Frage an Gläubige?

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19 Antworten

Ich als Christ halte von diesem schwarzweiß Himmel/Hölle Denken relativ wenig.

Ein Grundbaustein des Christentums ist das Vergeben. Vergibt, damit Gott euch auch eure Sünden vergibt, heißt es in der Bibel.

Der Papst Johannes Paul der 2. wurde 1981 von einem Mann angeschossen, er hätte ihn töten können. Der Papst besuchte später eben diesen Mann im Gefängnis, sprach mit ihm und vergab ihm. Er setzte sich dafür ein, dass der Mann begnadigt wurde, später (2014)  hinterließ der Anschläger zwei Sträuße weißer Rosen an dem Grab von Johannes Paul dem 2.

Einerseits habe ich manchmal wie du gedacht, andererseits kann ich nicht glauben, dass ein gerechter, liebender Gott Menschen in eine Hölle auf ewig schicken würde, das kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Zu deiner Frage: Ja, wenn man etwas aus ganzem Herzen bereut, versucht, es wieder gut zu machen und es nicht mehr tut, dann kann Gott vergeben. Das denke ich zumindest.

"Auch ich verurteile dich nicht" http://www.ylus.com/briefeandenpapst/02b1a798e31324f02.html

LG


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Kommentar von OhNobody
10.08.2017, 16:11

Rocker:

Ich sehe es so wie Du, zumal die Qualhölle unbiblisch ist. Wenn in manchen Bibeln von "Hölle" die Rede ist, dann ist das einfach eine Übersetzung des hebräischen Wortes "Scheol" oder des griechischen Wortes "Hades". Alle Worte bezeichnen dasselbe: das Grab.

Gott quält keine Menschen nach dem Tod. Er arbeitet auch nicht mit Satan zusammen — dem vermeintlichen Herrn der Hölle.

Was geschieht gemäß der Bibel nach dem Tod wirklich?

Die Bibel sagt, dass wir mit Beginn unseres Lebens eine "lebende Seele" wurden. Wir bekamen keine Seele, die nach dem Tod irgendwo hinfliegen würde, sondern wir selbst SIND lebende Seelen:

"Und Jahwe Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch WURDE eine lebendige Seele." (1. Mose 2:7, EB)

Wie geht es mit uns weiter, da wir ja wegen der Sünde unserer Ureltern unvollkommen sind?
"Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben." (Hesekiel 18:4)

Wir alle sind dem Tod unterworfen. Was ist das für ein Zustand — der Tod?

"... was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr ... Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [Grab], dem Ort, wohin du gehst." (Prediger 9:5, 10)

Mit anderen Worten: nach dem Tod kehren wir dahin zurück, wo wir uns vor unserer Geburt befanden: in den Zustand der Nichtexistenz:

"Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“ (1. Mose 3:19)

Wir leben nach unserem Tod also nirgendwo weiter, weder im Himmel, noch in einer Qualhölle (die die Bibel sowieso nicht lehrt).

Was bleibt von uns übrig? Wir bleiben in Erinnerung bei Gott. Er hat uns in ein "Erinnerungsbuch" eingeschrieben (Psalm 139:16).

Gott hat gewissermaßen unseren genetischen Bauplan aufgezeichnet (DNS). Anhand dieses Bauplans kann er uns neu erschaffen. Genau das versprach Gottes Sohn — Jesus Christus:

"Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [Gräbern] sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... zu einer Auferstehung des Lebens" (Joh. 5:28, 29)

Gott führt also Buch über jeden von uns und kann uns nach unserem Tod wieder zum Leben auferwecken:

"Und ich sah die Toten ... und Buchrollen wurden geöffnet. Aber eine andere Buchrolle wurde geöffnet; es ist die Buchrolle des Lebens. Und die Toten wurden nach den Dingen gerichtet, die in den Buchrollen geschrieben sind, gemäß ihren Taten" (Offb. 14:12)

Wo werden wir leben, wenn Gott uns durch seinen Sohn auferweckt?

Eine begrenzte Anzahl wird gemäß Offb. 7:4 zu himmlischem Leben auferweckt. Und der große Rest von uns?:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." (Psalm 37:29)

Wir werden also das wiedererlangt haben, was Adam und Eva verloren haben: ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde in Glück und Frieden.

