Frage zu Apostroph

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2 Antworten

Leider wurde in der Rechtschreibreform der Grundsatz aufgeweicht, dass ein Apostroph im Deutschen immer ein Auslassungszeichen ist. Bei Eigennamen ist man der gewaltigen Falschschreiber-Menge nämlich nun entgegengekommen: Visconti's Film, Goethe's Werke, Carlo's Würstchenbude ist nun nicht mehr falsch, und das Ohm'sche Gesetz und die Einstein'sche Relativitätstheorie müssen nun entweder groß und MIT Apostroph oder klein und ohne als ohmsches Gesetz und einsteinsche Relativitätstheorie geschrieben werden.

Der amtliche Regel-Wortlaut (§ 97 E):
Von dem Apostroph als Auslassungszeichen zu unterscheiden ist der gelegentliche Gebrauch dieses Zeichens zur Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens vor der Genitivendung -s oder vor dem Adjektivsuffix -sch

http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/regeln2006.pdf S. 99

Du dürftest den Apostroph zur Verdeutlichung des Echo-Namens also setzen - ob das jeder weiß, der's sieht, ist allerdings eine andere Sache.

Übrigens ist's DER Apostroph, du könntest also einen setzen!

In diesen Satz gehört kein Apostroph. Es ist ein Genitiv, der im Deutschen - im Gegensatz zum Englischen - ohne Apostroph, sondern hier einfach durch Hinzufügen des s an das jeweilige Wort gebildet wird. Dein Satz lautet also "Der Kurzfilm wird aus der Egoperspektive Echos gefilmt." oder eben auch "Der Kurzfilm wird aus Echos Perspektive gefilmt/erzählt ..." (Das Wort "Egoperspektive" habe ich persönlich noch nie gehört.)

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