Frage zu Erbe, Wohnungsanteil von verstorbenem automatisch geerbt?

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10 Antworten

Es ist so, das man grundsätzlich automatisch erbt, und wenn man nicht erben möchte, das Erbe fristgerecht( innerhalb 6 Wochen ab Kenntnis) ausschlagen kann. §1942 Abs 1 BGB:

Die Erbschaft geht auf den berufenen Erben unbeschadet des Rechts über, sie auszuschlagen (Anfall der Erbschaft).

Ein Wohnungsanteil ist natürlich vererblich, ein (lebenslanges) Wohnrecht würde hingegen erlöschen.

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Kommentar von AlpQue
30.07.2016, 13:51

Danke! Evtl bitte noch Bezug zu meiner (nachgereicht Frage) steht oben.

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Wenn du der einzige gesetzliche Erbe bist, hast du automatisch alles geerbt, auch den Wohnungsanteil. Solltest du allein im Testament stehen, bist du auch Alleinerbe.

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Kommentar von henzy71
30.07.2016, 13:36

Das kommt immer auf den Einzelfall an. Sogar wenn ich alleine im Testament stehe, heisst das nicht, dass ich auch alles erbe. Wenn der Verstorbene zum Beispiel noch Kinder hat, dann sind das ebenfalls Erben, auch wenn sie nicht im Testament stehen, denn Kinder kann man nicht zu 100% enterben. Und für den Fall, dass ich sogar Alleinerbe bin, erbe ich nicht automatisch. Ich muss das Erbe dann schon antreten. Ich kann es aber auch ausschlagen und wenn ich schon weiss, dass der Verstorbene (dessen Erbe ich bin) mir nur einen Haufen Schulden vererbt, dann schlage ich das Erbe aus......

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Danke für die Antworten, meine Frage wurde leider nicht mitgesendet, deswegen fasse ich mich nochmal kurz. Mein Vater ist vor 4 Jahren gestorben und hatte die 50% Anteil die ihm unsere Grossmutter bei ihrem Tod übertragen hatte in seinem Besitz. Somit gehörte zu seinem Todeszeitpunkt die Wohnung zu 50% ihm und zu 50% meinem Großvater. Es greift also die gesetzliche Erbfolge, da noch meine Schwester, meine Mutter und ich da sind. Meine Mutter hat noch die Urkunde auf der steht, dass mein Vater den Anteil besitzt/besass, aber weiter damals nichts unternommen! Also keinen Erbschein angefordert und keine Grundbuchänderung. Ist das Erbe jetzt verjäht ? Ich habe gelesen, dass man seinen Anspruch innerhalb von 3 Jahren nach dem Tod des Familienmitglieds geltend machen muss? Wenn ja, gehört dann die Wohnung meines Großvaters nach seinem Tod nur zu 50% uns und die anderen 50% sind weg?

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Kommentar von Ronox
30.07.2016, 14:03

Ein Erbe kann nicht verjähren, das können nur Ansprüche. Mit dem Tod deines Vaters sind deine Mutter, deine Schwester und du Eigentümer zu 1/2 in Erbengemeinschaft geworden. Dieser Rechtsübergang fand außerhalb des Grundbuchs statt. Die Eintragung im Grundbuch wäre also nur eine Berichtigung, da dort noch dein Vater eingetragen ist. Für die Berichtigung wird in eurem Fall ein Erbschein benötigt. Da die Berichtigung nur innerhalb der ersten zwei Jahre kostenfrei ist und das Erbscheinsverfahren auch Geld kostet, würde ich es dabei belassen. Ihr könnt das Grundbuch zu einem späteren Zeitpunkt berichtigen, z.B. wenn die Wohnung verkauft oder auf jemanden von euch zum Alleineigentum übertragen werden soll.

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Kommentar von henzy71
30.07.2016, 14:06

Dein Vater ist vor 4 Jahren verstorben. Waren deine Eltern verheiratet? Falls ja und falls es kein Testament gab, welches deine Mutter als Erbin ausschloss, dann gehört die Wohnung im Moment zu 50% deinem Großvater, du 25% deiner Mutter, zu 12,5% deiner Schwester und zu 12.5% dir. Ihr habt ja nichts unternommen - also wurde das Erbe nicht ausgeschlagen.

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Kommentar von ichweisnix
30.07.2016, 14:08

Forderungen, also z.B. Vermächtnisse und Pflichtteilsansprüche unterliegen der regelmäßigen Verjährung also in der Regel 3 Jahre ab
Kenntnis, bei Rechten an Grundstücken sind es 10 Jahre.

Da das Erbe selbst keiner Handlung bedarf verjährt daher auch nicht. Herausgabeansprüche aus den Erbe verjähren innerhalb von 30 Jahren.

Wenn ja, gehört dann die Wohnung meines Großvaters nach seinem Tod nur zu 50% uns und die anderen 50% sind weg?

Sie missverstehen die Natur der Verjährung. Mit der Verjährung verschwindet grundsätzlich Nichts, die Verjährung begründet eine Einrede. D.h. ist ein Anspruch verjährt, kann der Schuldner, also der der den Anspruch erfüllen müßte, die Einrede der Verjährung erheben.

Daher wird eine Verjährung nur dann relevant, wenn es um einen Anspruch gegen jemanden geht. Solange der Großvater noch im Grundbuch steht, können die Erben und die Erben der Erben das Grundbuch berichtigen lassen, das geht auch noch nach 200 Jahren.



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Wie bereits erwähnt, wird natürlich auch ein Miteigentumsanteil an einer Wohnung vererbt.

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Kommentar von AlpQue
30.07.2016, 13:52

Danke! Evtl bitte noch Bezug zu meiner (nachgereicht Frage) steht oben.

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Automatisch kann man nichts erben. Kann sein, dass du der Erbe des Verstorbenen bist (entweder gesetzlich oder testamentarisch bestimmt) aber dann kannst du das Erbe sowohl antreten als auch ausschlagen.

Gruß

Henzy

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Kommentar von AlpQue
30.07.2016, 13:52

Danke! Evtl bitte noch Bezug zu meiner (nachgereicht Frage) steht oben.

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Erbschein beantragen beim Amtsgericht.Testament vorlegen.

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Kommentar von AlpQue
30.07.2016, 13:53

Danke! Evtl bitte noch Bezug zu meiner (nachgereicht Frage) steht oben.

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Ohne Erbschein erbt sich nichts.

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Nein,denn es folgt ja eine Einfache Frage,wirst du das Erbe antreten oder nicht,nicht mehr und nicht weniger,egal ob Schulden da sind oder nicht,dann lauert ja vieleicht im Hintergrund ja noch jemand der sein Pflichtteil geltend machen will und andere Nette Überraschungen

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Kommentar von AlpQue
30.07.2016, 13:53

Danke! Evtl bitte noch Bezug zu meiner (nachgereicht Frage) steht oben.

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Erbschein kostet und frag mich warum das Erbschaftsfinanzamt noch nicht an euch nahe getretten ist. Würde mich da wirklich erkundigen bei einen Notar oder Steuerberater!

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Danke für die kompetenten Antworten. !

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