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10 Antworten

Eine Zahlung über der versicherten Versicherungssumme ist nicht möglich!

Bei einem Vertragsabschluss sollte man immer darauf achten, dass die Versicherungssumme hoch genug abgeschlossen wird und natürlich auch wichtige Details wie z.B. grobe Fahrlässigkeit mitversichert ist.

Gerade gestern habe ich bei einem neuen Kunden eine Wohngebäudeversicherung vorgelegt bekommen, worin stand,  grobe Fahrlässigkeit bis zu einer Versicherungssumme von 10.000 € mitversichert.

Man stelle sich nun vor, das Haus brennt ab und es war grobe Fahrlässigkeit.  Er bekommt dann 10.000 €.  Ob er sich dann noch freut, über den tollen Vertragsabschluss, wo er vielleicht mal 30 € im Jahr gespart hat.

Wir (DBV und AXA) versichern eine Ein- und Zweifamilienhaus in unserem BoxFlex-Tarif mit einer Versicherungssumme von 2,5 Mio. € und die grobe Fahrlässigkeit ist mitversichert bis zur Versicherungssumme.

Ergänzend wird natürlich auch noch geprüft, ob die entsprechenden Versicherungsbausteine mitversichert sind.

Bei einem Leitungswasserschaden, kann ich mir solch einen Schaden nicht vorstellen.  Aber bei einem Überschwemmungsschaden wäre dies möglich. Nur haben sehr viele Versicherungsnehmer gerade diesen Baustein nicht mitversichert, manchen ist der Beitrag dafür zu hoch.  Und bei Gebäuden die in der Nähe eines  fließenden Wassers liegen, kann man diesen Baustein oft gar nicht mehr abschließen.

Hallo Mr. Schockiert,

wie so oft kommt es auf den  Vertrag an.
Pauschal  JA oder NEIN zu schreiben wäre falsch.

Es gib  einige Situationen bei der die Versicherungssumme überschritten wird. Sogar sehr weit!

[Entsprechende Klauseln vorausgesetzt]

Grundsätzlich  hat der Versicherungsnehmer Anspruch auf Endschädigung nach „gleicher Art und Güte“. Auf Deutsch und stark vereinfacht heißt das,
nachdem dein Haus beschädigt wurde, darfst du  dir ein vergleichbares Haus aufbauen. Die Versicherung würde dann wie bereits mehrfach geschrieben wurde bis zur Max.-Versicherungssumme leisten.

Leider reicht eine Entschädigungsleistung nach gleicher Art und Güte zumeist nicht aus.-Bezug auf „Total-Schaden“- Stell dir bitte folgendes
vor. Dein Haus wird 30 Jahre nach Vertragsabschluss zu einem versicherungspflichtigen Total-Schaden.  In dieser Zeit können und
werden sich verschiedene Dinge dahingehend geändert haben, dass ein
Wiederaufbau im vergleichbaren  Zustand  nicht möglich ist. Was viele Leute überhaupt nicht berücksichtigen, sind behördliche Auflagen.  

Behörden führen ständig irgendwelche neuen Auflagen ein.
- Mehrauflagen-   Diese führen zur Veränderung des Ursprungsbaus. Ein Wiederaufbau nach „gleicher Art und Güte“ ist  dadurch nicht mehr möglich.  Aufgrund der Auflagen müssen vielleicht bestimmte Dämmwerte, Brandschutz, Schallschutz, Energiewerte oder was auch immer eingehalten werden.  Dies führt unweigerlich zu erheblichen Mehrkosten, die eine „normale“ Wohngebäude-Versicherung nicht berücksichtigt. Selbst wenn eine unbegrenzte Versicherungssumme zugrunde liegt.  

Man kann dieses Problem jedoch relativ leicht in den Griff bekommen.
Die Lösung ergibt sich durch einen einfachen Einschluss in den Vertrag. Der
Vertrag muss „behördliche  Mehrauflagen“  berücksichtigen. Dadurch kann der Versicherungsnehmer die Max.-Versicherungssumme  bei Bedarf WEIT ÜBERSCHREITEN.

PS: Vor ungefähr 2 Jahren hatten wir einen Fall auf dem Tisch, bei dem die Versicherungssumme aufgrund Mehrauflagen um etwa 120.000€
überschritten wurde.

Ein Totalschaden nach einem Rohrbruch wäre die absolute Ausnahme. Das gibt es nur bei Feuer oder Elementarschaden.

In der Versicherungssumme sind auch Abrisskosten und Entsorgung des Bauschutts mit versichert.

Bei einer normalen Gleitender Neuwertversicherung wäre auf jeden Fall ein gleiches Haus  mit gleicher Verwendung möglich.

Nicht zu vergessen, gehört dir dann das Grundstück ja immer noch.

Zunächst ist einmal wichtig, wie Du Gebäude versichert bist, notfalls Elementarversicherung. Dann kommt dazu wie der Wasserschaden überhaupt entstanden ist, ist ein Rohr geplatzt, hast Du das Wasser überlaufen lassen, so einfach wird solchen Schaden keine Versicherung übernehmen!

MrSchockiert 29.06.2017, 17:24

Es würde sich um einen Schaden handeln,  bei dem die Versicherung zahlen muss. Die Prüfung war zuvor erfolgreich. Gibt es Möglichkeiten die max Summe zu überziehen ? 

