Frage zu Druckverfahren

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2 Antworten

Tampondruck funktioniert nach fogendem Prinzip: Das Klischee wird geflutet und die überschüssige Farbe wird abgerakelt. Dann wird die Farbe mit einem Silikontampon aus der Vertiefung im Klischee vollständig rausgeholt und klebt dann am Tampon. Die Adhäsion oder auch Klebekraft zwischen Farbe und Tampon ist höher als zwischen Farbe und Klischee. Dann wird die Farbe vom Tampon auf den Bedruckstoff übertragen ( einfach ausgedrückt: gestempelt!! ). Damit das funktioniert, muss die Adhäsion zwischen Farbe und Bedruckstoff höher sein als zwischen Farbe und Tampon. Wenn man höhere Auflagen druckt, ist es wichtig, dass die Farbe gut eingestellt ist und die Übertragung ( es finden ja 2 Übertragungen statt ) sauber und vollständig ist. Wenn Farbreste im Klischee oder auf dem Tampon zurückbleiben, dann gibt es nach mehreren Drucken ein unsauberes Druckbild. Vollständig kann man das nicht verhindern. Deshalb wird zwischendurch in gewissen Abständen der Tampon mit aeinem Klebeband gereinigt.

Jetzt zu Deiner Frage: Selbstverständlich kann man im Tampondruck auch "Nass in Nass" drucken. Die Klebekraft am Bedruckstoff muss nur höher sein als am Tampon. Dann bleibt die Farbe auch nicht am Tampon, sondern am Bedruckstoff kleben. Alles eine Frage der Einstellung. Mit Einstellung ist die Mischung der Farbe mit Verdünner und Verzögerer gemeint. Der Verzögerer verhindert die zu schnelle Trocknung der Farbe. Damit die Farbe nciht innerhalb Bruchteilen einer Sekunde am Tampon kleben bleibt. Außerdem kann man mit Blasluft aus einer Luftdüse den Trockenvorgang noch beeinflussen. Damit z.B. die Farbe am Bedruckstoff schneller trocknet, bzw. haftet. Wenn man nicht "Nass in Nass" drucken will, kann man eine Zwischentrocknung einschieben. Das war jetzt eine Menge Stoff. Ich hoffe, es war ein wenig verständlich. Gruß, Eugen

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Hallo Kolakiste,

beim Tampondruck ist mir nicht bekannt, dass ein Nass-in-Nass-Druck stattfindet. Dort werden die Farben nebeneinander abgesetzt. Der Tampon wird dennoch nach einer Weile gereinigt.

Beim Offsetdruck aber ist es so wie Du beschreibst. Da wird Farbe mittels eines Gummituchs auf das Papier übertragen. Und die gerade gedruckte Farbe spaltet dann in den folgenden Druckwerken auch zurück, überträgt sich also teilweise wieder aufs Gummituch der anderen zu übertragenden Farben.

Um dem entgegen zu wirken, wäscht man je nach Farbverhalten die Gummitücher in Intervallen ab.

Ein gutes Forum in diesem Zusammenhang: http://www.offsetdrucker.net

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