Frage zu Chemie, Reaktionsgleichungen aufstellen?

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3 Antworten

Naja du hast ja HCl, die dissoziiert zu H+ und Cl-, natürlich entsteht dann AlCl3 und nicht wieder HCl (Salzsäure = "Wasserstoffchlorid")

Es entsteht AlCl3 und H2.

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Kommentar von lateinchiller
15.01.2016, 17:57

Was bedeutet dissoziiert ?

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Kommentar von lateinchiller
15.01.2016, 17:59

Ich muss die Gleichung dann aber noch ändern, wenn auf der einen Seite 3 Cl sein sollen und ich auf der anderen nur 1 habe oder ?

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Kommentar von lateinchiller
15.01.2016, 18:04

Vielen Dank, ich hab noch zwei anderen Aufgaben, falls ich da Fragen habe, können Sie mir da vielleicht auch nochmal helfen ? Wäre echt nett ;)

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Kommentar von lateinchiller
15.01.2016, 18:06

Kann ich da auch hinschreiben AlCl3 + 3H oder ist das falsch. Weil bei 3 HCl hab ich ja dann 3 H warum 3/2 H2, wäre 3H falsch ?

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Kommentar von lateinchiller
15.01.2016, 18:08

Genau das gleiche, nur schwieriger. Ich versuche als erstes selbst und dann kannst du gucken obs richtig ist ?

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Hallo :)

Also, das dahinter stehende Prinzip ist etas komplizierter.

Kurze Antwort: Das Metall wird unter Wasserstoffentwicklung aufgelöst.

Lange Antwort: Diese Reaktion nennt man Säurekorrosion. Dabei reagieren unedle Metalle mit Säuren unter Wasserstoffbildung.

Es werden Oxonium-Ionen reduziert und Metalle zu Metallionen oxidiert:

Ist dann hier:

Al -> Al(3+) + 3e(-)

2 H3O(+) + 2 e(-) -> H2 + 2 H2O

Das ist die Redoxreaktion...


Ich versuch mal, das zu erklären. 

Wir sagen als Beispiel erstmal, dass Schwefelsäure mit Eisen reagiert.

Da ist die Reaktionsgleichung wie folgt:

H2SO4 + Fe -> H2 + FeSO4

Dabei passiert Folgendes:

Es spaltet sich quasi eben das Wasserstoff ab. Wir haben noch SO4(2-) und Fe. Dieses Eisen gibt quasi seine Elektronen an die  Oxonium-Ionen ab, die durch die von der Schwefelsäure abgespaltenen Protonen und dem Wasser entstehen (Stichwort "Protolyse"!). Nun haben wir also ein Fe(2+)-Kation, ein Säurerest-Anion - nämlich SO4(2-) - und zwei Oxonium-Ionen. Da entsteht also Wasserstoff (H2) und das Salz aus dem Säurerest und dem Metallkation. In diesem Fall ist das Eisen(II)-Sulfat.

Da findet also zum Teil eine Redoxreaktion statt! Es werden im Gegensatz zur Neutralisation nämlich keine Protonen, sondern Elektronen übertragen, wie ich oben erläutert habe. Die Teilgleichungen wären hier folgende:

Reduktion: 2 H3O(+) + 2 e(-) -> H2 + 2 H2O 

Oxidation: Fe -> Fe(2+) + 2e(-)

Gesamtreaktion: 2 H3O(+) + Fe -> H2 + Fe(2+) + 2 H2O

Letztendlich liegt dem Ganzen nur eine Redoxreaktion zu Grunde! Da hier aber noch Wasser entsteht, bleiben die Sulfationen und die Metallionen gelöst. Bei Eindampfen der Lösung würde man dann eben das Salz erhalten.

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Nun übertragen wir das auf dein Beispiel:

Reduktion: 2 H3O(+) + 2e(-) -> H2 + 2 H2O

Oxidation: Al -> Al(3+) + 3e(-)

Gesamtgleichung:

2 Al + 3 H3O(+) -> 3 H2 + 6 H2O + 2 Al(3+)

Jetzt haben wir unser Säurereastanion, was hier das Chloridion ist, und unser Metallkation (hier eben das Aluminium-Ion). Bei Eindampfen ergäbe sich ein Salz, nämlich AlCl2 (deshalb schreibe ich es nicht als Ionen auf):

 2 Al + 6 HCl -> 2 AlCl3 + 3 H2

Ich wollte dir deutlich machen, was genau dahinter steckt, da das eben nicht einfach "Ja das H2 geht ab und dann verbindet sich der Rest" ist ;-)

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Vielleicht konnte ich ja helfen, bei Fragen oder Verständnisschwierigkeiten melde dich - wird haben das vor einigen Monaten (aber nur ganz kurz) im Chemie LK durchgenommen. Sorry, falls ich irgendwo unsauber formuliert hab oder unversrtändliche Erklärungen gegeben habe.

LG 

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Kommentar von lateinchiller
15.01.2016, 18:11

Erstmal vielen Dank, muss ich mir mal in Ruhe angucken ;)

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Ich hab in Chemie gelernt ->
1. Metall + Säure -> Salz + Wasserstoff
2. Metalloxid + Säure -> Salz + Wasser

Al + 3(HCl) -> (AlCl3) + H

Bin mir da aber nicht 100% prozentig sicher.

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Kommentar von theantagonist18
15.01.2016, 18:01

Grundsätzlich richtig, aber es entsteht H2 und nicht H.

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