Dann wird es keinen Tod mehr geben:

"Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offb. 21:4)

2

Gott vergibt alle Sünden, das stimmt. Jede Sünde ist vor Gott gleich. Egal ob man lügt, betrügt oder mordet.

Es ist schwer zu verstehen, aber allein schon der Gedanke an Mord ist bereits Sünde, denn in den Gedanken haben wir diese Person bereits umgebracht. Somit sind wahrscheinlich alle Menschen früher oder später Mörder. Wenn auch nur in den Gedanken, denn jeder denkt mal daran. Selten, dass dies gar nicht vorkommt.

Jeder Mensch kann sich bessern und Gott gibt jedem einzelnen Menschen so viele Chancen wie er braucht. Letztlich kommen nur diejenigen in den Himmel, die an Jesus Christus glauben. Alle anderen kommen in die Hölle, denn diese können vor Gott nicht bestehen. Nur seine Liebe zu uns öffnet den Christen die Tore, denn wenn er uns nach seinem Gesetz richten würde, wären wir alle in der Hölle.

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Kommentar von schattengrund
10.08.2017, 13:55

Naja nur der Gedanke und die Tat sind sehr wohl zu unterscheiden. Mit dem Gedanken hat man noch niemandem Leid zugefügt.

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Kommentar von OhNobody
10.08.2017, 16:01

Hier der Bibeltext dazu:

"Ihr habt gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘ 

Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen" (Mat. 5:21, 22)

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Ja, es ist okay, wenn sie, wie dein Lehrer das ganz richtig sagt, bereuen!

Jeder macht Fehler. Und natürlich ist es ein Unterschied, ob ich jemanden anlüge, oder ob ich ihn umbringe. Aber es ist doch wichtig, dass man auch solche Leute nicht einfach unter den Tisch fallen lässt.

Damit meine ich nicht diejenigen, die eine solche Tat begehen und es immer und immer wieder tun würden und die das auf keinste Weise bereuen. Sondern die, die merken, was sie getan haben, denen klar wird, dass es falsch war und die bemüht sind, sich zu ändern und um Verzeihung zu bitten.

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Hallo:)

Natürlich haben diese Menschen schreckliche Dinge getan, die wahrscheinlich für die meisten Menschen als unverzeihlich gelten. Doch wir sind alle Menschen und Menschen machen Fehler. Fehler dieser Art, z.B. Mord, Vergewaltigung,... sind sehr grausam und auf keinen Fall gut zu heißen. Keiner darf so etwas anderen antun.

Allerdings glaube ich daran, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient, solange er wirklich von tiefstem Herzen bereut was er getan hat.

Du machst sicherlich auch Fehler, wärest du da nich auch dankbar, wenn es jemanden gibt, der dir verzeiht, wenn du bereust?

Wir Menschen tun jeden Tag so viel Schlechtes und doch schenkt uns Gott diese unglaubliche Liebe. Ich weiß nich, wie gläubig du bist und wahrscheinlich geht dir dieses Gerede von grenzenloser Liebe auf die Nerven, sollte es aber nicht. Es ist nämlich wirklich unglaublich, dass wir einen Gott haben, der uns trotz allem Mist den wir machen, so sehr liebt. Und ob du nun daran glaubst oder nicht, ganz egal, ließ dir mal all die Lehren von Jesus durch. Selbst Ungläubige sollten zugeben, dass es kaum Schönere gibt. Diese Lehren sind Auslöser für uns Gläubige, nicht immer alles aus der Perspektive des Hasses und des Negativen zu sehen, sondern aus Sicht der Liebe und der Vergebung und des Positiven. Diese Lehren helfen uns bessere Menschen zu sein.:)

Hoffe du verstehst, was ich meine. 

Alles Gute, 

Globetrotter 

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Ja, sie kommen auch in Jesus Königreich. Aber sie sind keine Vergewaltiger oder Mörder mehr, sie sind Gerechte vor Gott, bekehrt und in Jesus' Blut reingewaschen. Keine (!) Sünde ist zu groß, dass Jesus sie nicht auf sich nehmen könnte (außer die einzige unvergebare Sünde, das ist aber ein anderes Thema und Mord und Vergewaltigung fallen NICHT darunter). Ich habe in meinem Leben schon gelogen, Menschen schon mal verachtet und wertlos behandelt, mit meinen Eltern respektlos geredet, arrogant gewesen, geklaut, Gott abgelehnt, mit voller Gewalt meinen kleinen Bruder geschlagen.... JEDER hat doch seine eigene Liste, oder? Und ja, Gott kann es uns durch Jesus vergeben! Denkst du Jesus ist am Kreuz gehangen für alle Sünden, außer insgeheim die der Mörderer und Vergewaltiger? Doch, auch für sie. Das wichtige ist aber die Bekehrung von seinen alten, gottlosen Wegen und hin zu Gott und seinen gerechten Wegen. 

