Frage zu Aussage im notariellen Vertrag über Kauf einer Immobilie

6 Antworten

Die Eintragung einer Grundschuld heißt nicht, dass noch eine Schuld existiert. Sehr häufig lässt man die Grundschuld stehen, weil jede neue Eintragung wieder mit Kosten verbunden ist; beantragt man später bei derselben Bank erneut z.B. ein Darlehen, muss man nur die Urkunde wieder überreichen, und hat keine weiteren Kosten zu tragen (das nur zum Hintergrund). Entscheidend ist vielmehr, dass (wenn wie hier vorgesehen) die Löschung beabsichtigt wird, der Veräüßerer auch im Besitz der Grundschuldurkunde ist. Falls Du also die Grundschuld tatsächlich löschen lassen willst, musst Du lt. Text die Löschung später auch bezahlen. So ist es auch üblich (Erwerber trägt Kosten); willst Du das nicht, muss zunächst die Grundschuldlöschung durchgeführt werden, ehe der Verkauf stattfinden kann. In aller Regel wird davon abgesehen, weil das bedeutet, dass der Verkauf (je nach Kommune) 4 - 6 Wochen später erst beurkundet werden kann.

Auch wenn die Grundschuld getilgt ist, steht sie noch im Grundbuch. Diese Eintragung kannst du übernehmen. Das wäre dann für dich billiger, wenn du später einmal eine Grundschuld in dieser Höhe aufnehmen willst. Das sollte dir der Notar dann aber noch erklären. Dafür bezahlst du schließlich seine Gebühren.

Bei Fremdverkäufen kommt diese Variante aber sehr selten vor; am Ehesten noch, wenn die Bank beim Verkauf als Vermittler auftrat (also z.B. beide Parteien Kunden derselben Bank sind, auf die auch die Grundschuld lautete).

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Das ist so völlig in Ordnung. Die Löschung wird ja auch gleich mit beantragt. Alle weiteren Fragen beantwortet der Notar - der darf ruhig mal was tun für sein Geld...

Grundbuch/Grundschuld - Wie ist die Rangfolge?

Hallo!

Ich habe eine Frage zum Thema Grundbuch/Grundschuld bzw. Rangfolge der Grundschulden.

Beispiel:

In Abt. III steht am 1. Rang eine Grundschuld für die Commerzbank von EUR 100.000,00. (Eingetragen am 01.01.1985) An 2. Stelle stehen weitere EUR 30.000,00. (Eingetragen am 01.01.1985)

Von den EUR 30.000,00 werden am 01.01.1996 an Bank XYZ EUR 10.000,00 abgetreten. Die EUR 100.000,00 werden am 01.01.1999 an eine Volksbank abgetreten.

Sind die EUR 100.000,00 noch an 1. Rangstelle obwohl die Abtretung der EUR 10.000,00 zuerst durchgeführt wurde?

Würde mich über eine Rückmeldung freuen.

LG

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Kurz vor Notar und Kauftermin Änderung des Einzugs- bzw. Überschreibungsdatums um über ein Jahr bei Immobilienkauf?

Ich und meine Freundin haben uns nach sehr langer Suche endlich in ein Haus verliebt und wollen dieses kaufen, haben auch schon ein kleines Gutachten erstellen lassen und sind den Verkäufern im allem entgegengekommen, haben sogar den Einzug auf deren Wunsch auf März 2018 hinausgeschoben. Wir wollten nächste Woche beim Notar den Kaufvertragsentwurf anfertigen lassen um uns und den Makler abzusichern. Nun habe die Verkäufer heute dem Makler mitgeteilt, dass Sie doch erst Mitte 2019 !!! ausziehen möchten um sich keine neue Wohnung für die Bauphase des neuen Hauses nehmen zu müssen. Wir haben leider nur einen Vorvertrag vom Makler, aber nichts vom Notar, fühlen uns aber trotzdem ziemlich hintergangen, zumal wir schon ein sehr gutes Finanzierungsangebot in der Tasche haben.

Drei Optionen stehen zur Auswahl: 1. Kauf abbrechen und der Makler sendet den anderen Interessenten das Angebot mit dem späten Kauf (Verkäufer trägt die bis dahin angefallenen Kosten) (möchten wir aber nicht!) 2. Verkauf und Übergabe Mitte 2019 (Nachteil: Wahrscheinlich höherer Zinssatz bis dahin und Bereitstellungszinsen für den jetzigen Vertrag liegen bei ca. 500€/Monat) 3. Verkauf wie Anfangs geplant im März 2018 und Übergabe Mitte 2019, in der Zeit wird das Haus an den Verkäufer vermietet (Evt. Nachteil: Da ein KFW 124 Eigenheimzulage Kredit mit im Spiel ist dürften wir eigentlich nicht vermieten)

Vielleicht hatte ja schon einmal jemand eine ähnliche Situation, uns ist von allen drei Übeln das Dritte am liebsten, allerdings müsste die Miete in der Zeit auch wirklich ALLE Kosten decken. Wenn das Objekt nicht so beliebt wäre, müssten wir eigentlich auch vom Kaufpreis herunter gehen!

