Frage an gläubige Christen: Wie werden Menschen, die immer oder des Öfteren lügen von Gott bestraft?

37 Antworten

Hallo  Kitty113  

Die Neigung des Menschen zu lügen war schon in biblischen Zeiten ein Problem. Der Psalmist bspw. sagte: „Unwahrheit reden sie fortwährend
einer zum anderen; mit glatter Lippe reden sie beständig, ja mit doppeltem
Herzen.“ Hinter den Lügen dieser Personen verbarg sich Eigennutz. Sie sagten sich: „Mit unserer Zunge werden wir obsiegen. Unsere [lügnerischen] Lippen sind mit uns. Wer wird uns meistern?“  

Sie ließen unberücksichtigt, wie Gott über ihre Lügenhaftigkeit dachte: „Jehova wird alle glatten Lippen wegtilgen, die Zunge, die große Dinge redet“ (Psalm 12:2-4).

Und in der Tat, „eine falsche Zunge“ gehört zu den Dingen, die „Jehova
wirklich hasst“ (Sprüche 6:16, 17). Schließlich ist Satan, der Teufel, selbst
„der Vater der Lüge“ (Johannes 8:44). 

Bedeutsamer Weise macht die Bibel keinen Unterschied zwischen Lügen und Notlügen. Sie sagt einfach, dass „aus der Wahrheit keine Lüge stammt“ (1. Johannes 2:21). Darum heißt es: „Wer auf Abwegen geht, ist für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges, aber SEIN trauter Umgang ist mit den Rechtschaffenen“ (Sprüche 3:32). 

Jehova wird zu jemandem, der unehrlich ist, kein enges Verhältnis haben.

Ein gottesfürchtiger Mensch  kann daher keinerlei Lüge als annehmbar
betrachten  -  und insofern ist Deine Sorge berechtigt.

Wenn du versucht bist zu lügen, dann denke an die Maßstäbe, die Jehova Gott bei der Auswahl seiner Freunde anlegt. „O Jehova, wer wird Gast
sein in deinem Zelt?“ fragte der Psalmist. „Wer . . . die Wahrheit redet in
seinem Herzen“ (Psalm 15:1, 2). Darüber nachzudenken, welch ein Vorrecht
es ist, ein gutes Verhältnis zu seinem Schöpfer zu haben, hilft sehr dabei,
immer ehrlich zu sein.

Bevor jedoch unser Schöpfer einen Menschen bestraft, ermuntert er ihn zur Umkehr und Reue.

Wie sehr sein Vater darum bemüht ist, uns Menschen zu einem konsequenten Umdenken, zur Umkehr und Reue zu bewegen, macht Jesus in einem Gleichnis deutlich:  

„Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat, wird nicht, wenn er eines von ihnen verliert [weil es das Lügen nicht lassen kann], die neunundneunzig in der Wildnis hinter sich lassen und dem einen verlorenen
nachgehen, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, legt er es auf seine Schultern und freut sich. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und seine Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ‚Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.‘ “

Jesus erklärt auch gleich die Bedeutung seiner Geschichte:
„Ich sage euch, dass so im Himmel mehr Freude über einen einzigen Sünder sein wird, der bereut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Reue nicht bedürfen.“  (Lukas 15:4-7 -  und der geklammerte Einschub
ist natürlich von mir

Zu bereuen heißt, über zurückliegende oder beabsichtigte Missetaten völlig anders zu denken. Es bedeutet, über ein sündiges Verhalten traurig zu sein, es zu bedauern und sich davon abzuwenden – und dann diesen  Sinneswandel durch Taten zu belegen. Und nicht zuletzt zu seinem Schöpfer um Vergebung zu  bitten. 

Solche Mühe wird belohnt, denn (wie schon zitiert) wird daraufhin „im Himmel mehr Freude über einen einzigen Sünder sein, der bereut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Reue nicht bedürfen.“   (siehe dazu auch Apostelgeschichte 26:20)

Alles Gute

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Schön!

Aber nun ein paar Fragen zu Deiner folgenden Auslassung:

Zu bereuen heißt, über zurückliegende oder beabsichtigte Missetaten völlig anders zu denken. Es bedeutet,  über ein sündiges Verhalten traurig zu sein, es zu bedauern und sich davon abzuwenden – und dann diesen Sinneswandel durch Taten zu belegen. 

Wer bestimmt, ob eine Tat eine "Missetat" ist? 

Wer legt fest, ob ein Verhalten "sündig" ist? 

Wer kontrolliert, ob jemand reuig ist? 

