Frage an Atheisten?

Wie stehst du zu anderen Göttern? Warum glaubst du beispielsweise nicht an den Shintoismus?

Weil ich meine Gründe habe an meinen Gott, den einen Gott zu glauben.

Ich verurteile aber keine Menschen die etwas anderes glauben. Meinungsfreiheit.

35 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich bin so erzogen worden, dass es einen Gott gibt und wenn ich ihn nur schön bitte, erfüllt er auch meine Wünsche. Das war mein kindlicher Glaube.

Doch je älter ich wurde, stellte ich das immer mehr in Zweifel. Nichts ist so wie es mir gelehrt wurde oder hatte sich bestätigt. Die Wissenschaft wiederlegt den größten Teil und ich frage mich nun mehr, was ist das für ein " lieber " Gott.......?

Ich verlasse mich inzwischen ganz auf mich, meinen Verstand und meine Fähigkeiten. Mache das Gelingen meiner Handlungen nicht von Gebeten und himmlischen Mächten abhängig. Ich entscheide selber und gehe die Dinge mit meinem gesunden Menschenverstand an.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Danke für den Stern! Das freut mich in diesem Fall ganz besonders. Weil die Frage sehr umstritten war und es hitzige Debatten, sehr unterschiedliche Meinungen und besonders viele Antworten gab. Sie bot ordentlich Zündstoff. Deshalb nochmal ein Lob von mir für diese interessante Frage 👍

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Hallo quraniclaw,

einst hatte ich einen Glauben - doch den brauche ich heute nicht mehr. Vielmehr darf mir der eine oder andere Zusammenhang plausibel und anwendbar sein - und ich bin selbstbestimmt, nicht durch z.B. Glaubensinhalte oder sogar Religionismen fremdbestimmt.

Eine Schöpferpersönlichkeit ist mir nicht (mehr) plausibel. Sehen wir darin Gott, so wäre Gott "jenseits" der Raumzeit selbst raumzeitlos. Mit der Zeitlosigkeit ergibt sich eine Freiheit von jeglichen Prozessen. Damit fällt eine Schöpfung aus, denn sie wäre ein Prozess. Das muss also irgendwie anders gewesen sein.

So manches Gottesbild erscheint mir antiquiert und religionistisch patriarchich erhalten zu sein.

Mir plausibel erscheint nur Gott als Liebe, da Liebe glaubensfrei modelliert werden kann - wobei die Persönlichkeit Gott im Modell der Liebe nicht postuliert wird und auch nicht gebraucht wird. Gott darf damit im Sinne einer Persönlichkeit wieder was ganz anderes sein.

Liebe modelliert sich u. a. aus Raumzeitlosigkeit. Aus der Raumlosigkeit folgt Einheit (keine Entfernung, keine Grenzen), die jeglicher Hiearchisierung (und damit implizit oder explizit einer Diskriminierung) widerspricht und auflöst.

Moralismen und Religionismen schränken beobachtbar Freiheitsgrade ein. Liebe würde aber für alle gleichermaßen größtmögliche Freiheitsgrade schaffen (ohne jetzt der Kürze wegen auf die Herleitung einzugehen). Damit kann Liebe weder moralistisch noch religionistisch sein - und in einer Abbildung auf Gott, Gott auch nicht.

Aus Liebe lässt sich aber eine Ethik im Sinne einer Attitude von liebenden Menschen bilden.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – früherer Glaube - heutige Plausibilität vieler Dinge

Warst du zufällig auf GuteFrage aktiv, als du noch gläubig warst? Mein Gedächtnis ist nicht gut genug um deinen Namen in Verbindung mit einem bestimmten Gespräch zu bringen, aber ich meine es war eine Meinungsverschiedenheit unter einem Thema bzgl. Gott/Glauben. Ich wünschte ich könnte eine Historie zwischen uns aufklappen und dies auffinden. Wäre Mal interessant zu sehen wie sich die Meinungen von uns beiden in der Zeit verändert haben. LG :)

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Ich glaube aus dem gleichen Grund nicht an irgendwelche "Götter"-figuren, aus dem die allermeisten Menschen nicht an Zwerge, Elfen oder Jedi-Ritter glauben: ich sehe keine Veranlassung dazu und bin von der realen Existenz derartiger Figuren nicht überzeugt.

Gibt es einen speziellen Grund weshalb ihr nicht an einen Schöpfer glaubt?

Also erstmal ganz allgemein, auf ALLE Götter bezogen: 

Weil ich schlicht keinerlei Grund habe, an einen oder mehrere Götter zu glauben, egal welche, denn es gibt* immerhin Tausende Götter. 

