Frage bzgl. HiFi etwas präzsiert:

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4 Antworten

Natürlich ist ein Raum mit 40 m² und kaum Dämpfung akustisch ein Gräuel. Die Styropor-Decke ist schon mal ein Anfang. Aber es mussen größere Seitenwände akustisch bedämpft werden, mit etwas schwereren Vorhängen, oder Korkverkleidung, der Schall muss etwas diffus gemacht werden mittels Regalen, Büchern etc. Dazu bietet sich bei glatten Böden ein dicker Teppich an. Möbel mit Stoffbezug.

Zur Technik. Es gibt ja auch noch weit teurere Lautsprecher, die für nicht-Interessierte wenig- bis gar-nicht-Hörer "im Prinzip genau so klingen" wie eine Magnat Monitor Standbox. Die Unterschiede werden immer feiner in den hohen Preisklassen, der eigene Hörsinn kommt entscheidend zum Tragen. Es gibt kaum Müll-Boxen oberhalb von 400 €/Paar. Der Rest erschließt sich einem individuell oder eben nicht, auch Einbildung spielt eine große Rolle. ich kann nicht verstehen (und werde es wohl nie), wie man sich ein Paar Lautsprecher für 150.000 Euro in die Bude wuchten kann.

Auch eine B&W 802 Diamond klang für mich im Vorführraum nicht so viel anders als eine Nubert nuLine 284, die ich für mich sogar besser fand, die kostet aber grad 1/7 der 802. Auch die innere Qualität ist bei Nubert wie bei B&W gleichwertig tadellos, der Aufwand ist bei der rundlichen 802 natürlich um einiges höher.

Ob Klipsch oder Heco, man muss sie wirklich (leider, leider, leider) zu Hause vergleichen können. Denn die Raumakustik spielt eine erheblich größere Rolle als meist angenommen. Nubert sind (bei dir die nuLine 284 möglich) extrem linear, sehr pegelfest, sehr tiefreichend (kann mit dem Zusatzmodul ATM-284 auf abartig erweitert werden), oft aber auch als zu ehrlich empfunden, weil sie über keinerlei Schönfärberei verfügen.

Dein alter Onkyo mit 2x115 W könnte heute evtl. dahingehend Probleme bekommen, da heute viele LS auf 4 Ohm abgestellt sind, früher begann für Verstärker alle Welt erst bei 8 Ohm. Könnte möglicherweise warm werden.

Je nach Wirkungsgrad reichen wenige Watt für gehobene Zimmerlautstärke, man kann sich also nicht mehr normal unterhalten. Trotzdem sollte ein Verstärker um die 100 W besitzen und 4 Ohm bedienen können, das reicht für ausreichend Kontrolle und Reserven, man bewegt sich meist weit weg vom Limit. Um so größer oder mehr allerdings die Basschassis werden, um so mehr muss man dann auch souverän Leistung dafür haben.

Genau das meine ich, so wird es gemacht. Sich selbst gefragt, wie kompetent ist der Fragestellende (knapp gefährliches Halbwissen), Hintergründe erfassen (Onkyo 115W., damals nicht billig, heute nicht am Markt), überlegen ob die Mühe einer ordentlichen Antowrt lohnt (Fragesteller fragt mehrfach und den bisherigen Fragen angepasst) und dann etwas ausgeholt. Alles gepaart mit eigenen Erfahrungen und Überblick.

DANKE! DANKE!! DANKE!!! Das war mal eine Antwort, wie ich sie brauchte.

Ich danke auch allen anderen Antwortern, jede Antwort war hier hilfreich.

ahoi

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@jenshiller

Danke für die Blumen, jedoch bietet Onkyo auch heute vergleichsweise sehr kräftige Verstärker und Receiver an. Im Gegensatz zu Sony, die fast verschwunden sind. Oder Grundig (Fine Arts), oder Philips (9000er Serie) - alles Kult der 90er. Aber ein Onkyo TX-8030 ist heute jeden Cent wert.

