Frage an die ZJ: Warum sind bestimmte Blutbestandteile erlaubt und warum welche nicht?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zuviele Mitglieder der ZJ sind aufgrund der Blutdoktrin verstorben, zuviel Leid ist entstanden, als daß nun durch den TuvS (Treuer u. verständiger Sklave), der obersten Heeresleitung der ZJ, nicht einfach mal so helleres Licht verkündet werden kann, meint: eine plötzliche Lehränderung kommt nicht infrage, dies würde für zuviel Aufruhr angesichts der vielen sinnlosen Toten und bei deren Hinterbliebenen sorgen.

Es gibt einen WT o. EW, auf dessen Titelbild aufgrund verweigerter Bluttransfusion etliche verstorbene Kinder (zu Helden stilisiert) abgebildet sind - Wie wollte man da den Eltern, Geschwistern, Angehörigen eine Lehränderung erklären?

Deshalb weicht man diese Blutlehre sukzessive auf und wie Du siehst, kein ZJ macht sich im Zusammenhang darüber Gedanken. Er wird wohl auch nur froh sein, im Fall des Falles gute Überlebenschancen zu haben.

Ich will mal das vielzitierte Beispiel nennen: einem ZJ ist es verboten, ein Schinkenbrot zu essen - aber zerlegt in seine Einzelteile, Brot, Butter, Schinken, darf er es getrennt zu sich nehmen.

Plasma ist verboten, aber, aufgetrennt in seine Einzelbestandteile erlaubt.

So wie Du habe ich die Frage hier schon so oft gestellt, bis dato jedoch nie eine Antwort erhalten - werden wir auch nicht, denn wenn sich ein ZJ tatsächlich einmal intensiv mit dieser Frage beschäftigte, ginge ihm die Widersprüchlichkeit auf, der er unterliegt. Es ginge ihm selbst ein Licht auf, daß er einem falschen Propheten seinen Glauben schenkte und ggf. auch sein Leben!

Ein ZJ darf mittlerweile 97-98% der Blutbestandteile zu sich nehmen, fragt aber nie, woher diese denn stammen. Ihm ist nicht bewußt, wieviele Liter Blut-/Plasmaspenden erforderlich sind, um die ihm erlaubten Bestandteile zu gewinnen. Er nimmt somit Blutspenden entgegen, selbst aber würde/darf er niemals spenden.

Synthetische Herstellung - klar, damit beruhigt sich ein ZJ, ohne sich jemals mit den Herstellungsgrundlagen zu beschäftigen (z.B. wie von Dir angegeben, Hemopure).

Wie auch immer, ich hoffe sehr, daß es auch noch zu den letzten Freigaben der letztlich nur noch 2-3% verbotenen Blutbestandteile durch die ZJ-Führung kommt, um weiteres sinnloses Sterben endlich zu beenden.

Hier noch ein Link, New Light on Blood: http://reocities.com/Athens/ithaca/6236/franz09a.htm

Habe deine Antwort als hilfreichste ausgewählt, weil sie den offensichtlichen Widerspruch innerhalb der Lehre der ZJ aufzeigt. Ist zwar nicht die Antwort eines ZJ bzw. die genaue Antwort auf meine Frage, aber da sich offensichtlich kein ZJ dazu in der Lage sieht, eine solche einfache Frage zu beantworten bzw. mal darüber nachzudenken, eine die die Kernproblematik bei diesem Thema aufzeigt...

Danke dir und auch allen anderen (jedenfalls denen die sich konstruktiv beteiligt haben) für ihre Beiträge

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Jehovas Zeugen haben weder die Zufuhr von Blut noch von irgendwelchen Blutbestandteilen "erlaubt". (siehe meine komplette Antwort weiter unten) Dabei ist es unerheblich ob es sich um orale oder intravenöse Aufnahme handelt.

Jehovas Zeugen würden sich niemals das Recht anmaßen, die Gebote und Gesetze ihres Gottes zu ändern oder außer Kraft zu setzen.

Jeder Zeuge Jehovas steht weiterhin auch im Hinblick auf die Gebote in 1. Mose 9:4 ; Apostelgeschichte 15:20,29; 21:25 vor dem Richterstuhl Gottes.

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@kdd1945

Da scheint es dann wohl "helleres" Licht zu geben. Hier steht folgendes:

Christen lehnen Transfusionen von Vollblut oder dessen Hauptbestandteilen ab. Sollten sie in Behandlungsmethoden einwilligen, bei denen Blutfraktionen (Derivate) verwendet werden? Die Bibel geht auf diese Einzelheiten nicht ein, daher  muss jeder vor Gott nach seinem eigenen Gewissen entscheiden. Manche lehnen alle Fraktionen ab mit der Begründung, dass man gemäß Gottes Gesetz für Israel Blut, das aus dem Körper eines Geschöpfes ausfloss, „auf die Erde ausgießen“ musste (5. Mose 12:22-24). Andere haben nichts gegen die Behandlung mit Fraktionen und begründen dies eventuell damit, dass Fraktionen, die aus Blut gewonnen werden, nicht mehr das Leben des Geschöpfes darstellen, von dem das Blut stammt.

https://www.jw.org/de/publikationen/buecher/gottes-liebe/blutfraktionen-und-verfahren-bei-operationen/#?insight[search_id]=c3dd39d5-da44-457c-8563-246c099ddce7&insight[search_result_index]=0

Wie oben gesagt, zerlegt man das ganze nun in Einzelbestandteile mit nicht nachvollziehbaren Argumenten.

