Frage zu Persönlichkeitsstörungen

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Eine Persönlichkeitsstörung hat streng genommen niemand, er hat lediglich eine Diagnose, die sich an beobachtbaren Symptomen orientiert. Über das individuelle innere Erleben sagt das erstmal nicht viel aus, zumal diese Diagnose alles andere als stabil sind (verschiedene Diagnostiker zur gleichen Zeit kommen auch mit dem selben Instrument zu unterscheidlchen Diagnosen, über die Zeit ist es noch extremer).

Eine sadistische Persönlichkeitsstörung ist mir nicht bekannt.

Psychopathie und Anti- bzw. Dissoziale Persönlichkeittstörung werden in der Regel synonym verstanden.

Solche Störungen sind zu verstehen als sehr frühe Anpassungsleistungen auf schwierige Beziehungsangebote der sozialen Umwelt, Für einen Menschen, der sich an Extreme anpassen musste, sind diese Anpassungsmechanismen nicht bewusst, sie werden als normal und zu sich sekbst zugehörig empfunden (ich-synton), ein Leidensdruck entsteht, wenn überhaupt, erst durch Folgen (z.B. Depression bei einer abhängigen Person durch Verlust eines die Abhängigkeit ausreichend befriedigenden Partners o.ä.).

Diese Anpassungsmechanismen führen in anderen (sagen wir mal kulturel betrachtet normaleren) Beziehungsangeboten bei einigen Betroffenen zu Schwierigkeiten. Für die Aussenweilt verhalten sich diese Menschen auffällig bis lästig oder schlimmer, für die Betroffenen ist es wegen der Ich-Syntonie so, dass sich aus ihrer Sicht, ihrem Erleben, die Umwelt / sdie Anderen sich seltsam verhälten (das "Normale" weicht halt sehr stark vom Bekannten und Erwarteten ab). Eine Reflexion eigener Anteile an diesem zwischenmenschlichen Erleben ist diesen Menschen aufgrund der geschilderten Struktur nicht möglich.

Bei Weitem nicht alle Menschen mit so einer Störung entwickeln einen Leidensdruck. Sie können auch alles in allem sehr erfolgreich mit ihrer Störung leben. In unserer Gesellschaft ist dies v.a. bei Männern mit Verhalten, dass man als narzisstische Störung klassifizieren kann, recht häufig der Fall.

Ich denke das kann man so genau gar nicht klären, da ja auch Persönlichkeitsstörungen von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind und auch noch von verschiedenen äußeren Faktoren abhängen.

Hmm.. Gibt's da vielleicht Sachen die öfters vorgekommen sind?

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@ItzMyLegend

Wahrscheinlich gibt es entsprechende Verhaltensweisen und Muster die so jemand an den Tag legt. Was genau kann ich dir aber nicht sagen, da ich mich mit deinen explizit erfragten Persönlichkeitsstörungen eher nicht auskenne. Google das doch einfach mal.

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Du bist ein möglicherweise gemeingefährlicher Typ. Solche Menschen gibt es. Ob deine Sozialisation oder genetische Gründe dafür verantwortlich sind, ist offen. Du kannst deine Aggressionen in Energie umsetzen - auch zu sinnvollen Zwecken (Lust?).

Wow, das trifft eigentlich ziemlich auf den Charakter zu über den ich schreiben will (Dieser ist tatsächlich gemeingefährlich und ist schnell gelangweilt, nutzt seine positiven Fahugkeiten destruktiv ein (es geht um Jim Moriarty von der Serie Sherlock!))

Weißt du vielleicht wie solche Menschen ungefähr denken könnten??

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@ItzMyLegend

Ich weiss ein wenig über dissoziale (psychopathische) Persönlichkeit und schreibe die jetzt auf. Die psychopathische Persönlichkeitsstörung wurde im Jahre 1941 zum ersten mal festgesetzt. 1952 wurde Sie durch die soziopathische Persönlichkeitsstörung ersetzt und 1980 in die antisoziale Persönlichkeitsstörung umbenannt.

