Frage zu BG Fall Verletzten Geld?

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4 Antworten

Ab den Tag wo die BG raus ist ( müsste im Bescheid stehen) zahlt die Krankenkasse. Normal kommt der Bescheid so rechtzeitig, dass es zu keiner Überzahlung kommt. Krankengymnastik darfst du noch aufbrauchen

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Hallo PhilippCol92,

hat deine Freundin keine Entgeltfortzahlung für 6 Wochen ab Beginn der Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber (also bis theoretisch bis Mitte Juli) erhalten? Diese ist laut Entgeltfortzahlungsgesetz eigentlich zunächst vorgesehen, wenn Arbeitsunfähigkeit eintritt, unabhängig von der Zuständigkeit BG/Krankenkasse.

Du kannst bei der BG nach einem schriftlichen Bescheid bitten, in dem geklärt wird, was die Folgen des Unfalls sind und wie lange unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit und Behandlungsbedürftigkeit bestand. Für den Fall, dass du die Begründung widerlegen kannst bzw. ihr damit nicht einverstanden seid, könnt ihr gegen diese Entscheidung dann schriftlich oder vor Ort in der BG zur Niederschrift Widerspruch einlegen.

An die BG zurückzuzahlen ist zunächst einmal gar nichts. Wenn der Durchgangsarzt auf den AU-Bescheinigungen noch „Unfallfolge“ angekreuzt hat und dementsprechend Verletztengeld über die Krankenkasse ausgezahlt worden ist, muss die BG das Verletztengeld von der Krankenkasse zurückfordern. Den Differenzbetrag bekommt die BG von niemandem wieder, weswegen sie auch so bemüht ist, dass schnell kein Verletztengeld mehr gezahlt wird.

Auch die Rezeptgebühren können rückwirkend nicht von ihr zurückgefordert werden. Leistungen werden nur dann zurückgefordert, wenn sie zu Unrecht geleistet worden sind. Wenn die BG vorläufig aber tatsächlich für deine Freundin zuständig war, ist das noch kein Unrecht im Sinne des Gesetzes.

Besten Gruß

expertsv

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Lokicorax 10.10.2017, 08:43

Sehr gute und ausführliche Antwort.

Auch ich empfehle, das sie sich von der BG schriftlich geben lässt, welche Verletzungsfolgen auf den Unfall zurückzuführen sind und welche Verschleißbedingt sein sollen. Könnte für später noch interessant werden.   

Ciao Loki

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PhilippCol92 10.10.2017, 13:57

BG Fall wars also vom 01.06 - 29.08 am 29.08 wurd die Diagnose auf Verschleis geändert. Gesternn ist der Bericht bei der BG eingegangen. Und es wurd noch Verletztengeld für den Schlusszeitraum bis 31.09 gezahhlt. Ab01.10 wieder in Arbeit.

 Verstehe ich es also Richtig das die BG die Differnez zwisxhen Verletztengeld und Krankengeld sowie die Rezeptgebühren für KG nicht zurückfordern kann von uns?

Wer springt dann für das zuviel gezahltr Geld ein. Meine Freundin macht sich echt sorgen da sie nicht weis wie Sie das zahlen soll.

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Lokicorax 10.10.2017, 14:59
@PhilippCol92

Keine Sorgen - das zahlt eben die Berufsgenossenschaft bzw. alle Arbeitgeber als Beitragszahler der BG.

Solange nicht jemand gelogen/betrogen hat, fordert die BG keinen Regreß.

"Stattdessen hatte der Unternehmer den Arbeitern eine hohe Alu-Sprossenleiter zur Verfügung gestellt. Bei dem Versuch, ein ausgehängtes Fenster wieder einzuhängen, stürzte ein Mitarbeiter von der Leiter. Er verletzte sich schwer.
Die Berufsgenossenschaft verlangte im Regressweg vom Unternehmer rund 77.000 EUR zurück. Er hatte wissentlich berufsgenossenschaftliche Vorschriften und die Vorgaben im Leistungsverzeichnis missachtet und damit grob fahrlässig gehandelt. Das Oberlandesgericht Bamberg bestätigte die Forderung der Berufsgenossenschaft (Beschluss vom 3.3.2008, Az.: 1U207/07). Beim verletzten Mitarbeiter sah das Gericht kein Mitverschulden, auch wenn er selbst das Arbeiten ohne Gerüst als gefährlich bezeichnet hatte. Die Entscheidung, ohne Gerüst zu arbeiten, erfolgte letztlich auf Anweisung des Arbeitgebers."

http://www.bgn.de/8185/24653/1?wc_origin=%2F8012%3Fsk%3D54

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PhilippCol92 10.10.2017, 15:54
@Lokicorax

In dem fall hat der Arbeitgeber damit aber ja nichts zutun, oder se ich das falsch? 

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Es war, genaugenommen, ein Wegeunfall ( da auf dem Weg zur Arbeitsstelle) und kein Arbeitsunfall.
Ein klassischer Arbeitsunfall ist es nur, wenn er in der Firma/Betriebsstätte passiert.
Und über die BG läuft es nur solange ein zugelassener BG Arzt die Behandlung übernimmt und Arbeitsunfähigkeit per Krankschreibung feststellt/attestiert.

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Am Besten kannst du das mit der Krankenklasse klären die dafür zuständig ist. Notfalls einen RA nehmen der in dem Fall das passende wissen dazu hat.

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