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Auch wenn die Frage alt ist hier meine Ansicht dazu

Die Frage, welche Bestandteile erlaubt sind und welche nicht beruht schlicht darauf, dass es die Führung der ZJ bestimmt. Bei ZJ gibt es eine Hierachie in der Lehre. Zuerst kommt die Lehre, die von der Leitung bestimmt wird, diese steht über allen anderen Lehren, dann kommt das was in der Bibel steht und gut ist. Eigene Meinungen sind nicht erlaubt. Zumindest darf man sie öffentlich nicht äußern.

In der Bibel selbst steht absolut nichts von Bluttransfusionen oder medizinischen Methoden, bei denen Blut verordnet wird. Daher gibt es weder ein Gebot noch ein Verbot dazu. Warum macht die WTG dann ein Verbot und verbindet das sogar mit einem Ausschluss falls man es bricht? Weil wie oben dargestellt, die Lehre der Leitung an erster Stelle kommt und diese lehre ist quasi das Machtmittel mit dem man die Mitglieder kontrolliert.

viele alte Schriften der ZJ behaupten eine Bluttransfusion ist wie eine Ernährung und daher darf man das nicht. Als das aufgrund der Aufklärung immer lächerlicher wirkte fing man an einfach Bluttransfusionen als gefährlich hinzustellen und das Verbot als Schutz. Dabei ignoriert man, dass es Notsituationen gibt, wo es lebensnotwendig ist, Blut zu bekommen damit man nicht innerlich erstickt weil nicht genug Blutkörper da sind um Sauerstoff zu transportieren.

Besonders Lächerlich die Aussage, wenn man Eigenblut abnimmt für eine OP sei das Verboten weil das Blut den Körper komplett verlassen hat. D man hier nicht von gefährlichen Krankheiten sprechen kann muss also das AT herhalten,.

Im übrigen sagt Apostelgeschichte gar nicht man soll sich von Blut enthalten in dem Sinne, wie es die WTG behauptet.

Wenn man logischerweise davon ausgehen darf, dass die Christen damals nicht sinnlos etwas doppelt gesagt haben, muss man annehmen das die Aussage, sich von Blut zu enthalten, nichts mit essen zu tun hat. Denn gleich danach sagt man "und Ersticktem". Ein Tier was erstickt wurde enthält Blut. Mit der Aussage und Erstickten wurde also bereits klar gemacht, Blut essen sollte man nicht. Die Aussage "sich von Blut zu enthalten" hat daher wahrscheinlich eine andere bedeutung und zwar "Keine Blutschuld auf sich laden" also nicht töten.

Die WTG macht es wie die Pharisäer von denen Jesus sagt, "Ihr bürdet den Menschen Gesetze auf und hindert sie in den Himmel zu kommen".

Die ständigen Lehränderungen zum Blut zeigen dass die Führung keineswegs die Bibel benutzt. Die Worte dort sind so klar, da kann man lesen und lesen, es gibt so wenig Stellen für Christen zu diesem Thema, da jetzt zu behaupten "aufgrund intensiver Bibelstudium sind wir zu einer neuen Erkenntnis gekommen" ist einfach nur frech.

Jesus hat uns nur ZWEI GESETZE gegeben. Liebe Gott und liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Damit ist das ganze Gesetz erfüllt. Die WTG ignoriert das und kommt mit "Grundsätzen" so nach dem Motto wir stehen  nicht unter dem Gesetz aber daraus kann man Grundsätze ableiten an die man sich halten soll. Damit schaffen sie ein neues Gesetz. Und halten die Mitglieder auf Trab.

Fazit: Es gibt keine logische christliche Erklärung anhand der Bibel

a) Blut als Medizin zu verbieten
b) Blut in Bestandteile zu zerlegen und das zu erlauben und dies zu verbieten
c) Menschen als Sünder hinzustellen, die Blut zu medizinischen Zwecken nehmen.

Wer die Argumente der WTG zu Blut liest (wie auch zur Dreieinigkeit) stellt fest, dass die meisten Argumente nichts mit der Bibel zu tun haben. Da die Bibel keine Grundlage für solche falschen Lehren bietet muss man weit ausholen um solche Lehren zu erklären

Nachdem ich die erste Frage und die folgenden Kommentare gelesen habe, drängt sich mir der Eindruck auf, dass man um das eigentliche Problem herrlich streiten kann. Es stimmt, dass die Bibel den Genuss von Blut verbietet, und es ist auch richtig, dass dieses Gebot nicht nur den Juden, sondern allen Menschen gilt. Warum dieses Gebot? Eine starke Vermutung: Es ist ein Symbol für das Leben und wer seinen Respekt vor dem Leben des Menschen ausdrücken will, benutzt dieses Symbol, indem er es respektiert. Es wäre eine pharisäische Haltung, würde man allein auf den Buchstaben des Gesetzes beharren! Gerade dieses Beharren führt dann (wie die Kommentare zeigen) zu verstandesmäßigen Schwierigkeiten, die am Ende jeder ernsthaften Logik spotten würden.