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Un nun sind wir am Knackpunkt, ist eine RF7 mehrmals so viel wert wie eine HECO, die sicher auch nicht schlecht ist?

Ein LS ist immer so viel wert wie du ihn wertschätzt, es muss dir gefallen. Das beste P/L hat man im Bereich um die 5-6000€ das Paar, danach wird das P/L immer schlechter.

Zu deinem Raum: Wenn du bei gefliestem Boden bleiben willst MUSST du dir ein Raumkorrekturgerät kaufen, wenn du deinen Amp in Pre- und Poweramp aufteilen kannst nimm den DSPeaker Antimode 2.0 für um die 900€.

Wenn nicht wäre ein neues Gerät wie der Lyngdorf TDAI 2170 zu bevorzugen.

Denn der Fliesenboden macht dir die komplette Raumakkustik zunichte, die Wände musst du auch großflächig abkleben mit absorbern und Diffusoren.

Schau doch mal bei Firma nubert rein. Besitze seit knapp 2 Jahren ein Pärchen Kompaktboxen (nuBox 381) aus deren Schmiede und bin nach wie vor begeistert. Tolle Allround-Lautsprecher, die für ihr Gehäusevolumen wirklich ordentlich Dampf unter der Haube haben. Betrieben werden sie bei mir an meinem heißgeliebten überholten Pioneer-Oldtimer (SX727) mit 70 Watt Leistung pro Kanal, sie kommen lt. Hersteller aber mit bis zu 200 Watt pro Kanal klar.

Auch die größeren bzw. wertigeren Modelle aus der nuVero-Serie durfte ich mal hören und die klangen (in meinen Gehörgängen) noch kraftvoller.

Aber wie gesagt, in meinen Gehörgängen ;) Daher: Testhören, testhören, testhören! HiFi ist trotz aller Messungen und Diagramme ein sehr, sehr subjektives, individuelles Hobby. Bei nubert kann man die Lautsprecher sehr bequem testen und bei Nichtgefallen einfach wieder zurückschicken. Das hatte ich damals mit den größeren 481ern gemacht, da mir die 381er besser gefielen.

Viel Glück!

Nubert ist sicher immer ein Name, auf den man stößt, wenn man sich in dieser Sache beliest. Meine Sorge bei Nubert ist jedoch, dass sie zu "fade" klingen.....dennoch, man landet immer wieder bei denen. Werde mich da mal intensiver belesen, danke dir für die Anregung.

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@jenshiller

Genau die Befürchtung hatte ich vor dem Kauf auch, gerade weil man immer liest, dass die Firma auf unverfälschte lineare Wiedergabe aus ist. Kann ich aber nicht bestätigen. Andererseits sagen viele den alten Pioneer-Receivern ein "warmes" Klangbild nach, daher halte ich mich da mal dezent zurück ;)

Wie gesagt: Ausprobieren ;)

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Du kannst noch tausend Fragen dieser Art stellen, dadurch wirst du nicht schlauer. Erzählen / empfehlen können wir dir hier viel, aber das hilft dir eben nicht sonderlich.

Dir sollen die Lautsprecher gefallen! Also fahr du los und höre dir Lautsprecher an, anstatt hier dauernd Fragen nach deinem Lautsprecher zu stellen. Das musst du selbst rausfinden, das können wir nicht.

Also, Probe hören im Hifigeschäft!

lach Ja, ich war schon hören, so ist es nicht. Hier ging es mehr darum, die Fragen anderer "Beantworter" zu beantworten und die Frage nochmals komplett zusammen zu fassen. Je mehr man liest, desto mehr BEreiche tun sich auf und von daher.....ist und bleibt es ein spannendes Thema.

Danke dir für die immer feinen Antworten.

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@jenshiller

Deshalb gibt es so viele unterschiedliche Meinungen und Auffassungen, unzählige Hersteller inkl. unzähliger Kleinmanufakturen und unzähliger Selbstbauer. Spannend und vor allem individuell.

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