Frage zu Hochschulzugangsberechtigung

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Hallo,

iim Allgemeinen ist es so, dass ein abgeschlossenes Bachelor-Studium an einer Fachhochschule zum Wechsel an Universitäten berechtigt. Dann könntest Du Dich dort für den Master bewerben oder auch für einen komplett neuen Studiengang.

Aber da Bildung Ländersache ist, kann es im Saarland natürlich anders geregelt sein. Offenbar ist es dort möglich, nach den ersten beiden erfolgreich abgeschlossenen Semestern an einer Fachhochschule zur Universität oder einer anderen Hochschule zu wechseln, sofern sich die Fächer decken. Wenn Du also an der FH mit Pädagogik der frühen Kindheit beginnen würdest, könntest Du im 3. Semester an einer Pädagogischen Hochschule oder Universität in den Studiengang Elementarpädagogik o.ä. wechseln.

Übrigens: In Hessen ist es so geregelt, dass dort grundsätzlich jeder mit Fachabitur (fast) alles an allen Universitäten studieren kann. Es gibt Ausnahmen nur bei den Fächern Medizin, Tiermedizin, Pharmazie und Jura.

Wenn Du also Psychologie studieren möchtest, dann wäre das von Anfang an nur in Hessen möglich. Allerdings ist der numerus clausus in der Vergangenheit immer sehr hoch gewesen, wird es also in Zukunft auch sein. Und in Hessen zählt der Fachabischnitt genau so wie der Abischnitt. Absolut gleichwertig.

Du könntest Dich sicherheitshalber in Hessen für Psychologie bewerben und gleichzeitig für alternative Studiengänge Deiner Wahl.

Es könnte im Saarland aber auch so gemeint sein, dass hier zwei geeignete erfolgreich abgeschlossene Semenster an einer FH Voraussetzung für ein neu zu beginnendes Psychologiestudium an der Uni Voraussetzung ist.

Also zwei erfolgreiche (Credits!) Semester Pädagogik der frühen Kindheit an der FH, dann ab ins 1. Semester für Psychologie an die Uni.

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@raubkaetzchen

Allerdings solltest Du Dich nicht zu früh freuen. Die Aussagen der Universität des Saarlandes sagen folgendes (Auszug):

Hochschulzugangsberechtigung

Die wichtigsten Voraussetzungen für die Einschreibung (Immatrikulation) an der Universität des Saarlandes sind der Nachweis der erforderlichen Qualifikation, die Zulassung, sofern im gewünschten Studiengang Zulassungsvoraussetzungen bestehen (2) und der Nachweis ausreichender Kenntnisse der deutschen Sprache (Deutschkenntnisse).

  1. Die Qualifikation für ein Studium wird durch die Hochschulreife nachgewiesen. Die allgemeine Hochschulreife berechtigt zum Studium aller Studiengänge. Sie wird z.B. erworben durch ein Abiturzeugnis oder eine vom zuständigen Ministerium verliehene oder als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung, z.B. aufgrund eines abgeschlossenen Fachhochschulstudiums nach dem Erwerb der Fachhochschulreife.

(Nicht ausreichend ist ein Fachoberschulabschluß, der lediglich die Fachhochschulreife vermittelt.)

Das passt leider gar nicht zu der Annahme eines Wechsels nach zwei Semestern. Wenn Du die Studienberatung nicht abwarten kannst, wirst Du dort anrufen oder hinschreiben müssen. Ich bin jetzt auch neugierig geworden und möchte es gerne wissen, wie der besagte Passus gemeint ist.

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@IchWissen

Es dürfte aber dennoch einen Weg geben. Und der heißt fachgebundene Hochschulreife. Und damit könntest Du dann doch an die Uni gelangen. Wenn Du die zwei Semester an der FH absolviest, hättest Du dann meinem Verständnis nach diese fachgebundene Hochschulreife bzw. einen entsprechend anerkannten Abschluss. Hier noch ein Auszug aus:

221-1-8Verordnung über die Qualifikation für ein Studium an der Universität des Saarlandes(Qualifikationsverordnung Universität - QVOU)

Vom 7. Februar 1994geändert durch die Verordnung vom 25. November 2009 (Amtsbl. I S. 1820).

Fundstelle: Amtsblatt 1994, S. 268

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@IchWissen

§ 5

Die fachgebundene Hochschulreife wird nachgewiesen durch folgende im Saarland erworbene Zeugnisse:

1.

