Frage an die Christen: Lässt sich die Glaubwürdigkeit der Bibel beweisen?

15 Antworten

Selbstverständlich.

*** w09 1. 5. S. 5 1 Das Vertrauen in die Bibel stärken ***

Über die historische Genauigkeit der Bibel hieß es in der Zeitschrift U.S.News & World Report vom 25. Oktober 1999: „Die neuere Archäologie erhärtet in bemerkenswerter Weise den historischen Kern des Alten und Neuen Testaments: Sie bestätigt wesentliche Abschnitte der Geschichte der Patriarchen Israels, des Auszugs aus Ägypten, der davidischen Monarchie und der Lebensverhältnisse zur Zeit Jesu.“ Auch wenn der Glaube an die Bibel nicht von archäologischen Funden abhängt: Von einem Buch, hinter dem Gott steht, kann man bestimmt historische Genauigkeit erwarten.

Der gute Rat der Bibel ist für Menschen in allen Lebenslagen anwendbar. Einige Beispiele: Schon lange bevor man von der Existenz und der Rolle der Mikroorganismen bei der Verbreitung von Krankheiten wusste, enthielt die Bibel Hygienevorschriften, die bis heute nichts an Bedeutung verloren haben (3. Mose 11:32-40; 5. Mose 23:12, 13). Eine Familie, in der sich jeder an den biblischen Rat hält, wie man miteinander umgehen sollte, ist bestimmt glücklicher (Epheser 5:28 bis 6:4). Wer nach biblischen Grundsätzen lebt, wird wahrscheinlich ein sehr gewissenhafter Mitarbeiter oder verständnisvoller Arbeitgeber sein (Epheser 4:28; 6:5-9). Diese Grundsätze fördern auch das innere Wohlbefinden (Sprüche 14:30; Epheser 4:31, 32; Kolosser 3:8-10). Würden wir von unserem Schöpfer nicht solch nützlichen Rat erwarten?

*** si S. 138-139 Abs. 4 27. Bibelbuch — Daniel ***

4 Bibelkritiker haben zwar die historische Genauigkeit des Buches Daniel in Frage gestellt, aber im Laufe der Jahre sind ihre Behauptungen durch archäologische Funde völlig widerlegt worden. Zum Beispiel äußerten sich diese Kritiker geringschätzig über Daniels Erklärung, daß Belsazar zu der Zeit König in Babylon gewesen sei, als Nabonid nach allgemeiner Annahme Herrscher war (Dan. 5:1). Die Archäologie hat jetzt unzweifelhaft festgestellt, daß Belsazar wirklich gelebt hat und daß er in den letzten Jahren der babylonischen Weltmacht Nabonids Mitherrscher war. Zum Beispiel bestätigt ein Keilschrifttext, der als „Strophengedicht von den Freveltaten Nabonids“ bezeichnet wird, eindeutig, daß Belsazar königliche Gewalt in Babylon ausübte, und es wird erklärt, wie er Nabonids Mitregent wurde. Andere Keilschrifttexte stützen die Ansicht, daß Belsazar königliche Funktionen ausübte. Auf einer Tafel, die in das 12. Jahr des Nabonid datiert wird, ist ein Eid zu finden, der im Namen Nabonids, des Königs, und Belsazars, des Sohnes des Königs, geleistet wurde, was zeigt, daß Belsazar den gleichen Rang einnahm wie sein Vater. Das erklärt interessanterweise, weshalb Belsazar Daniel anbot, ihn zum ‘Dritten im Königreich’ zu machen, wenn er die Handschrift an der Wand deuten könnte. Nabonid würde als der Erste betrachtet werden, Belsazar als der Zweite, und Daniel würde dann zum dritten Herrscher ausgerufen (5:16, 29). Ein Forscher sagt: „Keilschriftliche Hinweise auf Belsazar haben so viel Licht auf die Rolle geworfen, die er spielte, daß sein Platz in der Geschichte deutlich geoffenbart dasteht. Es gibt viele Texte, die anzeigen, daß Belsazar Nabonid an Stellung und Ansehen fast gleichkam. Die Doppelherrschaft während des größten Teils der letzten neubabylonischen Regierung ist eine feststehende Tatsache. Nabonid übte an seinem Hof in Tema, das in Arabien liegt, höchste Macht aus, während Belsazar als Mitregent in der Heimat mit Babylon als dem Zentrum seines Einflusses amtierte. Es ist offensichtlich, daß Belsazar kein schwacher Vizekönig war, denn er war mit dem ‚Königtum‘ betraut.“

