Frage an andere Lehrkräfte: Was könnt ihr empfehlen, wenn man zu perfektionistisch sein will?

2 Antworten

Als Anfänger hat man es so schwer wie du sagst. In manchen Fächern kann man die Unterrichtsvorbereitungen von Kollegen bekommen, der Fachrespizient wäre hierzu der erste geeignete Ansprechpartner.. Auch die Staatsinstitute der Ministerien bieten meist Hilfen an.

Die Art der Unterrichtsvorbereitung ist stark von der Schulart und dem Fach abhängig. Ich hatte die Fächer Mathematik, Physik und teilweise Informatik am Gymnasium. Von den Kollegen bekam ich keine Unterrichtvorbereitungen. Deren Zettelwirtschaft wäre auch nicht verwendbar gewesen. Im Zweiten Dienstjahr wurde ich zum Stundenplaner der Schule ernannt. Zeit für Unterrichtvorbereitung hatte ich dann zunächst mal nicht mehr. Viele Stunden mußte ich aus dem Stand halten. Da lernt man es. Die natürliche Strafe für eine schlechte Unterrichtstunde ist die nächste Unterrichtsstunde in der gleichen Klasse. Ich habe dann in den Ferien ausführliche Unterichtseinheiten erarbeitet. Einen Computer gab es aber damals noch nicht. Später habe ich diese Unterrichtseinheiten digitalisiert. Es hat Jahre gedauert bis diese von den Kollegen verwendet wurden. Auch die Verwendung eines fremden Konzeptes muß man erst lernen.

Meine alten Unterrichtskonzepte sind unter https://www.dropbox.com/sh/x56zbd1s9h9s199/AACTraaBO6hPukv2PMkjFB-_a?dl=0 frei verfügbar. Die Konzepte in Physik und die Oberstufenkonzepte in Mathematik sind trotz ihres Alters noch verwendbar.

Kopf hoch! Wenn du mit den Schülern einigermaßen zurechtkommst, wirst du es in zwei bis drei Jahren sehr viel leichter haben. Die Fächer Deutsch und Englisch sind aber wegen der langwierigen Korrekturen sehr lehrerverschleißträchtig.

Gruß von Littlethought.

Woher ich das weiß:Beruf – Lehrer für Mathematik und Physik i.R.

Ich danke schon mal für die tolle Antwort und werde nachher, wenn ich wieder Zuhause bin ausführlich antworten.

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Ich muss zugeben, dass ich generell ein recht fauler Mensch bin und daher nie so viel vorbereitet habe. Ich bereite die Stunden nur "grob" vor, am Ende weiß ich ja nicht zu 100% wie schnell die Schüler was verstehen und muss ggf. einige Sachen öfters erklären oder anders erklären. Also ich finde 8h für eine Doppelstunde schon viel, aber wie bereits erwähnt bin ich eher faul und hab noch nie wirklich detailliert meinen Unterricht vorbereitet.

ok, ich hatte da oft die Sorge, dass ich plötzlich sprachlos vor der Klasse stehe u. mir dann nichts mehr einfällt. Daher die strenge Durchtaktung. Aber ich hab bislang auch nie Klassen länger unterrichtet u. hatte auch kaum Unterrichtsreihen. Da wäre es vermutlich einfacher, weil man dann einfach schon zum nächsten Thema notfalls überspringen kann.

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@Gyldenloewe

Das ist absolut verständlich. Ich denke es reicht, wenn man siich mit dem Thema so außeinander setzt, dass man theoretisch jede Frage beantworten könnte.

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