Frage zu Intervallen (Kurzbezeichnungen)?

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3 Antworten

Jo hey,

das Dreieck (∆) vor der 7 steht für eine große Septime. An sich etwas irreführend, da b7 darauf hindeutet, dass 7 als gr. Septime gedeutet werden kann. Das aber wiederum wäre z.B. bei der Akkordbezeichnung "G7" wieder irreführend, da das eindeutig ein Dominantseptakkord bezeichnet - also ein Durakkord mit kleiner Septime. Also: b7=kl.Septime ∆7=gr.Septime. Wenn du über Tonleitern, Skalen bzw. Intervalle sprichst, kannst du das ∆ vor der 7 eigentlich weglassen. Nur bei Akkordbezeichnungen ist das ∆ notwendig - dafür dann das b7 für eine kl.Septime nicht mehr. Auf Leadsheets findet man anstatt des Dreiecks oft auch die Bezeichnung "maj" --> Cmaj7 = C∆7

Der Tritonus wäre als #4 zu bezeichnen, bzw. als verminderte Quinte in Form von b5. Soweit eigentlich ganz logisch oder? Ich bin sicher du hast das Prinzip verstanden - übrigens cool, dass euer Lehrer das mit euch macht.

Ich hatte Musik im Abi - aber sowas noch nie gehört. Wo braucht oder benutzt man sowas?

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@Hooks

"Wo braucht oder benutzt man sowas?"

Ich kenne diese Vorangehensweise vorallem aus dem Jazz um eine Skala zu beschreiben. Die Durtonleiter kann als 1 2 3 4 5 6 7 gefasst werden, während 1 2 b3 4 5 b6 b7 die Molltonleiter wäre. Oder eben 1 b2 3 4 5 b6 b7 für die fünfte Stufe Harmonisch-Moll, mir bekannt als phrygian dominant. Aber auch für Akkordbezeichnungen wie A7b9 oder einen Fmaj7#11 ist dieses Musikvokabular brauchbar, häufig Intervallbezeichnungen über der Oktave. In dem Fall: b9 = b2, #11 = #4

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Vielen dank! Naja ich mache das jetzt nicht auf einer normalen Schule sondern bin in einem Vorbereitungskurs für ein Musikcollege. :)

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Das ganze hat mit der skalentheorie zu tun und damit auch mit der schreibung von akkordsymbolen. Allerdings ist die schreibung deines lehrers etwas konfus, denn

- mich würde interessieren wie er mit seinem ansatz verminderte und übermässige intervalle bezeichnen will.

- er definiert grosse (2, 3, 6, 7) und reine  (1, 4, 5, 8) intervallformen als "standards", die dann durch vorgeschaltete "b" verkleinert und (vermutlich) "#" vergrössert werden. Bei der 7 bricht er diesen ansatz durch das dreieck für die g7. Dieses symbol stammt aus der septschreibung der akkordsymbole. Und dort gilt: die k7 ist "standard-7", ihr symbol die "7". Die v7 wäre dann b7, die g7 eben das dreieck.

Entweder ich bezeichne intervalle konsequent nach der skalentheorie oder ich verwende gleich die klassische schreibung (r1, k2, g2 ...), was für das verständnis der akkordaufbauten ebenso ausreichend wäre...

Das steht für maj7, also große 7.

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