Es gibt keinerlei Beweise, Indizien, oder auch nur handfeste Hinweise, das ein oder mehrere Götter existieren, 

Bisher habe ich nichts in meinem Leben gesehen oder erlebt oder gefühlt, was mich dazu veranlassen würde, an Götter zu glauben. 

Ein AAA Schöpfergott von allem ist dabei in meinen Augen der Gipfel der Unsinnigkeit, vor allem seit ich immer wieder die Uhrmacher Analogie zu hören bekomme, die keinerlei Sinn macht. 

Da meinen doch tatsächlich einige Gläubige, alles komplexe/"perfekte" müsste bewusst geschaffen werden, und behaupten, deswegen muss am Anfang Gott gewesen sein. Dabei übersehen sie völlig, das so ein Gott ja selbst etwas sehr komplexes wäre, und ihrer Theorie nach demnach selbst von jemand anders bewusst geschaffen worden sein müsste. Macht man sie darauf aufmerksam heißt es nur "Gott war halt schon immer da, das ist Gott, da ist alles möglich"

Folgendes ist nicht abwertend gemeint, es soll nur verdeutlichen, was Geschichten über Gott/Götter für mich darstellen: Ich sehe bei offensichtlich erfundenen Figuren keinen Unterschied bezüglich der Wahrscheinlichkeit der Existenz, egal ob es um den Abrahamitischen Gott, Thor, Odin, Hades, Ra, Elfen, Trolle oder den Weihnachtsmann mit seinen fliegenden Rentieren geht. 

Selbst wenn ich wollte, könnte ich genauso wenig an einen Gott glauben, wie die wenigsten Menschen ernsthaft glauben könnten, das unsichtbare rosa Einhörner existieren und um uns rum fliegen. Mein Verstand macht da nicht mit, so sehr kann ich mich nicht selbst belügen bezüglich der Realität.

*Anmerkung: mit "gibt" ist nicht gemeint, das sie real existieren, sondern so wie es auch Harry Potter "gibt"

Ist euch der christliche oder muslimische Gott moralisch und ethisch nicht gut genug?

Das ist nun ein komplett anderes Thema, aber ok:  

Also erst einmal Grundsätzlich: Die Existenz von etwas hat überhaupt nichts damit zu tun, was ich von diesem etwas halte. 

Gäbe es einen Gott, dann gäbe es ihn, egal ob ich ihn gut fände oder nicht. Realität besteht nicht aus Dingen die man gern so hätte, sondern die Dinge sind wie sie sind, und man muss das beste daraus machen. 

So weis ich z.B. das Kindesmissbrauch existiert, egal wie sehr ich gern hätte, das er nicht existiert, existert er dennoch. 

Ebenso, selbst wenn ich wollen würde das ein Gott existiert, würde das nichts an seiner Nichtexistenz ändern. 

Soo nun zur Frage der Moral: Also bei den Muslimen kommt das allermeiste ja von Mohammed, der behauptet, ein Engel würde mit ihm sprechen, und ihm Gottes Willen mitteilen von daher kann ich den Muslimischen Gott kaum einschätzen. Mohammed ist natürlich ein Mörder und Kinderschänder, und der Gott den er beschreibt, ist ziemlich grausam und streng. Überwacht und regelt das Leben der Muslime bis ins kleinste Detail, bis hin zum Toilettengang, und führt ein äußerst merkwürdiges Punkte System, wo z.B. das zitieren aus dem Koran mehr Jenseits Punkte einbringt, als echte gute Taten.

Der Christliche Gott kommt auch nicht gerade allzu moralisch, oder gar gut rüber. Immerhin tötet er unschuldige erstgeborene um Herrscher zu erpressen, denen er zuvor selbst das Herz verhärtet hatte. Er löscht ganze Städte, samt Kindern und Babys aus, aus Eifersucht weil dort andere Götter angebetet werden. Er droht mit Sippenhaft, wenn man IHN nicht anbetet, lässt Menschen für eine Egowette foltern und töten usw. 

Also alles in allem ist der in der Bibel beschriebene Gott, ein Egoistischer selbstsüchtiger geltungssüchtiger Tyran, im alten wie im neuen Testament. 

Aber wie gesagt, daran liegt es nicht, das ich nicht glaube, sondern einfach weil ich keinerlei Grund sehe zu glauben.

Ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt, aber da es die Möglichkeit gibt, dass es keinen gibt und das mein Leben mit meinem Tod aufhört, möchte ich es so leben, wie ich es möchte und mich nicht an irgendwelche Regeln halten, nur um danach eventuell ein schönes Leben zu haben.

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