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Hallo schattengrund,

es stimmt, dass Gott auch sehr schwere Fehler vergibt, sofern er echte Reue im Herzen der betreffenden Person erkennt. Vielen ist jedoch nicht klar, was gem. der Bibel unter echter Reue zu verstehen ist. Hierbei geht es nicht um eine bestimmte Technik, denn echte Reue ist eine Herzensangelegenheit. Wer tiefe Reue empfindet, verharmlost seine Sünde nicht, sondern er fühlt einen tiefen Schmerz in seinem Herzen.

Ein biblisches Beispiel einer Person, die echte Reue empfand, ist der König David. Nachdem er Ehebruch mit der schönen Bathseba begangen hatte und ihm die Tragweite seiner Schuld bewusst wurde, schlug sein Gewissen und er verspürte eine große innere Last. Er selbst schrieb in einem Psalm darüber: "  Als ich stillschwieg, verzehrten sich meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag.  Denn Tag und Nacht war deine Hand schwer auf mir. Mein Lebenssaft ist verwandelt worden wie in der trockenen Sommerhitze" (Psalm 32:3,4). David beließ es jedoch nicht dabei, sondern er tat auch etwas. Er schreibt weiter: "Meine Sünde habe ich dir schließlich bekannt, und mein Vergehen habe ich nicht zugedeckt" (Psalm 32:5).

Dieses Beispiel zeigt, was sich im Fall echter Reue im Inneren einer Person abspielt. Es zeigt aber auch, dass damit in Verbindung ein Bekenntnis vor Gott abgelegt werden muss. Wer sich bewusst ist, dass er gegen Gott gesündigt hat, sollte den inneren Drang verspüren, Gott um Vergebung zu bitten. Um zu zeigen, wie ernst es ihm damit ist, ist noch ein weiterer Schritt nötig. Dazu schreibt die Bibel: "Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden" (Apostelgeschichte 3:19). Echter Reue folgt also die Umkehr, d.h. man wird alles tun, um künftig den gleichen Fehler nicht noch einmal zu begehen. Umkehr heißt auch, dass man sich innerlich von der Sünde, die man begangen hat, abkehrt und den festen Entschluss fasst, die Sünde fortan zu meiden. Es findet somit ein innerer Umwandlungsprozess statt, der dazu führt, dass man aus Überzeugung der biblischen Aufforderung nachkommt: "Hasst das Böse, und liebt das Gute" (Amos 4:15). Es geht also darum eine Abneigung gegen die begangene Sünde zu entwickeln. Das ist sicher nicht leicht aber auch nicht unmöglich.

Man sollte auch immer daran denken, dass man Gott nichts vormachen kann. Er durchschaut, wenn jemand Reue nur vorheuchelt oder meint, durch besondere Werke könne er alles wieder gutmachen. In der Bibel heißt es daher: "Denn nicht wie der Mensch sieht, [sieht Gott,] denn der Mensch sieht das, was vor den Augen erscheint; Jehova aber, er sieht, wie das Herz ist" (1. Samuel 16:7).

Ich selbst kenne Beispiele von Mördern, die ihr früheres Leben tief bereut haben und Christen geworden sind. In ihnen hat sich ein Umwandlungsprozess vollzogen, der in der Bibel wie folgt beschrieben wird: "Streift die alte Persönlichkeit mit ihren Handlungen ab, und kleidet euch mit der neuen [Persönlichkeit], die durch genaue Erkenntnis erneuert wird nach dem Bilde dessen, der sie geschaffen hat" (Kolosser 3:9).

LG Philipp

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Nein... Die Verzeihung kann erst dann stattfinden, wenn der geschädigte Mensch auch verziehen hat, und entschädigt werden muss er sowieso.

