Frage zu Recht eines Arbeitnehmers?

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4 Antworten

ein Arbeitsvertrag kommt auch ohne schriftlichen Arbeitsvertrag zustande. Allerdings sollte stets ein schriftlicher Arbeitsvertrag aufgesetzt werden, um im Streitfall "etwas in der Hand" zu haben. Daher sollten Sie unbedingt auf einen schriftlichen Vertrag bestehen und in diesem auch die Überstundenregelung niederschreiben.

Vielleicht können Sie den Arbeitgeber ja auch § 2 des Nachweisgesetzes aufmerksam machen, hier ist gesetzlich geregelt, dass die wesentlichen Bestandteile des Arbeitsvertrages schriftlich innerhalb von 4 Wochen niedergeschrieben werden müssen.

Hier der Gesetzestext:

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/nachwg/__2.html

§ 2 Nachweispflicht

(1) Der Arbeitgeber

hat spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des

Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich

niederzulegen, die Niederschrift zu unterzeichnen und dem Arbeitnehmer

auszuhändigen. In die Niederschrift sind mindestens aufzunehmen:

1.
der Name und die Anschrift der Vertragsparteien,
2.
der Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses,
3.
bei befristeten Arbeitsverhältnissen: die vorhersehbare Dauer des Arbeitsverhältnisses,
4.
der
Arbeitsort oder, falls der Arbeitnehmer nicht nur an einem bestimmten
Arbeitsort tätig sein soll, ein Hinweis darauf, daß der Arbeitnehmer an
verschiedenen Orten beschäftigt werden kann,
5.
eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistenden Tätigkeit,
6.
die
Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich der
Zuschläge, der Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen sowie anderer
Bestandteile des Arbeitsentgelts und deren Fälligkeit,
7.
die vereinbarte Arbeitszeit,
8.
die Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs,
9.
die Fristen für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses,
10.
ein
in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs-
oder Dienstvereinbarungen, die auf das Arbeitsverhältnis anzuwenden
sind.

Der Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen in elektronischer Form ist ausgeschlossen.

(1a)

Wer einen Praktikanten einstellt, hat unverzüglich nach Abschluss des

Praktikumsvertrages, spätestens vor Aufnahme der Praktikantentätigkeit,

die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen, die

Niederschrift zu unterzeichnen und dem Praktikanten auszuhändigen. In

die Niederschrift sind mindestens aufzunehmen:

1.
der Name und die Anschrift der Vertragsparteien,
2.
die mit dem Praktikum verfolgten Lern- und Ausbildungsziele,
3.
Beginn und Dauer des Praktikums,
4.
Dauer der regelmäßigen täglichen Praktikumszeit,
5.
Zahlung und Höhe der Vergütung,
6.
Dauer des Urlaubs,
7.
ein
in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs-
oder Dienstvereinbarungen, die auf das Praktikumsverhältnis anzuwenden
sind.

Absatz 1 Satz 3 gilt entsprechend.

(2)

Hat der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung länger als einen Monat

außerhalb der Bundesrepublik Deutschland zu erbringen, so muß die

Niederschrift dem Arbeitnehmer vor seiner Abreise ausgehändigt werden

und folgende zusätzliche Angaben enthalten:

1.
die Dauer der im Ausland auszuübenden Tätigkeit,
2.
die Währung, in der das Arbeitsentgelt ausgezahlt wird,
3.
ein zusätzliches mit dem Auslandsaufenthalt verbundenes Arbeitsentgelt und damit verbundene zusätzliche Sachleistungen,
4.
die vereinbarten Bedingungen für die Rückkehr des Arbeitnehmers.

(3)

Die Angaben nach Absatz 1 Satz 2 Nr. 6 bis 9 und Absatz 2 Nr. 2 und 3

können ersetzt werden durch einen Hinweis auf die einschlägigen

Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen und ähnlichen

Regelungen, die für das Arbeitsverhältnis gelten. Ist in den Fällen des

Absatzes 1 Satz 2 Nr. 8 und 9 die jeweilige gesetzliche Regelung

maßgebend, so kann hierauf verwiesen werden.

(4)

Wenn dem Arbeitnehmer ein schriftlicher Arbeitsvertrag ausgehändigt

worden ist, entfällt die Verpflichtung nach den Absätzen 1 und 2, soweit

der Vertrag die in den Absätzen 1 bis 3 geforderten Angaben enthält.

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Ein Arbeitsvertrag bedingt nicht die Schriftform. Da es keinen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt, gelten die gesetzlichen Bestimmungen nach BGB und Co., bezüglich Kündigungsfristen etc.

Überstunden müssen ausgeglichen werden. Ein Anspruch auf Vergütung dieser besteht i.d.R. nicht.

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Das er dir noch keinen AV gegeben hat kann einfach daran liegen das er noch keine Zeit dazu hatte.

Ich hab mal beim Land gearbeitet und ewig auf den Vertrag warten müssen wobei man das gerade da nicht erwartet.

Das du jetzt 9 Stunden benötigst und nur 8 ausgezahlt werden kann einfach damit zusammenhängen das es die Kraft davor in dieser Zeit geschafft hatte und dein Chef deshalb nicht einsieht dir die Mehrzeit zu zahlen.

Aber das vermute ich an dieser Stelle nur.

Richtzeit sind 8 Stunden und nur die werden die am Ende bezahlt.

Ich vermute mal das in einem Vertrag auch genau das stehen würde.

Ich bin z. B. im Reinigungsgewerbe tätig und niemand fragt danach wie ich wo hinkomme oder wie viel Zeit mich das kostet. Bezahlt wird nur die Zeit in der ich vor Ort tätig bin.

In einem anderen Job den ich mal so nebenher machte bekam ich z. B. auch nur 3 Stunden vergütet obwohl ich gut 30 Minuten länger gearbeitet hatte will ich es sehr gründlich machen wollte aber das war dann mein Pech.

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ein Arbeitsvertrag muss nicht schriftlich erfolgen sondern kann sich auch auf eine mündliche Vereinbarung begründen. Man hat dadurch auch keine wirklichen Nachteile. Der Vertrag ist belegbar wenn man regelmäßig eine Gehaltsabrechnung erhält.
Wie überstunden abgerechnet werden ist eine Absprache zwischen Dir und dem Arbreitgeber.

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