Frage bezüglich Mieterhöhung und damit zusammenhängenden geforderten Anwaltskosten ohne zuvor eine Mahnung erhalten zu haben - ist das zulässig?

7 Antworten

Der Vermieter muss nicht zwingend einen Anwalt beauftragen um seinen Mietern ein Mieterhöhungsverlangen darzustellen. Daher ist einer solchen Kostenforderung des beauftragten Anwaltes nicht statt zu geben. Die Rechnung wäre also mit Widerspruch zurück an den Absende zu schicken.

Der Vermieter wird nun vermutlich Klage auf Zustimmung zur Mieterhöhung über seinen Anwalt am Amtsgericht erheben. Für diesen Fall solltest du dich wappnen und ebenfalls einen Anwalt engagieren.

Du musst auf ein Mieterhöhungsverlangen gar nicht reagieren, wenn du meinst, dass deine Miete zu Unrecht erhöht werden soll. Alle Schreiberei deinerseits ist also unnütz. Wenn der Vermiete klagt, dann musst du wirklich handeln. Termine, die hier im Gespräch sind, solltest du nicht beachten. 

Keine Zustimmung deinerseits - Keine erhöhte Mietzahlung. Die anwaltliche Forderung nach Nachzahlung ist lediglich Säbelrasseln. 

Eine korrekte und kluge Antwort! DH!

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Vielen Dank für Deine Antwort, die auch meinem Gefühl entspricht. Jedoch habe ich dann gegoogelt, als ich das Schreiben vom Anwalt erhielt, und fand diesen Link http://www.lichtenberg-rechtsanwalt.de/Urteile/Legenden/MahnungII.html

Viele liebe Grüsse

Lia

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@FragendeSuche

Der Link ist in diesem Fall nicht zutreffend. Es besteht kein Verzug. Der Vermieter will nur mit Anwaltshilfe Druck aufbauen um dich zur Zustimmung zu bewegen. Die Nachzahlungsforderung nebst Anwaltskosten sind komplett juristischer Nonsens. Das kannst du wörtlich dem Anwalt mailen.

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@Gerhart

Ganz kompletter Nonsens ist die Nachforderung nicht. Wird der Mieter verurteilt, die Erhöhung zu akzeptieren, gilt die erhöhte Miete am dem Zeitpunkt, der der Vermieter ursprünglich wollte, sofern das Mieterhöhungsverlangen korrekt gestellt war.

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@bwhoch2

Auf der Suche nach der Ursprünglichkeit der Aufforderung einem MEV zuzustimmen stößt man nun auf 2 Aufforderungen. Im Falle der Gerichtsentscheidung bliebe es abzuwarten, welches Datum der Mieterhöhung  zutrifft. Schon deshalb sind die Nachforderungen fragwürdig.

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  1. Ich gehe davoin aus, das das Erhöhungsverlagen formal wie inhaltlich korrekt gestellt wurde. Also der VM oder ausdrücklich bevollmächtigte HV alle mietvertraglich genannten Mietern deiner Wohnung angeschrieben und begründet dargelegt hatte, warum er im drei Monaten mehr Miete will.
  2. Und es sich um keine Modernisierungserhöhung handelt.
  3. In Berlin gilt ein qualifizierter Mietpreisspiegel. Das schliesst nicht aus, dass er drei vermietete Vergleichswohnungen heranzieht. Wie genau ist sie denn nun begründet?
  4. Leider schweigst du dich über die Gründe aus, warum ausgerechnet bei dir keine Mieterhöhung zulässig sein soll. "Die am schlechtesten ausgestattete Wohnung"  berechtigt dich grds. nicht, dem Erhöhungsverlangen nicht zuzustimmen, nur weil du dich in der Spannbereite des geltenden Mietspreisspiegels woanders siehst: Fliesen aus den Achtzigern oder Kassettenholztüren sind kein Ausstattungsmerkmal i. S. d. G., Zentraheizung, Doppel- oder Wärmeschutzverglasung usw. schon :-)
  5. Der VM müsste nun Klage auf Zustimmung erheben, liesse er sich anwaltlich vertreten, kostenvorschüssig.
  6. Die erhöhte Miete wäre erst nach Rechtskraft eines Beschlusses fällig. Bis dahin geschieht nichts.

G imager761

Wie ich bereits erklärt habe, richte ich mich nach dem Mietspiegel.

Im Mietspiegel auf der in meinem Text angegeben Seite werden natürlich all die Punkte berücksichtigt, die Du hier anfragst.