Auch ändert das an der Strafverfolgung nichts... d.h. Justiz findet statt... Das ist eine sehr wichtige Grundkomponente der menschlichen Gesellschaft, auch aus religiöser Hinsicht.

Also du kannst nicht sagen: Ich habe zwei Verbrecher, die begehen dieselbe Straftat, aber einer geht frei aus, weil er religiös ist... So läuft das nicht...

Der muss verstehen, dass die Strafe durch die Justiz die "Sühne" seines Vergehens ist, oder ein Teil davon...

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Verzeihen bedeutet, dass jemand wieder neu anfangen kann, ohne vom entsprechenden Fehler der Vergangenheit belastet zu werden. In den Himmel kommen nur vollkommen gute Menschen, denn sonst würde ja der Himmel nicht mehr Himmel sein. Ein Mörder, oder sonst ein böser Mensch kann aber in den Himmel kommen, wenn er eben vollkommen gut geworden ist. 

Nach dem Tod kommt man lediglich ins Jenseits. Nicht in einen Himmel oder eine Hölle, denn wer von uns ist bis jetzt schon vollkommen gut oder vollkommen böse? Jeder kommt so ins Jenseits, wie er die Erde verlassen hat, also mit seinem Charakter, den er hatte, seinen Vorlieben und Abneigungen usw. Dort erkennt er sich so, wie er wirklich ist, in einem objektiven Licht und bereitet so sein nächstes Erdenleben vor, wo er weiter an seiner Vervollkommnung arbeitet oder weiter zum Negativen absinkt.

Die im Abendland allgemein verbreitete Vorstellung, dass jeder, der nur die Vergebung Christi in Anspruch genommen habe, für ewig nach dem Tod in den Himmel komme ist falsch. Sie entbehrt jeglicher Logik. Auch ist es falsch, dass jeder Ungläubige nach dem Tod für ewig in die Hölle komme. Solche Vorstellungen haben nichts mit der Gerechtigkeit Gottes zu tun.

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Es steht "geh hin und sündige nicht mehr ". Du kannst nur durch Reue geläutert werden.

Wenn jemand wirklich diese 180 Grad-Wendung hinbekommt, wie Saulus, der zum Paulus wurde, dann ist es doch ok.

Abgesehen davon richtet Gott, wer bin ich, dass ich mich an seinem Urteil stoße? Wen Gott in sein Haus lässt, entscheidet er selbst. Wir sind nicht in der Lage, in die Herzen der anderen Menschen zu blicken. 

LG 

Thus 

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Kein Mensch ist nur gut oder nur böse - jeder hat Sünden, die einen mehr die anderen weniger - aber Gott liebt jedes seiner Geschöpfe - deshalb hat er auch für alle die Strafe (Folgen der Sünde) abgebüßt als "Gottmensch".

Solange der Mensch seine Sünden bereut und versucht Widergutmachung durch gute Taten zu leisten, dann finde ich dies ok. Höre dir mal folgenden Vortrag dazu an-sehr interessant.

https://www.horeb.org/xyz/podcast/grundkurs_glauben/20170414gkg.mp3

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Wenn sie echt bereuen und Gott um Vergebung bitten, können sie von ihrer schweren Sünde (Mord!) befreit und von Gott gnädig aufgenommen werden (siehe der Verbrecher am Kreuz). Allerdings, Gott sieht in das Herz, heißt es in der Bibel; Gott kann also echte Bekenntnisse von Lippenbekenntnissen unterscheiden. Außerdem, der abgefeimte Schurke wird nur sehr schwer zur echten Buße finden.

Was aber geschieht mit den Ungläubigen und Bösewichtern nach ihrem Tode? Jesus hat dazu gesagt, sie kommen dorthin, wo Heulen und Zähneklappen herrschen. Das könnte auf eine Wiedergeburt im Sinne des Hinduismus hindeuten. Die bösen Seelen werden in Tierkörpern wiedergeboren und müssen das furchtbare, angstvolle Dasein eines Tieres (immer wieder) ertragen. Die Chance, irgendwann einmal als Mensch wiedergeboren zu werden, könnte vielleicht nicht ausgeschlossen sein.

Das Christentum lehnt die Wiedergeburtslehre zwar ab, wie aber sind sonst die Aussagen von Jesus zu erklären?