Ja — lässt sich ganz einfach beweisen: anhand ihres Inhalts.

Mein Eindruck bisher von der Bibel ist zwiespältig und widersprüchlich in mancher Hinsicht. Einerseits wird Gewalt verurteilt, dann wieder dazu aufgerufen.

Ob die Bibel wirklich historisch belegt werden kann, weiß ich nicht wirklich. Genau genommen kann die Bibel von allen möglichen Menschen als auch nicht menschlichen Wesen inspiriert sein. In erster Linie nehme ich an, dass sowohl gute als auch böse Wesen die biblische Schrift beeinflusst haben und ebenso menschliche Gedanken eingeflossen sind.

Doch auch eine andere höhere Macht - wie Aliens/Zeitreisende - könnten die Bibel erschaffen bzw. inspiriert oder dazu beigetragen haben, wenn sie uns lenken und beeinflussen können. Biblische Prophezeiungen könnten demzufolge inszieniert sein, indem sie durch Beeinflussung und Lenkung das Weltgeschehen als auch uns Menschen steuern und somit die Prophezeiungen wahr werden lassen.

Ich weiß nicht, ob Gott uns wirklich ein Buch an die Hand gegeben hat, denn in der Bibel steht, uns wurde alles ins Herz geschrieben.

Wirklich beweisen kann man eigentlich nur etwas in der Mathematik und Logik, insofern kann man die Glaubwürdigkeit der Bibel nicht beweisen. Es gibt allerdings durchaus (evangelikale) Christen, die an der Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit der Bibel, wie sie in der "Chicago-Erklärung" formuliert wurde, festhalten.

Die Diskussion um die Glaubwürdigkeit der Bibel ist allerdings sehr wichtig, nachdem uns die Bultmann-Schule in eine Sackgasse geführt hat.

Wirklich beweisen kann man eigentlich nur etwas in der Mathematik und Logik,

Ich meinte eigentlich archäologisch und historisch. Die älteste biblische Person, die als historisch gesichert gilt, soll doch König David sein?

Die Diskussion um die Glaubwürdigkeit der Bibel ist allerdings sehr wichtig, nachdem uns die Bultmann-Schule in eine Sackgasse geführt hat.

War er nicht der Begründer der Zweiquellentheorie? Bei der alttestamentlichen Bibelkritik hat Wellhausen eine wichtige Rolle gespielt.

LG

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@Marvin596
  • Ich meinte eigentlich archäologisch und historisch. Die älteste biblische Person, die als historisch gesichert gilt, soll doch König David sein?

Zum Thema Zuverlässigkeit der Bibel aus historischer und archäologischer Sicht lese ich zur Zeit ein interessantes Buch von Dr. Dr. Tom Tribelhorn (er hat in Judaistik und jüdisch-christliche Studien promoviert und viele Studienreisen nach Israel, Ägypten und Jordanien geleitet): Thomas B. Tribelhorn, "Die Bibel ist ein Mythos?" - muss ich das glauben? Holzgerlingen, 2016. Auf dem cover dieses Buches steht: "Die Glaubwürdigkeit der Bibel wird immer wieder angezweifelt. Erstaunlicherweise sind einiger der stärksten Befürworter der historischen Zuverlässigkeit der Bibel gar keine Christen, sondern Wissenschaftler, die die archäologische Beweislage für sich sprechen lassen."