Es gibt einen Unterschied zwischen Psychopath und Soziopath. Der Psychopath kommt mit einer anderen Hirnverdrahtung zur Welt, während der Soziopath mit einer Neigung auf die Welt kommt die sich erst später entweder in Zügen normalisiert oder zum Soziopathen wird.

Psychopathische Kinder zeigen schon im Alter von etwa 4 Jahren antisoziales Verhalten. Während soziopathische Kinder erst im Alter von etwa 8 Jahren antisoziales Verhalten zeigen.

Weitere Unterschiede:

Psychopath:

  • Hat kein Gewissen
  • Kommt mit wenig Emotionen auf die Welt
  • Keine Empathie (können sich sehr gut in andere hineinversetzen, empfinden aber nichts dabei)

Soziopath:

  • Hat ein stark unterdrücktes Gewissen
  • Hat keine/wenige Emotionen
  • Hat keine/wenig Empathie (können sich nicht in andere hineinversetzen, wegen aber die Situationen ab und lernen daraus und empfinden nichts)

Nun zur antisozialen Persönlichkeit:

  • Ihre Gefühle sind schwach und sie haben zu keiner Person eine echte Bindung das, höchste Gefühl das Sie jemanden vermitteln können ist Respekt.
  • Sie hassen und lieben niemanden, die anderen sind für Sie gleichgültig und nützlich.
  • Sie langweilen sich schnell weil, Sie Ihre Umgebung nicht tief wahrnehmen, alles wird schnell karg und trist
  • Sie fühlen sich nur bei starken Ereignissen lebendig (wenn Sie/jemand in Gefahr sind/ist, ein hochemotionales Ereignis stattfindet, wo andere vor Angst sterben würden). Das liegt daran weil, Sie keine Gefahren wahrnehmen können.
  • Sie können Angst bekommen wenn Sie in der Situation sind. Haben aber nicht die Fähigkeit aus dem Ereignis zu lernen. Ein Beispiel: Hat Angst vor Spinnen, geht in einen Raum voller Spinnen und bekommt Angst. Ist draussen ist alles gut. Geht wieder in den Raum zurück und bekommt Angst.
  • Diese Menschen bekommen keine Phobien und können nicht traumatisiert werden. Sie können nach einem sehr schlimmen Ereignis gestresst und reizbarer sein, aber nur für eine Weile und dann geht es wieder zurück.
  • Sie fallen in Ihrem Umfeld nicht auf und haben hervorragende Manieren.
  • Sie wissen genau wie andere Menschen denken und sind meisterhaft in der Manipulation und Täuschung. Sie passen sich extrem schnell an und zeigen alle Emotionen lebensecht.
  • Sie empfinde selber nur sehr wenig. Sie haben Gefühle, nehmen Sie allerdings nur schlecht wahr. Sie sind unfähig zur Liebe und Hass.
  • Sie können sich nicht lieben noch sich selber hassen und so empfinden Sie auch für jeden anderen. Sie tun nur so als wären Sie stolz/hasserfüllt.
  • Sie empfinden kein/wenig Mitleid/Mitgefühl für andere. Sie sehen andere als nützlich. Werden aber nie wie normale gegenüber diesen anderen empfinden.
  • Sie sind meistens äußerst rational. Sie verstehen die Körpersprache anderer hervorragend und können Sie sehr gut einschätzen. Sie durchschauen andere problemlos und sind gute Profiler.

Es stimmt das Sie narzisstisch sind allerdings weniger narzisstisch als Narzissten. Ihr Selbstwertgefühl ist meistens stabil, keine Kritik schwächt Sie. Sie haben eine realistische Vorstellung von sich selber.

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@CerveauCerebrum

Noch etwas antisoziale Persönlichkeiten sind für gewöhnlich nicht gefährlich und alle deine Persönlichkeiten oben gehören zu ASPD. Die narzisstische Persönlichkeit ist einfach noch ein wenig anders aber, das meiste stimmt.

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