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Jesus zu dem Verbrecher, der neben ihm gekreuzigt wurde und der zum Glauben fand, gesagt hat: "Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein." (Lukas 23,42)

Was dieser Verbrecher getan hat, um von den römischen Behörden gekreuzigt zu werden, ist nicht bekannt. Die Härte der Bestrafung könnte aber darauf hindeuten, dass er Menschen umgebracht hat, vielleicht als Aufständiger. Das ist aber nur eine Vermutung.

Die Bibel lehrt aber, dass jede Sünde vergeben werden kann: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." (1. Johannes 1,9)

Außerdem hat Jesus davon gesprochen, dass wir "Buße" tun sollen. Buße hat nichts mit Bußwerken zu tun, sondern bedeutet "Änderung der Gesinnung". Man soll also versuchen, die Sünden nicht mehr zu begehen und sein Verhalten zu verbessern.

Wer also an Gott glaubt und um Vergebung seiner Sünden bittet, bekommt das ewige Leben (Himmel, Paradies) geschenkt, weil Gott gnädig und barmherzig ist.

Nach der Bibel ist das der einzige Weg in den Himmel. Durch unsere vermeintlich guten Werke können wir nicht zu Gott gelangen, da wir alle Sünder sind. Jeder Menschen sündigt in Taten, Worten und Gedanken: "Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns." (1. Johannes 1,10)

Gott ist rein, heilig und gerecht und kann deshalb keine einzige Sünde tolerieren. Eigentlich kann niemand zu Gott kommen und alle wären verloren. Deshalb hat Gott einen Ausweg erschaffen und ist selbst in Jesus Christus Mensch geworden, um als einziger nach einem völlig sündlosen Leben stellvertretend für unsere Sünden am Kreuz zu sterben: "Er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt." (1. Johannes 2,2)

"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat." (Johannes 3,16) 

"Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn." (Römer 6,23) 

"Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr auch weiterhin an den Namen des Sohnes Gottes glaubt." (1. Johannes 5,13)

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Mal abgesehen davon, daß der Himmel eine sehr naive Vorstellung ist. Ja, ich finde es absolut okay, daß auch solche Leute Vergebung erfahren - und wenn schon nicht von den Menschen, dann umso mehr von Gott.

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Kommentar von schattengrund
10.08.2017, 00:57

Würd ja gern wissen ob du noch der gleichen Meinung wärst, wenn jemand aus deiner Familie/Freundeskreis vergewaltig/getötet worden wäre

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Da es gar keinen Himmel gibt, kommt auch niemand in den "Himmel".

Die Überreste von allen Menschen landen zwar nicht in der Hölle (wo ein Teufel Feuer spuckt) aber (in unserer Zeit), in einem Kremationsofen, wo sie, ohne Teufel, verbrannt werden. (das ist, bildlich gespriochen, die erste Hölle).

Die Arbeiter im Krematorium putzen zwar die Schuhe der Leichen auf Hochglanz .. sind aber trotzdem keine Teufel (und auch keine Götter) :  youtube.com/watch?v=AGtWrtAdMTs 

Danach wird ihre Asche, wie früher, die Leichen, der "Erde übergeben" (=irgendwo verlocht) und da die Erdoberfläche, in Millionen von Jahren, in den extrem heissen Kern der Erde, hineingezogen wird, werden die Überreste dann nochmals, mit sehr hoher Temperatur verbrannt und in ihre Atome zerlegt.

Das ist dann, bildlich gesprochen, auch so eine Art von Hölle .(die "zweite Hölle").. aber auch dort hat es keinen Teufel ... der wäre dort schon zu Atomen in der Lava reduziert worden und die Atome wären schon lange wieder von einem Vulkan ausgespuckt worden.

Da auch die Erde, zu einem Kreislauf gehört, wo alles irgendwann einmal, in einem heissen Kern verbrannt wird .. geraten die Überreste, der Überreste die aus der "Hölle" Erdinneres auf die Erdoberfläche gespuckt worden sind, dann nach ein paar hundert Millionen Jahren, in ein schwarzes Loch, in dem die ganze Matiere, aus unserem Sonnensystem dann wiederum, mit sehr grosser Hitze zersetzt wird. Das ist dann die Hölle - 3 !

Ausser nach der "Hölle - 1" (der Kreamtion) werden die Bestandteile immer, nach so einer Hölle, in "den Himmel geschossen" ... nur im "Himmel" hat es auch keinen "Gott" .. das ganze System funktionniert automatisch, ohne Teufel und Götter. 

