Frage: Studium Physik/Astronomie

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6 Antworten

Hallo giovanna099,

erstmal möchte ich anmerken das du deinem Nicknamen zufolge weiblich ist. Es ist sehr lobenswert finde ich, wenn eine Frau sich für die Physik interessiert, da in diesem Studienfach Frauen selbst jetzt noch stark unterrepräsentiert sind. Es verlangt sicher Mut als Frau diesen Weg einzuschlagen, dafür schonmal mein Respekt. Es gibt schliesslich keinen Grund, weswegen Frauen schlechtere Naturwissenschaftler als Männer sein sollen. Soviel nur vorneweg ;)

Ich habe noch nie von Zulassungsbeschränkungen zu Physik oder Astronomie gehört. Als sonstige Voraussetzungen kann man sagen, das dir der studieneinstieg umso einfacher fällt, je mehr du die Schulmathematik die du gelernt hast beherrscht. Meistens wird bevor das Physikstudium anfängt von den Universitäten ein Auffrischungskurs angeboten, den du selbst dann belegen solltest wenn du glaubst in Mathematik sehr gut zu sein. Hochschulmathematik ist immer etwas völlig anderes als Schulmathematik.

Ich studiere übrigens Psychologie und gleichzeitig Physik, und aus eigener Erfahrung kann ich sagen das der Aufwand nicht so hoch ist wie andere hier einen glauben machen wollen, ich kann sogar zwei Sachen gleichzeitig studieren und habe einen geringfügigen Nebenjob - man braucht nur gutes Zeitmanagement ;) Es kommt auch immer darauf an wie schnell du mit dem Studium fertig sein willst. Gerade in der Physik bietet es sich an, sich nicht allzu sehr zu beeilen, da ein Abschluss in Mindestdauer immernoch von vielen Professoren so interpretiert wird, das man sich nur mit dem nötigsten auseinandergesetzt hat und keine wirklich tiefgehende Fachkenntnis besitzt. Gerade für die Naturwissenschaften sollte man sich einfach die Zeit nehmen, möglichst gut darin zu werden und nicht möglichst schnell fertig zu werden. Wenn man einen sehr guten Abschluss hat fragt einen ein Arbeitgeber selten, warum man drei Semester länger als der Durchschnitt gebraucht hat, vor allem wenn man in die Forschung gehen will.

Ich jedenfalls hatte in meinem Physikstudium bisher (aktuell siebtes Semester) jedenfalls noch nie den Eindruck, das mir das Studium keine Zeit für Freizeit oder Nebenjob lassen würde.

Übrigens : Es wird gerne behauptet, man bräuchte "Mathetalent" für das Studium. Was bitte ist ein echtes mathematisches Talent ? Manche tun sich leichter damit, andere schwerer, aber jeder der genug Geduld, Zeit und Interesse mitbringt kann die Hochschulmathematik begreifen. Dafür benötigt keiner besonderes Talent. Kompliziert ist alles nur solange, bis man sich lange genug damit auseinandergesetzt hat ;)

 

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

MfG

Mindgame

Die mathematischen Anforderungen im Physikstudium sind sehr hoch. Wenn Du in der Schule mit Mathe gekämpft hast und Dir das Fach schwer fiel, dann ist ein Physikstudium wahrscheinlich nicht das richtige für Dich.

Ein Studium ist im allgemeinen ein Vollzeitjob. Viele sind darauf angewiesen, ein bisschen nebenher zu arbeiten, damit die Kasse stimmt und das ist auch durchaus möglich. Gerade als Physikstudent kommt man mit ein bisschen Glück auch mal an Werkstudentenjobs in Firmen, die ganz ordentlich bezahlt werden.

Die umgekehrte Idee, dass man arbeitet und nebenher studiert ist nicht machbar, das Studium muss Priorität haben. Die einzige sinnvolle Möglichkeit hierfür ist ein Fernstudium z.B. an der Fernuni Hagen. Dann dauert es aber auch etwas länger wie im "echten" Präsenzstudium.

Viel Glück bei der Entscheidung.

Also Physik nebenberuflich zu studieren ist praktisch unmöglich. Während der Vorlesungszeit musst du schon mit 50-60h/Woche rechnen.

Es muss ja keine teuere Wohnung sein, ein Zimmer sollte reichen und dazu hast du Bafög und kannst noch ein paar Stunden die Woche arbeiten.

Für ein Physikstudium gibt es keine formelle Zulassungsbeschränkung. Das liegt einfach daran, dass in den ersten Semestern sowieso die Hälfte abspringt.

Du musst dir auch klar sein, dass während deine Freunde, die z.B. BWL oder Machinenbau studieren feiern gehen können, musst du den Stoff lernen.

nu übertreib mal nicht, auch physiker gehen mal feiern! ;)

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eine eigene wohnung hat doch fast jeder student. wirst du bafög bekommen oder von deinen eltern unterstützt werden?

ein kleiner nebenjob ist vielleicht ok (mal abends oder am wochenende). aber an sich ist ein physikstudium mehr als ein fulltime job (60h/woche keine seltenheit).

du kannst das studium natürlich auch einfach ein bisschen in die länge ziehen indem du nicht alle vorlesungen auf einmal hörst.

vorraussetzung ist interesse an mathe und physik. ein bisschen mathetalent wär auch sehr hilfreich. einen NC gibts dafür in bonn glaub ich nicht.

Selbststudium ( Meyers Handbuch über das Weltall, Klambt- Druck, Speyer ) .l

Ich rate dir, sprich die Studienfachberatung an. Denn nur diese kann dir solche genauen Informationen liefern.

Studienfachberater ist Priv. Doz. Dr. B. Metsch.

Erreichbar unter:

Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik

Nussallee 14-16

3.Stock rechts, Zimmer 310

E-Mail: metsch(at)itkp.uni-bonn.de

Tel.: 732378 oder 732366 (Frau Mosblech)

Sprechstunde: Di 14 - 16 und nach Vereinbarung

http://www.physik-astro.uni-bonn.de/index.php?id=126

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