Die Frage, was Blut eigentlich ist, wurde nicht beantwortet. Ein Mediziner würde es als ein Organ bezeichnen, das mit allen anderen Organsystemen in enge Beziehung tritt. Es ist ein komplexes Organ und kann nicht auseinander dividiert werden. Daher macht es gar keinen Sinn von Haupt- und Nebenbestandteilen zu reden. Solche Einteilungen sind Privatsache, oder kann man das Wasser als „Nebenbestandteil“ sehen? Was ist Blut ohne Wasser? Ist Albumin ein Nebenbestandteil? Was wäre Blut ohne Albumin?

Was ist ein Auto? Jeder Mensch weiß, dass ein Lenkrad kein Auto ist. Auch eine Zündkerze ist kein Auto. Alle Teile zusammen sind erst ein Auto! Sollte es beim Blut anders sein? Albumin darf ein Zeuge nehmen, allerdings nur in geringer Menge. Wer definiert die Menge? Ab welcher Obergrenze ist es verboten? Und handelt es sich dann um Blut? Es ist einfach absurd wie manche Vorschriften der Pharisäer.

Die Einteilung in Haupt- und Nebenbestandteile gibt es bei den Zeugen Jehovas ja erst, nachdem die Medizin entsprechende Fortschritte gemacht hat. Man versucht also, der Wirklichkeit hinterher zu laufen und macht sich die Sache noch schwerer. Wer setzt denn solche Definitionen fest? Es sind Laien, die das Sagen haben; sie entscheiden für wenige Millionen Menschen. Und von welche Qualität gewisse Entscheidungen sind, bemerkt der Leser am Streit über Haupt- und Nebenbestandteile des Blutes.

Ob ein Mensch sich durch das Enthalten des Blutes als jemand darstellen will, der das Leben für heilig hält, ist nicht allein am Verzicht auf Blut zu messen. Es gehört auch der Wille dazu, keine Schuld am Blut anderer auf sich zu laden. Da verbietet sich die Teilnahme am Krieg ebenso wie eine lebensgefährliche Freizeitgestattung oder eine bewusst riskante Lebensführung. Und hier geht es um Entscheidungen des Gewissens! Aus Gewissensgründen haben die Zeugen Jehovas unter den Nazis den Kriegsdienst verweigert, und wenn sie aus Gewissensgründen den Gebrauch von Blut verweigern, dann ist es ihre Gewissensentscheidung, die respektiert werden muss! Und gerade beim Gewissen stößt man auf Widersprüche. Offiziell heißt es, dass ein Zeuge beim Blut seinem Gewissen folgt und folgen soll, aber innerhalb ihrer Organisation gibt es keine Gewissenfragen, sondern nur Gehorsam. Man muss sich hier fragen, wer in dieser Weise das Recht hat, über das Gewissen eines Menschen zu entscheiden. Ich kann den Zeugen nur empfehlen, sich alle Bibelstellen im NT anzusehen um festzustellen, dass das persönliche Gewissen ein Raum ist, den niemand zu betreten hat, ja das reine Gewissen vor Gott wird als unabdingbare Voraussetzung für den Glauben angesehen. Nebenbei wird man feststellen, dass das Gewissen das anderen Menschen immer zu respektieren ist. Und ich habe den Eindruck gewonnen, dass es in Deutschland viel Ärzte gibt, die das Gewissen ihrer Patienten respektieren. Also, wo ist das Problem? Es scheint nur in der willkürlichen Definition von Haupt- und Nebenbestandteilen zu liegen.

Mir scheint, Du bist aufrichtig. Deine Ansicht zu meinen Antworten würde ich gern erfahren.

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Wenn man es nun zwar ablehnt, eine Blutkonserve zu erhalten, bedeutet es dann im Umkehrschluss auch, dass es einem nicht gestattet ist, selbst Blut zu spenden? Für mich persönlich sind das Geben und das Empfangen von Blut ja zwei paar Schuhe. Und wenn ein Zeuge Jehovas gesund und fit ist, wäre sein Blut ja immer noch höchst wilkommen und er könnte damit Leben retten, auch wenn es nicht die Leben seiner Glaubensbrüder und -Schwestern sind.

Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

P.S. Ich möchte hier nicht über das Für und Wider von Bluttransfusionen diskutieren. Dass dieses Thema gerade von den Angehörigen unterschiedlicher Religionen kontrovers aufgefasst wird, ist mir klar. Hier soll niemand von irgendeiner Meinung oder irgendeinem Glauben überzeugt werden, denn das führt nur wieder zu Streitigkeiten. Bitte respektiert die Meinungen der jeweils anderen!

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