Nur auszugsweise habe ich das Buch "Biblische Archäologie am Scheideweg? Für und Wider einer Neudatierung archäoloigscher Epochen im alttestamentlichen Palästina" von Pieter van der Veen und Uwe Zerbst (Hg.) gelesen, welches allerdings wissenschaftlich geschrieben und daher nicht immer einfach verständlich ist. Die Autoren vertreten die These, dass die Ursache für die Diskrepanzen zwischen biblischen Berichten und archäologischen Funden "in der fehlerhaften Datierung der archäologischen Horizonte zu suchen ist, in deren Konsequenz die Forscher für die Indizien alttestamentlicher Ereignisse in den falschen Schichten suchen würden."

  • War er nicht der Begründer der Zweiquellentheorie?

Rudolf Bultmann war nicht der Begründer der Zweiquellentheorie. Diese Theorie ist bereits im 19. Jahrhundert entstanden und steht auf zwei Säulen:

  1. Die Markus-Priorität: Markus ist das älteste Evangelium und die Grundlage für das Matthäus- und Lukasevangelium.
  2. Logienquelle "Q": Die zweite Quelle für das Matthäus- und Lukasevangelium ist ein Sammlung von Worten Jesu, die "Logienquelle" oder "Q" genannt wird. Diese Quelle ist aber nicht erhalten geblieben.
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@UW1969

Stimmt es, dass sich Rudolf Bultmann auf dem Sterbebett bekehrt hat? (Das behauptet zumindest Eta Linemann)

Und stimmt es, dass die Trinität heidnisch ist? Ich höre diese Behauptung nicht nur von den Zeugen Jehovas. Karlheinz Deschner behauptet im dritten Band seiner 10 bändigen ,,Kriminalgeschichte des Christentums," dass es bereits in der ägyptischen Mythologie eine Sarapias-Trinitätslehre gab. Sie soll laut Deschner aus Isis, Sarapias und Horus bestanden haben. Stimmt denn diese Behauptung von Deschner?

LG

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@Marvin596

Ich habe mir vorgenommen, dass ich am kommenden Wochenende antworte. Dann habe ich mehr Zeit.

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@Marvin596
  • Stimmt es, dass sich Rudolf Bultmann auf dem Sterbebett bekehrt hat? (Das behauptet zumindest Eta Linemann)

Ich habe mir das Buch "Was ist glaubwürdig - Die Bibel oder die Bibelkritik" von Eta Linnemann gekauft, in der sie das bezeugt (Seite 13):

"Anläßlich der Erwähnung von Rudolf Bultmann möchte ich nicht versäumen zu erwähnen, daß er sich vor seinem Tode bekehrt und seine Schüler und Studenten um Vergebung gebeten hat. Kronzeuge dafür ist Ernst Käsemann, der das vor seinem eigenen Tod erwähnt hat, seinem Lehrer darin aber leider nicht folgen wollte. Die Nachricht ist verbürgt, ich habe mit dem Ohrenzeugen, der seine Identität nicht preisgeben will, selber gesprochen."

Zum Thema Dreieinigkeit melde ich mich am Wochenende.

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@UW1969

Vielen Dank für die Antwort. Ich habe auch bei Wikipedia gelesen, dass Ernst Käsemann Zeuge davon gewesen sein soll, aber bis heute konnte man die Geschichte von Linemann nicht belegen. Ich halte es allerdings für möglich. Ich habe mir von Eta Linemann bisher 5 Vorträge angesehen, den letzten über den Hebräerbrief aber noch nicht.

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Mir ist nicht ganz klar was Du mit "Glaubwürdigkeit" meinst. Meinst Du damit ihre Inhalte, die Aussageabsichten ihrer Autoren oder überhaupt ihre Enstehung und Existenz?

Um zumindest trotzdem ein bisschen zu antworten: es gibt kein anderes Buch, das so krass erforscht, kritisiert und in Zweifel gezogen wurde, mit dem Ergebnis, dass man sie mehr und mehr verstehen lernt.

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