Und wer stellt fest, ob derjenige einen Sinneswandel hingelegt hat? 

Kannst Du das von Dir und den anderen "sündigen" Brüdern und Schwestern zunächst erstmal aus Deinem Königreichssaal nachverfolgen und kontrollieren?  

Was hast Du zu bereuen und worüber musst Du traurig sein? 

Bist Du evtl. der (Zitat Jesus) "einzige Sünder" oder gibt es noch ein paar mehr von ihnen, die bereuen? 

Ich denke, es gibt sehr viele, die "bereuen" (zumindest nach außen hin!). Allerdings kenne ich keinen (egal zu welcher Sekte des Christentums er sich zählt), der irgendeinen "Sinneswandel" (welchen auch immer!) mit Taten belegt!

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Ein amerikanischer Psychologe behauptete, daß jeder Erdenbürger durchschnittlich 200 Lügen täglich von sich gibt. Und er sagt weiter, daß dies nichts Böses wäre, weil Schwindler mehr Freude am Leben haben und einfach glücklicher sind! Wenn das nun tatsächlich sich so darstellen sollte, ist das für mich trotzdem kein Grund eine Lüge zu verharmlosen oder nur als ''Kavaliersdelikt'' anzusehen. Wer es im Kleinen nicht so genau nimmt, wird es auch im Großen so handhaben. Manche Imperien sind auf Lügen aufgebaut und auch das Reich des Teufels lebt allein von der Lüge, dessen Vater der Satan ist (Johannes 8,44).

Das Kriterium von Lüge oder Wahrheit ist es nicht, daß etwas funktioniert und Erfolg hat oder nicht! Der Zweck heiligt eben nicht immer die Mittel! Warum lügen wir? Viele wollen mit Unaufrichtigkeiten Ärger umgehen, andere wollen sich so ihr Leben bequemer machen, manche wollen dadurch geliebt werden und nicht wenige sind einfach zu bequem, es mit der Wahrheit so genau zu nehmen. Leider reagieren wir Menschen oftmals mehr auf Lügen anstatt auf Wahrheit (Johannes 8,46-47). Eine Lüge ist nicht nur eine falsche Aussage, sondern gleichzeitig auch ein bestreiten der Wahrheit und das ist Unglaube!

Lüge und Eitelkeit liegt nahe beieinander (Psalm 4,3). Lüge ist eine Flucht vor der Wahrheit, weil man manche Realitäten einfach nicht ertragen kann und will, so wie es zur Zeit Jesajas bei den Priestern und falschen Propheten in Jerusalem war. Gottes Geist und Wort deckt unsere subtilen Unwahrheiten auf. Wenn wir nun im Licht wandeln, uns also diesem Wort Gottes aufrichtig stellen, können wir die heimlichen Lügen in unserem Leben auch besser erkennen. Da wo die Wahrheit ist, da ist auch Licht (1. Johannes 1,5-10).

Wenn jemand ohne Gott lebt und den Glauben an Jesus Christus ablehnt, der lebt aus Sicht der Bibel ohnehin in einer Lüge. Die Strafe ist dann eben ein ewiges Leben ohne Gott. Wie das bei jedem persönlich sein wird, wissen wir nicht. Aber das Angebot sich mit Gott zu versöhnen gilt noch!

In deinem letzten Absatz: 'Was das für jeden sein wird, wissen wir nicht' Gott sagt dazu, "sie werden gerichtet nach dem was in den Büchern steht, nach ihren Werken." Offenbarung 21,12

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Zunächst einmal ist "Lüge" nicht "Lüge", es gibt auch "barmherzige Lügen" usw.

Dann ist es allgemein so, dass böse Taten sich selbst bestrafen. Wenn sie nicht greifbare negative Folgen für den Täter haben, (z.B. als Lügner verachtet zu werden), so muss er sie verdrängen und leidet psychisch.

Im Jenseits vor Gott erhält man Rückschau auf alles, was man getan hat, kann das auch klar beurteilen, mit belastenden und entlastenden Einzelheiten. Der Schmerz der Reue ("Fegefeuer") ist dann die Strafe, die die Seele über sich selbst verhängt. Wer sich dann der alles verzeihenden Liebe Gottes übergibt, wird Heilung finden.

Es ist viel besser HEUTE schon seine Lügen zu bereuen und HEUTE die barmherzige Liebe Gottes zu erfahren . Das erleichtert das Leben sehr !---

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@Falbe

Das meine ich natürlich auch, steckt auch in meiner Antwort drin.

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