11 Antworten

Der Gedanke ist nicht abwegig. Aber zum einen dient als Quelle für das Retortenfleisch ja doch nur wieder ein lebendes Tier, weshalb es genau genommen nicht akzeptabel für einen Veganer wäre.

Zudem verliert das Aroma von Fleisch nach einiger Zeit als Vegetarier od. Veganer völlig an Bedeutung. Die Geschmackspalette hat sich inzwischen um so viel Interessanteres erweitert.

Was mir abgeht ist Honig..  wenn Sie den mal künstlich herstellen, würd ich vielleicht mal probieren. ^^

Aber ich fände es natürlich erstrebenswert, wenn der Fleischhunger unserer Gesellschaft ausschliesslich durch Retortenwachstum gedeckt werden könnte, sofern es nicht extrem negative Folgen für die Umwelt hätte. Aber für mich wärs tabu.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wäre interessant für mich, wenn man irgendwann zu vernünftigen Preisen ausgewählte künstliche Fleischsorten kaufen könnte. Ich esse z. B. leidenschaftlich gern die kross gebratene Haut von Brathähnchen, aber wenn ich an so einen glücklichen lebendigen Vogel denke, der auf der Wiese scharrt, dann tun mir die Viecher leid. Weshalb ich mir diesen Genuß meistens verkneife. Adäquate Ersatzstoffe, die wirklich genauso schmecken mit diesem halb krossen, halb schleimigen Gefühl im Mund gibt es bis heute nicht. Also, wenn mal jemand original Hähnchen-Haut für den Backofen ohne lebendiges Hähnchen drin züchten könnte, zu bezahlbaren Preisen... wäre ich sofort dafür. Und Sch... auf Chemie, an irgendwas muß man ja mal sterben. :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde es aus Neugier probieren. Aber ich finde dieses Unterfangen sehr fragwürdig.

Bin zwar kein Vegetarier oder Veganer (mehr), aber ich achte sehr darauf, was ich zu mir nehme.

Dieser Artikel über das "Laborfleisch" klingt nicht gerade sehr appetitlich für mich. Worte wie "Nährlösung" oder die Beschreibung, dass man billige Chemikalien bräuchte, um die Bildung von Muskelgewebe aus Stammzellen anzuregen, stoßen mich schon sehr ab. Dann der Hit zum Schluss: das "Fleisch" müsste durch Stromschläge trainiert werden, um eine günstige Festigkeit zu erreichen.

Wieso nur machen Menschen alles immer komplizierter? Ich bezweifle stark, dass die Produktion von Laborfleisch "umweltfreundlich" geht. Sind bei den Berechnungen schon der Strom, das Öl, der Materialverschleiß, die Herstellung der notwendigen Technik usw. enthalten? Sind dabei die verdeckten Kosten für importierte Materialien und die dafür zerstörte Natur einberechnet? Unfaire Löhne? Kinderarbeit? Ist die Methode krisensicher? Ist sie enkeltauglich? Aus meiner Sicht wieder eine "Lösung", die keine ist, sondern nur dem eigentlichen Problem ausweicht, und dadurch eher neue Probleme schafft. Das erinnert mich an die Debatte über die regenerativen Energien. Der Effizienzwahn bringt uns nicht weiter. Die Lösung lautet daher für mich vor allem:

Weniger verbrauchen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich persönlich würde es wohl nicht essen, was wohl daher kommt, dass ich den typischen Fleischgeschmack bzw. die Konsistenz einfach nicht mag... 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jeder Vegatarier/Veganer hat andere Motive für seine Ernährungsweise. Manchen geht es um den Umgang mit den Tieren, andere ekeln sich einfach bei dem Gedanken ein anderes Lebewesen zu essen. Wieder anderen gefällt der Geschmack nicht.

Theoretisch würden Vegetarier/Veganer dieses Falschfleisch essen. Die Mehrheit, glaube ich aber nicht. Das liegt daran, dass hinter diesen Ernährungsweisen auch oftmals der Wunsch steht, sich gesünder zu ernähren. Fleisch aus der Chemiefabrik gehört eindeutig nicht zu einer natürlichen, ausgewogenen Ernährung.

Außerdem verletzt das Essen von Falschfleisch auch irgendwie das Prinzip: Wenn man sich entscheidet kein Fleisch zu essen, dann soll man das auch durchziehen und nicht auf Varianten, die ähnlich schmecken zurückgreifen. Dieses Verhalten deutet nur darauf hin, dass sich der Körper nach Fleisch sehnt und dieses auch braucht.