Ich habe weder ein gefliestes Bad, noch eine gelieste Küche. Der Boden ist so kapputt, dass ich Auslegware darüber legen musste. Die spärliche Spüle in der Küche wurde auf eigene Kosten von meiner Vormieterin eingebaut. Ich habe keine wärmedämmenden Fenster. ich habe keine Schallisulierung, obwohl ich im Hotspot von Berlin mitten an einer der meistebefahrendsten Kreuzungen lebe. Ich habe keinen Balkon. Das Haus ist nicht abschliessbar und von daher wird von dem ganzen Ballermann Volk hier oft ins Haus gepi**t. Dazu kommt, dass der Hauswart nur noch ab und zu sauber macht - wenn er gerade mal Lust hat und der Hausflur verdreckt ist.Ich habe die meistbefahrendste U-Bahn-Station direkt vor meiner Haustür/Fenster.

Nur weil ich mitten in der Partyszene im Herzen von Berlin lebe und andere mittlerweile ein Vermögen hinblättern, nur um auf meiner Ecke zu leben, bedeutet das nicht, dass man uns hier mit unmöglichen Bedingungen abspeisen kann. Diese ganzen Partyleute zahlen alle ohne nachzudenken, nur um hier im Kiez zu wohnen. Aber rein sachlich betrachtet, ist es eine verkommene Gegend und ein runtergekommenes Haus, was mir auch durch etwaige Handwerker immer wieder bestätigt wird,

Trotzdem wohne ich auch gerne hier...*)!

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@FragendeSuche

Irgendwie scheinst du nicht verstehen zu wollen, dass sämtliche behebbaren Misstände keine Verweigerung eines Mieterhöhungsverlangens hergeben :-O

Und was dich 2012 noch obsiegen liess, kann 2016 zu einem Proesskostendesaster führen: Die Mietpreisbildung im Kiez wird nämlich vorrangig durch Vergleichsmieten bestimmt, die umso höher ausfallen, je mehr Alteingessene die Partymeile meiden und ausziehen und in deren Wohnungen Yuppies einziehen, die mit Neuvertrag nahezu jede Miete zu zahlen bereit sind. Auf deinen offenbar unveränderten  Auststattungswert kommt erst also nur zweitrangig an.

Wenn man sich da über das Mietpreisgefüge seiner Straße aktualisiert hat (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/de/downloads.shtml) - Berlin ist da vorbildlich aufgestellt und hat das "Straßenverzeichnis zum Mietspiegel 2015" erst am 29.05.2015 aktualisiert - kann man es auf eine erneuete Zustimmungsklage zur ME durchaus ankommen lassen.

Viel Erfolg :-)

G imager 761

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Wenn du der Mieterhöhung nicht zustimmst, bleibt der anderen Seite ja gar nichts anderes übrig, als einen Anwalt einzuschalten. Ob diese Kosten dann gerechtfertigt sind, kann dann wiederum nur das Gericht entscheiden.

Da eine HV MIT den Mietern zusammen arbeiten sollte und nicht GEGEN sie, bzw. auch als Vermittler zwischen dem Hausbesitzer und dem Mieter fungieren sollte, finde ich durchaus, dass sie mit mir kommunizieren sollten und meine Wohnung besichtigen sollten, wie ich es angeboten hatte und mir zumindest erst mal eine Mahnung schicken sollten, bzw auch antworten sollten, warum der offizielle Mietspiegel auf Berlin.de etwas anderes besagt, als der Mietspiegel, den sie ansprechen in ihrem Schreiben.

Die HV ist enorm unseriös. Im Frühjahr 2005 hatte eine Angestellter der HV sogar einen Hausfriedensbruch bei mir begangen. Eine neue Angestellte - die sich sogar noch im Probehalbjahr befand - ist mit einem Zweitschlüssel bei mir eingedrungen, obwohl mir zuvor versichert wurde, dass keine weiteren Schlüssel existieren und ist dann sogar noch geflohen, als ich sie verfolgte, denn ich dachte natürlich sie sei eine Einbrecherin. Diese Frau wurde sogar nach dem kriminellen Vorfall von der HV übernommen, deren Identität dann erst mit Hilfe von meiner 'Detektiv - Arbeit' aufgeklärt werden konnte und mir persönlich als meine Ansprechpartnerin zugeteilt.

Es kam zu vielen anderen nebulösen Vorfällen im Laufe der Jahre, wie zb dass ich zwei mal versehentlich doppelte Miete gezahlt hatte, weil mein Vater damals - ohne mein Wissen - Miete für mich überwiesen hatte und ich aber gleichzeitig auch. Nur durch einen Zufall hatte ich das dann wesentlich später festgestellt, und die doppelten Mieten zurückgefordert. Die HV hätte mich längst informieren können, dass doppelte Mieten eingegangen sind.

Des Weiteren antworten sie mir wie sie gerade Lust haben, aber verlangen von mir im Gegenzug immer sofort Mahngebühren, wenn ich auch nur einen Tag später antworte.

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@FragendeSuche

Sie tun es eben einfach. Ob das gerechtfertigt ist, kann nur ein Gericht klären.

Ein Rechtsanwalt schreibt genau das, wofür sein Mandant ihn bezahlt. Das heißt noch lange nicht, dass das rechtlich einwandfrei ist.

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