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Auflassungsvormerkung nach Festsetzung der Zwangsversteigerung

Hallo zusammen,

wir sind daran interessiert eine Wohnung in einer Zwangsversteigerung zu ersteigern. Die Wohnung hat einen Verkehrswert von 120TSD , Termin zur Zwangsversteigerung ist Ende Sept.

Wir waren Ende Juli beim Amtsgericht und hatten Einblick in das Verkehrswertgutachten, inklusive in die Auszüge aus dem Grundbuch. In der Abt II war hier auf 3. Rang die Zwangsversteigerung eingetragen (Eintrag bereits im März), auf dem 4. Rang eine Auflassungsvormerkung, die Mitte Juli, also ein paar Tage bevor wir Einblick in die Akte nahmen, eingetragen wurden. In der Abteilung III war neben der Grundschuld der Noch-Eigentümer bereits eine Grundschuld von 137TSD des Begünstigten aus der Auflassungsvormerkung eingetragen (an 2. Stelle, nach der Grundschuld des Noch-Eigentümer, ebenfalls datierend von Mitte Juli).

Ich habe daraufhin bei dem zuständigen Beamten nachgefragt, ob die Wohnung nun verkauft sei, oder es doch zur Zwangsversteigerung kommt, dies konnte er mir allerdings nicht beantworten. Er sagte, wir sollen die Woche vor dem Zwangsversteigerungstermin (25.09.) nachschauen, ob die Zwangsversteigerung noch im Internet sei. Bisher ist das Objekt auch weiterhin als Zwangsversteigerung gelistet.

Da wir Laien sind, würden wir gerne Eure Meinung dazu hören.

Wie ist hier die Rechtslage? In welchem Fall kommt es zur Zwangsversteigerung, in welchem Fall kommt es nicht dazu?

Falls es zur Zwangsversteigerung kommt, was passiert mit der Auflassungsvormerkung in Abtl. II und den Grundschulden aus Abtl III?

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe!

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Notarkosten beim Immobilienkauf kommt da noch eine größere Rechnung?

Hallo meine Frau und ich haben eine Immobilie erworben, Kaufvertrag ist unterschrieben, Grundschuld ist eingetragen. Wir haben mit notarkosten von 5500 Euro (2%) kalkuliert. Der Vertrag hat 1800 Gs 750 gekostet. Das ist weniger als die Hälfte der von uns kalkulierten Kosten. Kommt da noch ne größere Rechnung vom Notar?

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Wir kaufen ein Haus - Grundbuchbelastung?

Im Kaufvertrag steht:

Grundbuchelastungen/Baulastenverzeichnis:

Der Grundbesitz ist ausweislich eines im elektronischen Abrufverfahren beim

Grundbuchamt Bremen eingeholten Grundbuchauszuges vom 05.07.2018 in

Abteilung II und III wie folgt belastet:

Abteilung II:

Nr. 1: öffentliche Grundlast:

Rechte diverser Eigentümer den Vorhof des Grundstücks zu

überwegen und mit Kraftfahrzeugen zu befahren

Nr. 2: gelöscht.

Ab tei lung III:

Nr. 1 bis 6: gelöscht.

Nr. 7: € 141.000,00 brieflose Grundschuld mit 15% Zinsen, jährlich

für die Kreissparkasse

Kann mir jemand Nr. 1 erklären ?

Und was ist mit der Nr. 7 ?

Vielen Dank im Voraus.

MfG C. Mayer

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Grundschuldlöschung bei Teilungsversteigerung

Hallo,

Im Rahmen einer Teilungsversteigerung wollen meine Freundin und ich eine Immobilie erstehen.

Problem: In Abt. III ist noch eine Grundschuld eingetragen. Diese valutiert nach Angaben des "netten" Erben nicht mehr. Die Erbengemeinschaft ist natürlich zerstritten und der "böse" Erbe hat die Löschungsunterlagen (Briefgrundschuld natürlich) mitgehen lassen und rückt diese nicht mehr raus.

Frage: In der ZV müssen wir die Nominalbeträge der Grundschulden ja (gedanklich) zu unserem Gebot addieren.

  1. Angenommen wir bekommen den Zuschlag - Das Geld fließt - Die Grundschuld steht dennoch weiterhin im Grundbuch - Wie können wir denn dann löschen lassen? Wir gehen nicht davon aus, dass der "böse" die Löschungsbewilligungen rausrückt. Müssen wir uns dann immernoch mit dem "bösen" Erben rumschlagen, oder können wir ggfls. über die Bank eine neue Bewilligung bekommen (Aufgebotsverfahren und die Kosten dafür lassen wir mal außen vor gerade).

  2. Was ist mit den eingetragen Grundschuldzinsen (ggfls. Nebenleistungen). Müssen wir die dennoch im Gebot berücksichtigen bzw. stehen diese den Erben zu (Bank ist ja nicht mehr im Spiel).

Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe Saskia und Marc

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