Frage bezügl. Ausschlussgründe Blutspende

4 Antworten

Oft wird vor einer Endoskopie ein Beruhigungsmittel verabreicht, meist ein Benzodiazepin. Diese Medikamente haben manchmal eine sehr lange Halbwertszeit und bauen sich über Wochen hinweg ab. Vermutlich ist dieser Zeitraum eine Vorsichtsmaßnahme, um sicherzustellen, dass von solchen Medis nicht einmal mehr Spuren im Blut enthalten sein können.

Also die Medikamente sind nicht die Ursache, definitiv nicht, nicht 4 Monate lang.

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Bei der Blutspende gibt es zwei Möglichkeiten, die zu einem Ausschluss führen.

  1. Du könntest es nicht vertragen zu spenden.
  2. Dein Blut könnte irgendwie mit Viren oder dergleichen verseucht sein.

Beim Blutspenden achten sie sehr darauf, dass man nur Blut spendet, welches man auch wirklich verwenden kann und gehen daher lieber auf Nummer sicher als jemanden zuzulassen, der vielleicht noch einen Virus in sich hat.

Vor allem der geschwächte Körper von jemanden, der diese Spende bitter benötigt könnte "heftig" auf einen Virus reagieren.

Bei jedem Eingriff, allen Operationell, Endoskopien, auch Piercings und Tattoos besteht ein geringes Risiko der Übertragung einer Infektion über die Instrumente. Auch wenn es wirklich gering ist, will man dieses Restrisiko nicht noch auf die Empfänger des Blutes übertragen. Deshalb die Rückstellung von der Spende für 4 Monate, einfach zur erhöhten Sicherheit. Mit den Narkosemitteln hat das gar nichts zu tun.

Das Problem ist nur: anderweitig hätte ich dieses Jahr schon die fünfzigste Blutspende geleistet, aber das wird nun nichts mehr. Schon ärgerlich, findet ihr nicht?

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@Sancho98

Ärgerlich für Dich vielleicht, und ärgerlich für den Blutspendedienst, der eine Blutkonserve weniger hat, nur weil Du eine Endoskopie hast machen lassen. Hat aber sicher auch einen Grund gehabt, Du hast an Deine Gesundheit gedacht. Nun denk auch an die des Empfängers. Spendest Du für Dich, für Dein persönliches "Blutspendezählkonto" oder für einen Menschen, der das Blut bekommen soll? Der Empfänger muss geschützt werden und deshalb sind die Auswahlkritierien aus Sicht des Spenders oft zu streng. Nur Du selbst könntest auch der Empfänger sein und dann wäre ärgerlich, wenn der Blutspendedienst nachlässig und der Blutspender unehrlich wären und somit Dein Leben riskieren. Das ist eben so und man muss es akzeptieren.

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@Vampirfrau

@ Vampirfrau:

Wie dein Name sagt, scheinst du ja "vom Fach" zu sein. Daher würde mich folgendes mal intereessieren: könnte es sein, dass ein grossteil der Blutspender nur deshalb spendet, um sein eigenes Ego zu befriedigen? Wenn ich mich in meinem Umfeld so umschaue, habe ich so den Eindruck.

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@Vampirfrau

Ja, vermutlich ist neben Geld die Befriedigung des Egos die größte Motivation zur Spende. Für Beides sind Spender bereit die Unwahrheit zu sagen, nur um sich selbst etwas Gutes zu tun. Wer aber etwas weiter denkt sollte verstehen, dass er selbst einmal Empfänger von Blut werden kann. Akzeptanz und Rücksichtnahme sind hier gute Ratgeber. Der Illusion des ehrlichen Menschen erliege ich nicht, allerdings kann ich einen Appell ans Gewissen senden.

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@Vampirfrau

Da gebe ich dir voll und ganz recht! Seit 2 oder 3 Jahren gibt es bei uns auch wieder Geld, 10 Eur. pro Spende. Ich sehe das ganze auch sehr kritisch. Und was die Sache mit dem ego angeht, so sagt der folgende Spruch m.E. alles "Der Mensch strebt nach dem Licht, nicht um besser zu sehen, sondern um darin zu glänzen." Aber egal, wünsch dir weiterhin alles gute!

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