 Ich persönlich würde dieses "Fleisch" nicht essen. Aus beiden oben genannten Gründen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von AnonYmus19941
03.05.2016, 17:32

Das liegt daran, dass hinter diesen Ernährungsweisen auch oftmals der Wunsch steht, sich gesünder zu ernähren.

Der komplette Verzicht auf Fleisch ist nicht unbedingt so gesund. Natürlich muss man es auch nicht übertreiben, aber am gesündesten wäre es vermutlich, etwa einmal pro Woche Fleisch zu essen. Allerdings kann man das natürlich auch anders ausgleichen...

Fleisch aus der Chemiefabrik gehört eindeutig nicht zu einer natürlichen, ausgewogenen Ernährung.

Also bitte. "Chemiefabrik"...

Alles besteht aus Chemie. Das Argument funktioniert daher nicht wirklich. Aber du meintest vermutlich "künstlich hergestellt". An dieser Stelle zitiere ich den Artikel (Ende 1. Seite):

Dennoch beschleicht viele ein Unbehagen, weil da ein Naturprodukt nun im Labor entstehen soll. Der Begriff „Frankenfleisch“ macht bereits die Runde.

Zu Unrecht, finden die Befürworter, die vor allem unter Forschern,
Tierrechtlern und Ethikern zu finden sind. „Kulturfleisch ist genauso unnatürlich wie Brot, Käse, Joghurt und Wein“, schreibt die Laborfleisch-Forschungsorganisation New Harvest auf ihrer Internetseite. „Bei allen werden natürliche Rohstoffe verarbeitet.“ Dem pflichtet der Bioethiker Iain Brassington von der University of Manchester bei: „Wer auf Essen, das aus der Beeinträchtigung von Natur herrührt, komplett verzichten will, wird wahrscheinlich ziemlichen Hunger leiden.“

Außerdem verletzt das Essen von Falschfleisch auch irgendwie das Prinzip

Inwiefern? Viele Menschen sind Vegetarier/Veganer, weil sie nicht wollen, das für ihr Essen Tiere getötet werden. Das ist hier immer noch gegeben. Wenn der Grund, aus dem man kein Fleisch ist, nicht mehr existiert, wieso sollte es dann nicht mehr machen?

2
Kommentar von Imago8
03.05.2016, 18:42

Dieses Verhalten deutet nur darauf hin, dass sich der Körper nach Fleisch sehnt und dieses auch braucht

Vielleicht sehnt sich nicht der Körper nach Fleisch, sondern die Zunge nach Fleischgeschmack?

Vielleicht sind es vielmehr die Gewürze als das Fleisch selbst?

2
Kommentar von Maisbaer78
07.05.2016, 14:03

Braucht der Körper eines Junkies Heroin? Ist es gut für Ihn? Oder Alkohol? Oder Zucker? Nikotin?

Das wovon du sprichst sind erworbene Abhängigkeiten. Man kann aus einer jeden davon ausbrechen. Gebraucht wird vom Körper hingegen nichts davon.

2

Kommt vermutlich darauf an, ob die oben genannte Gruppe generell Fleischgeschmack vermisst und wie ihre Sichtweise ist auf Labor-technisch gezüchtetes Fleisch ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Omnivore10
03.05.2016, 20:05

Würdest du Labor-Fleisch essen? Mir graust es schon bei dem Gedanken! Fleisch muss ein Gesicht gehabt haben, sonst kauf ich es nicht!

0

Die Kuh hat ihre Zellen sicherlich nicht freiwillig hergegeben. Also nein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vielleicht solltest du eine Umfrage machen...

Was micht angeht: ja, würde ich. Die Gründe wurden von dir und im Artikel schon genannt, und ich finde keine Argumente dagegen, die mich überzeugen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bin Vegetarier seit frühster Kindheit, weil ich mich bei Fleisch immer übergeben musste. Warum sollte ich dann Pseudofleisch essen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, ich würde es nicht mal probieren - warum auch ?

Retorten sind mir außerdem schon von Haus aus suspekt !

Ich bleib lieber bei Lupine, Hülsenfrüchten, Getreide, Seitan und ab und zu mal Soja...:)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von AppleTea
04.05.2016, 20:59

mmmh :) letztens lupinenburger gegessen. Sogar mein Freund war ganz glückselig! Wer braucht da Retorten?

2

Nein, würde ich nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?