Abschlusszeugnis der Akademie für Arbeit und Sozialwesen des Saarlandes, sofern in der Abschlussprüfung mindestens die Gesamtnote ,,gut“ erreicht wurde und der Besuch zusätzlicher Unterrichtsveranstaltungen in Mathematik und einer Fremdsprache nachgewiesen wird, mit der Berechtigung zur Aufnahme eines Studiums der Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre oder Soziologie,

1a.

Abschlusszeugnis der Berufsakademie nach dem Saarländischen Berufsakademiegesetz (Saarl. BAkadG) vom 27. März 1996 (Amtsbl. S. 438), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 1. Juli 2009 (Amtsbl. S. 1087), soweit es sich nicht um Bachelorabschlüsse handelt, die hochschulrechtlich Bachelorabschlüssen der Hochschulen gleichgestellt sind ( § 4a Absatz 2 Satz 2 BAkadG),

2.

(aufgehoben)

3.

(aufgehoben)

4.

Nachweis über 60 ECTS-Punkte in den laut Studien- und Prüfungsordnung für das erste Studienjahr vorgesehenen Pflicht- und Wahlpflichtfächern, der auf Grund des Studiums in einer in Spalte 1 genannten Fachrichtung oder einem dort genannten Studiengang für ein Studium in einem in Spalte 2 genannten Studiengang an der Universität des Saarlandes berechtigt:
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@IchWissen

Eine fachgebundene Hochschulzugangs-berechtigung berechtigt nach Maßgabe der Verordnung über die Qualifikation für ein Studium an der Universität des Saarlandes vom 07. Februar 1994 (Amtsbl. S. 268), zuletzt geändert am 25. November 2009 (Amtsbl. 2009, S. 1820) zum Studium bestimmter Studiengänge an der Universität. Die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung kann bspw. nachgewiesen werden durch ein Studium an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und einen entsprechenden Nachweis über 60 ECTS-Punkte in den laut Studien- und Prüfungsordnung für das erste Studienjahr vorgesehenen Pflicht- und Wahlpflichtfächern. Näheres regelt die genannte Verordnung über die Qualifikation für ein Studium an der Universität des Saarlandes vom 07. Februar 1994 (Amtsbl. S. 268), zuletzt geändert am 25. November 2009 (Amtsbl. 2009, S. 1820).

FAZIT: So könnte es klappen!!!

:D

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@IchWissen

Hallo!

Also ich habe da heute angerufen und mich lange uns ausführlich unterhalten mit dem Ergebnis: ES GEHT!

Nachdem man die 60 Punkte gesammelt hat erhällt man dafür eine Note, mit der man sich dann ganz normal für den jeweiligen Studiengang bewerben kann...mit den Abiturienten, durch die fachgebundene Hochschulreife. Ich kann dann an der Uni wirklich nur Psychologie studieren, mit einem anderen FH-Fach aber auch etwas anderes. Der einzige Nachteil ist, dass beide Studiengänge im Oktober beginnen, die Anmeldefrist für Psycho aber im Juli ist, da hat man im Normalfall nicht alle Punkte zusammen und muss bis zum nächsten Semester abwarten.Weis jemand ob man an einer FH auch innerhalb eines Semesters die 60 Punkte erhalten kann? Unter viel Arbeit versteht sich ;-)

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Ich verstehe das so, dass Du an der FH im ersten Studienjahr 60 ECTS-Punkte erreicht haben musst, um an der Uni des Saarlandes studienberechtigt zu sein. Ob diese 60 Credits einem Bachelor entsprechen, weiß ich dagegen nicht. Ruf doch einfach bei der Stduienberatung oder dem Immatrikulationsamt dort an und lass es Dir erklären. Das ist schließlich deren Job.

60 Credits sind 2 Semester. Pro Semester 30 Credits. Ein Bachelor mit 6 Semestern braucht somit 180 Credits, mit 7 Semestern 210 Credits für den Abschluss.

Ich würd auch einfach mal die Studienberatung anrufen. Meines Wissens nach kann man aber nur nach einem Abschluss zwischen Uni und FH wechseln. Mit einem Bachelor kannst du auf jeden Fall auch an einer Uni den Master machen

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hey also meine antwort ist erstmal ohne gewähr, aber wie es sich anhört musst du erstmal 60 creditpoints an der fh in einem der studiengänge machen um mit dem psychologiestudium beginnen zu können. das dauert wenn du ein durchschnittlicher student bist ein jahr, also 30 credits pro semester. genaueres wird dir wohl die studienberatung sagen müssen.lg

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