Frage zu ALG II und Bedarfsgemeinschaft

4 Antworten

Wieviel du bekommst, hängt von seinem Einkommen ab. Verdienen darf er so viel er will, doch je mehr es wird.umso weniger steht dir zu. Wieviel genau kann die das zuständige Arbeitsamt mitteilen, also dort ruhig mal einen Termin machen und ausrechnen lassen, was euch im Fall der Fälle zustehen würde

Es wird erstmal geprüft wie viel ER verdient. Teilzeit+Selbstständgkeit. Wenn das " genug " sein sollte kann es sein das Du gar nix bekommst.

ALG II heißt ja auch Bedarfsgemeinschaft. Mein Freund ...

Grundsätzlichen Anspruch auf ALG2 hat eine Person, wenn sie hilfebedürftig ist , weil sie ihren Bedarf (= ihren Regelsatz +örtlich angemessene Unterkunftskosten + eventuelle Mehrbedarfe) nicht mit ihrem eigenen anrechenbaren Einkommen plus ALG2-vorrangigen Ansprüchen (wie z.B. Wohngeld) decken kann. Der § 7 SGB II gibt vor, wer (z.B. aufgrund der Familienkonstellation/ Verwandtschaft) als mit dem Hilfebedürftigen zusammenlebende Person zu seiner "Bedarfsgemeinschaft" gehört .

Wenn Ihr unverheiratet ohne gemeinsames Kind zusammenlebt, bildet Ihr nur dann eine Bedarfsgemeinschaft, wenn Ihr im Alltag auch gemeinsam wirtschaftet und finanziell füreinander einsteht und sorgt - weil Ihr das tun wollt (-> § 7 Abs. 3 Nr. 3c SGB II) . Das ist Eure freiwillige Entscheidung. Ohne gemeinsames Kind besteht keine Unterhaltspflicht füreinander... man muss nicht füreinander sorgen. Tut Ihr es freiwillig, seid Ihr eine Bedarfsgemeinschaft und werdet gemeinsam "berechnet". Wirtschaftet Ihr getrennt, seid Ihr keine 2-Personen-BG; in dem Fall habt Ihr mit dem Bedarf und dem evtl. Hilfeanspruch des Anderen nichts zu tun. http://www.gutefrage.net/frage/wohngeld-beste-konstellation-wohngemeinschaft-oder-lebensgemeinschaft#answer58095198

Wenn ich ALG II beantragen muss, heißt das dann für ihn, dass er nur die 120 € + 10% (?) dazu verdienen darf oder gilt das nur für mich?

Ob mit oder ohne ALG2-Bezug: Man "darf" soviel verdienen, wie man möchte und wie der Arbeitsmarkt hergibt ;) Als ALG2-Bezieher ist man verpflichtet, alles Zumutbare zu tun, um seine Hilfebedürftigkeit so weit wie möglich zu verringern oder zu beenden... möglichst dadurch, dass man soviel Einkommen wie möglich reinbringt.

Lebt Ihr als Bedarfsgemeinschaft/ BG zusammen, wird Euer Bedarf jeweils einzeln berechnet, aber das Einkommen von beiden wird für beide Bedarfe berücksichtigt. Wenn dein Freund zu deiner BG gehört und Erwerbseinkommen erzielt, sind dabei für ihn die entsprechenden Frei-und Absetzbeträge zu berücksichtigen (sein Lohn minus Absetz-/Freibeträge gleich sein anrechenbares Einkommen.) Dasselbe wird auch für dein Einkommen gemacht (dein Lohn minus deine Frei-/Absetzbeträge gleich dein anrechenbares Einkommen. ) Als Bedarfsgemeinschaft müsst Ihr beide aber Euer anrechenbares Einkommen ggf. auch für den Lebens-und Wohnbedarf des Anderen einsetzen, sprich den Partner "mitversorgen".

Wirtschaftet Ihr getrennt und lebt deshalb nicht als Bedarfsgemeinschaft zusammen, dann teilt Ihr Euch nur die Wohnkosten und Grundlebensmittel wie jede normale WG, ansonsten sorgt jeder für sich selbst und hat mit den Bedarfen des Anderen nichts zu tun. Freunds Einkommen geht das Jobcenter für deinen ALG2-Antrag nichts an, da er nicht zu deiner BG gehört. Wäre er selber hilfebedürftig, müsste er einen eigenen ALG2-Antrag für sich stellen (und dabei ginge das Jobcenter dein Einkommen nichts an, da Ihr ja getrennt wirtschaftet, finanziell nicht füreinander sorgt und du nicht zu seiner BG gehörst.) -

Zu Frei-und Absetzbeträgen: http://hartz.info/index.php?topic=17.0

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