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Liesche 29.06.2017, 17:31
@MrSchockiert

Nein, wenn die Höchstsumme nicht ausreicht, bleibst Du auf den Restschaden sitzen.

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schleudermaxe 29.06.2017, 17:52
@MrSchockiert

.... welche Summe? Meine kennt so eine maximale nicht.

Was soll das sein?

Meine vereinbart: Neuwertentschädigung, wir ersetzen ohne Begrenzung durch eine Versicherungssumme .......

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Elizabeth2 29.06.2017, 18:02
@schleudermaxe

Nun, der Fragesteller scheint so eine Versicherung zu haben mit maximaler Höchst Auszahlgrenze. Es gibt sie eben die unterschiedlichen Tarife für unterschiedliche Leistungen. Vielleicht zahlst du ja auch entrpechend, ich weiss es nicht,. zu hinterfragen ist auch, was di mit Neuwertentschädigung WIRKLICH meinen. Ausserdem kann es sein, dass es irgendwo bei dir versteckt ist. Bei alten Werten machen die sogar noch mit so alten Grundwerten herum, die kaum ein mensch versteht so richtig.....Die findest du nicht in der Maximum Grenze, gleichwohl gibt es sie.

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..... da kann nur Dein "Berater" helfen, denn der weiß, was in der Kasse ist und wer den Schlüssel hat.

Und warum sollte eine Versicherung für etwas bezahlen, wenn dafür gar kein Beitrag bezahlt wurde?

Die Antwort ergibt sich schlicht aus dem Begriff: maximale Versicherungssumme. Mehr geht nicht. Grundsätzlich muss man aber Ursachenforschung betreiben, vielleicht hat ein anderer den Wasserschaden verursacht, dann kann man die Haftpflichtversicherung des anderen in Anspruch nehmen, z.Bsp wegen Hotelaufenthalt oder so.....

MrSchockiert 29.06.2017, 17:25

Also ist immer bei der maximalen Versicherungssumme Schluss ? 

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Elizabeth2 29.06.2017, 17:27
@MrSchockiert

Die Antwort wird nicht besser, wenn du noch einmal danach fragst. Lasse dir bitte mal das Wort Maximum erklären.

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DerHans 29.06.2017, 17:45
@Elizabeth2

Deine Antwort wird dadurch aber auch nicht besser.

Aufräumungs- und Abrisskosten kommen zusätzlich zur Versicherungssumme. 

Auch Kosten für auswärtige Unterbringung der Bewohner für einen bestimmten Zeitraum werden ZUSÄTZLICH gezahlt

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Warum sollte man?

Die Versicherungssumme sollte von vorneherein so hoch angesetzt werden, dass sie genau für so einen Fall ausreicht.

MrSchockiert 29.06.2017, 17:25

Vielleicht gibt es Situationen, bei der die Summe nicht ausreichend ist. ?

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Elizabeth2 29.06.2017, 17:28
@MrSchockiert

dann muss man sich eben für solche Situationen höher versichern lassen, bedeutet höhere Beiträge für dich. Oder soll das alles dann die anderen Versicherungsnehmer zahlen?

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NamenSindSchwer 29.06.2017, 17:32
@MrSchockiert

Die gibt es tatsächlich immer wieder. Liegt dann daran, dass die Angaben zu den baulichen Merkmalen beim Antrag nicht korrekt gemacht wurden. Oder weil später angebaut wurde und das nicht der Versicherung mitgeteilt wurde. Manchmal absichtlich um geringere Prämie zu zahlen, manchmal fahrlässig weil "vergessen".

Nennt sich dann Unterversicherung und ist ziemlich doof, da die Entschädigung dann auch nur in der Höhe gezahlt wird, wie das Verhältnis "benötigte Prämie" zu "gezahlter Prämie" war. 

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DerHans 29.06.2017, 17:41
@MrSchockiert

Das passiert nur, wenn die Versicherungssumme zu gering berechnet wurde. Dabei muss man natürlich Sicherheiten einplanen.

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Die Versicherungssumme ist normalerweise die Höchstentschädigung. Daher wird meiner Meinung Dein Vorhaben nicht möglich sein.

DerHans 29.06.2017, 17:44

Aufräumungs- und Abrisskosten kommen zusätzlich zur Versicherungssumme. 

Auch Kosten für auswärtige Unterbringung der Bewohner für einen bestimmten Zeitraum werden ZUSÄTZLICH gezahlt

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Apolon 29.06.2017, 17:45
@DerHans

Bei alten Verträgen trifft dies nicht zu!

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DerHans 29.06.2017, 18:01
@Apolon

Das sind dann aber "alte Verträge" von vor dem 2. Weltkrieg

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webwiss 29.06.2017, 19:47
@DerHans

Insbesondere  für Kosten der Unterbringung müsste man die konkreten Bedingungen des Vertrages prüfen. Das gilt wohl nicht generell für alle bestehenden Verträge. 

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Apolon 30.06.2017, 10:51
@DerHans

@DerHans,

nein - da liegst du völlig daneben. 

Versicherungsverträge so aus den 70-igern.

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Nö...

Also wenn du so fragst: Nein

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