In den diversen "Himmeln" in die die Überreste aus diesen "Öfen" gespuckt werden, hat es auch keine 70 Jungfrauen, die gevögelt werden wollen ... zum einen hat es inzwischen fast keine Jungfrauen mehr und zum zweiten sind die vielleicht noch-jungfräulichen Nonnen inzwischen im Rentenalter, oder "verblichen". 

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Das hat Gott zu entscheiden, wir nicht. Ich glaube allerdings nicht dran.

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Schattengrund:

In der Bibel findest Du Hinweise über die Denkweise Gottes, die wir gern übernehmen sollten:

— Die Sünde David mit Bathseba ... es handelte sich um Ehebruch und Mord — Verbrechen, auf die damals die Todesstrafe stand. Gott vergab, weil er aufrichtige von Herzen kommende Reue erkannte.

— König Manasse verübte Götzendienst und opferte seine eigenen Kinder, indem er sie lebendig ins Feuer warf — todwürdige Verbrechen. Gott vergab ihm, weil er aufrichtige Reue erkannte.

Jesus ahmte seinen himmlischen Vater Jehova in vollkommener Weise nach:

— Als Petrus ihn dreimal verleugnete, vergab ihm Christus nach seiner Auferstehung.

Petrus fragte den Christus:

"Herr, wievielmal mag mein Bruder gegen mich sündigen und soll ich ihm vergeben? Bis zu siebenmal?“ Jesus sprach zu ihm: „Ich sage dir: Nicht bis zu siebenmal, sondern: Bis zu siebenundsiebzigmal." (Mat. 18:21, 22)

Damit wollte Jesus sagen, dass wir IMMER zum Vergeben bereit sein sollten, denn wer führt schon Buch um zu wissen, wann 77 mal voll sind.

Wir Menschen tun uns zwar schwer mit dem Vergeben, weil wir unvollkommen sind und auch nicht ins Herz des anderen sehen können. Gerade deshalb sollten wir noch eher zum Vergeben bereit sein, denn wie schnell haben wir ein Fehlurteil gefällt.

Unser geistiges Wohl hängt vom Vergeben ab:

"Werdet aber gütig zueinander, voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend, so wie auch Gott euch durch Christus bereitwillig vergeben hat." (Eph. 4:32)

Der von Dir angesprochene Mörder mag wegen seiner Tat hingerichtet werden. Wieviele sind dabei, die aufrichtig bereut haben? Was wird mit denen?

"Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn." (Römer 6:23)

Mit ihrem Tod haben sie für ihre Sünde "bezahlt". Gott verspricht auch ihnen eine Auferstehung:

"daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird" (Apg. 24:15)

P. S.: auf den Gedanken, dass Deiner Meinung nach (vermute ich) alle Menschen in den Himmel kommen, gehe ich nicht detailliert ein. Nur soviel:

Den meisten Menschen wird laut Psalm 37:29 ein ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde in Glück und Frieden in Aussicht gestellt:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen."

Ich hoffe, dass Du Dich mit der Sichtweise Gottes anfreunden kannst. Einen schönen Gruss ...

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Hallo schattengrund,

ich will dich jetzt nicht angreifen oder so, aber glaubst du wirklich an den Gott und den Himmel? Konzentriere dich lieber auf deine anderen Schulfächer, dass bringt dir im Endeffekt mehr als sich Nachts mit solchen Fragen zu beschäftigen. Falls es so ist kannst du es doch auch nicht ändern.

LG StormRider00

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Kommentar von schattengrund
10.08.2017, 01:22

Nein tu ich nicht, deshalb frage ich ja, weil ich das nicht begreifen kann. xD

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auch die haben eine zweite chance verdient

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Der Himmel ist groß. Auf der Erde gibt es ja auch genügend Idioten, denen man aus dem Weg gehen kann...

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Kommentar von schattengrund
10.08.2017, 00:53

Du zum Beispiel

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Kommentar von schattengrund
10.08.2017, 00:55

Das war auf "genügend Idioten" bezogen :)

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Kommentar von schattengrund
10.08.2017, 01:03

'Du zum Beispiel bist einer' war es gemeint. Danke du Grammatik Pro,

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