polizeibeamten hat keinerlei rechtliche Bindungswirkung!

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kosy3 17.10.2012, 19:56
@Irubis

Das ist richtig und wurde auch nicht unterstellt. Mein Kommentar bezog sich auf die Bemerkung, dass "wenn der Polizist sagt, ihr seid beide Schuld ...".

Ich vermutete, Sam151 hat die Frage nicht richtig gelesen.

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Rücksichtnahme auf Parkplätzen ist oberes Gebot

Autofahrer auf dem Partplatz eines Supermarktes tun gut daran, nicht auf vermeintlichen Vorfahrtrechten zu beharren. Nach einem Urteil des Amtsgerichts Homburg gelten Straßenverkehrsregeln nämlich nicht auf einem Parkplatzgelände. Von dem bereits Ende November ergangenen Urteil wegen eines "typischen" Parkplatzunfalls teilte der Deutsche Anwaltsverein (DAV) jetzt mit. ( Az 4 C 175/02)

Dem Urteil lag folgende Situation zugrunde: Während ein Fahrer eine Parklücke suchte, verließ eine Fahrerin gerade ihren Stellplatz. Es kam, wie es kommen musste: Beide stießen zusammen. Der klagende Fahrer machte geltend, er habe die auf dem Parkplatz markierte Haupt-Fahrbahn benutzt, von der die schmaleren Fahrspuren zu den Parkboxen abgingen und habe deswegen Vorfahrt gehabt. Seine Unfallgegnerin sei aus einer dieser Spuren gekommen, und zwar entgegen der durch Pfeile auf dem Asphalt vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

Das Gericht holte den Kläger auf den Boden der Tatsachen zurück: Die vermeintliche Hauptfahrbahn diene nicht dem fließenden Verkehr, sondern - wie alle anderen Spuren - allein der Parkplatzsuche. Das von ihm reklamierte Vorfahrtsrecht gebe es auf Parkplätzen überhaupt nicht. Zusätzlich mache eine weiße Pfeilmarkierung eine Parkplatz-Fahrspur nicht zur Einbahnstraße, sondern stelle "lediglich eine Empfehlung" dar. Mit deren Missachtung habe der Kläger rechnen müssen und "mit Rücksicht auf ausparkende und den Parkplatz verlassende Verkehrsteilnehmer die Fahrspur mit steter Bremsbereitschaft befahren müssen". Der Gesamtschaden wurde deshalb zu jeweils 50 Prozent geteilt. Quelle 123 recht

Irubis 17.10.2012, 19:16

Immerhin einer, der Ahnung von der Sache hat. DH.

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Hast du gestanden oder war dein Fahrzeug in Bewegung?

Sollte dein Fahrzeug auch in Bewegung gewesen sein, dann sieht es schlecht aus mit der alleinigen Haftung des Unfallgegners.

Auf Parkplätzen gilt das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme noch stärker als ohnehin schon. Bevorrechtigte Fahrzeuge gibt es nicht, der auf der Fahrspur muss genausoviel aufpassen wie der, der gerade aus der Lücke herausfährt. Ausnahme: Großparkplätze mit richtigen Straßen.

Von daher kannst du damit rechnen, dass jeder seinen Schaden selbst bezahlt.

TETTET 18.10.2012, 10:26

Selbst bei 50:50 Schuld zahlt jeder 50% seines Schadens und 50% des anderen, nicht jeder seinen eigenen. Wäre ja auch irgendwie unfair bei neuer Porsche gegen 20 Jahre alten Fiat500

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das wird auf fifty-fifty herauslaufen.

informiert eure versicherungen. dann wird man sehen, was sie entscheiden

macht es einen Unterschied das sie ein Leasingfahrzeug hatte ?

DerHans 17.10.2012, 19:01

Das Leasingfahrzeg ist genau so versichert. Das hat mauf diesen Schaden keinen Einfluss

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