Frage an alle Theisten. Wie geht ihr mit dem Argument um, ihr müsst die Existenz Gottes beweisen?

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46 Antworten

Ich bin Atheist, erzähle aber mal ein wenig aus meiner Erfahrung mit Theisten.

Bisher habe ich nicht einen Theisten erlebt, welcher auch nur Indizien für die Existenz des jeweiligen Gottes nennen konnte.

es wurden als Antwort auf die Beweisfrage:

.) Bibelstellen zitiert

(immer ganz großartig wenn eine beliebige Predigt zitiert wird ohne tatsächliche Beweise zu nennen)

.) Auf persönliche Erfahrungen und Erlebnisse verwiesen

"Ich habe gebetet und drei Tage später war der Durchfall weg."

.) Ad ingorantiam argumentiert

"Ich kann mir nicht vorstellen dass dies anders funktioniert hätte/ funktionieren würde als durch Gott."

.) "Wunder" der Bibel, oder genrell der heiligen Schriften genannt

"Die konnten das damals ja nicht wissen..."

.) Die Gegenfrage nach Beweise gegen die Existenz gestellt

Frei nach dem Motto "kannst du das Gegenteil nicht beweisen, hab ich Recht".

.) Versucht sich mit Ignoranz aus der Affaire zu ziehen

Wenn man die Frage nicht beantwortet, kommt man nicht in Verlegenheit, nicht wahr?

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Kommentar von Zoroastres
07.11.2016, 20:35


"Ich habe gebetet und drei Tage später war der Durchfall weg."


Ich glaub ich werd gläubig! ^^

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Kommentar von 65matrix58
08.11.2016, 00:03

Was meinst du zu meiner Aussage?

0

Da ich mich weder als Theist noch Atheist verschubladen lassen würde (eher als Konstruktivist) erlaube ich mir trotzdem eine Antwort einzustellen:

Entstanden aus zerebralen Entwicklungskurven – die sich im „Abhebungsformat“ (zum Tier)in einer sog. Simulationskognition beschreiben lassen - und im finalen Moment der Bewusstseinsausgabe, die ein dem Menschen erschreckendes Bild der Wirklichkeit ermöglichte, konnten sich über Vorstellungen, Imaginationen und Ideenverwebungen so etwas wie eine psychische Funktionsgröße von Glauben (verschränkt und verknotet mit Hoffnungen, Vertrauen und Zutrauen in Etwas, in „Jemanden“ ) herausbilden.

Nun war der simultane Weg frei sich eine Seinsgröße zu konstruieren die folgende Merkmale in sich vereinte:

-Protektion (Schutz und Bewältigung in diesem Leben)
-Protention (Hoffnung, Erwartung auf z.B. Erlösung von diesem Leben)
-Gratifikation (Belohnung in diesem Leben und darüber hinaus)
-Kompensation (Bestätigung in der rituell verfassten Gemeinschaft)
-Absolution (als Freigabe das der Mensch noch immer Mensch sein kann und darf, trotz das er den von ih selbst gesetzten "göttlichen Normativen" nie entsprechen konnte)

Der Theist muss Gott beweisen können, damit er sein Dasein mit Sinn, Bedeutung, Hoffnung, Halt und Orientierung umklammern kann.


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Kommentar von Zoroastres
09.11.2016, 10:19

Das hast du sehr schön formuliert ^^

Aber was meinst du mit Konstruktivist

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Hallo Zoroastres,

Da die Existenz Gottes nicht im Sinne der Wissenschaft "bewiesen" werden kann, haben sich einige dafür entschieden, nicht an ihn zu glauben. Es ist einfach ihre Überzeugung, dass es ihn nicht gibt, wofür sie jedoch ebenfalls keinerlei Beweise haben. Es gibt also ebenso wenig einen wissenschaftlichen Beweis, dass Gott nicht existiert, wie dafür, dass er existiert.

Wenn man sich also an die Fakten hält, dann sollte man vorsichtig damit sein, feste Behauptungen aufzustellen, so als seinen diese unantastbar. Bei der Frage, ob Gott existiert oder nicht geht es vielmehr um Überzeugungen. Wenn jemand, der an Gott glaubt, von "Beweisen" spricht, dann sind das keine Beweise im Sinne der Wissenschaft, sondern Gründe, von etwas überzeugt zu sein. Das Gleiche kann jedoch auch in Bezug auf vieles gesagt werden, was die Wissenschaft im Hinblick auf die Ursprungsfrage behauptet.

Viele wissenschaftlich denkende Menschen glauben, das Vorhandensein von Materie und Leben sei auch ohne einen Gott erklärbar und so sind verschiedene Theorien und Denkansätze entwickelt worden. Beruhen diese jedoch auf unumstößlichen Beweisen, die keinen Widerspruch dulden? Leider nein. Sämtliche wissenschaftlichen Theorien im Hinblick auf dieses Thema sind im strengen Sinne nicht beweis- und belegbar. Im Grunde steckt auch in jedem Wissenschaftler eine bestimmte Weltanschauung, von der er sich in seinem Denken und in seinen Schlussfolgerungen leiten lässt. Es hat daher nichts mit Wissenschaft zu tun, wenn jemand behauptet, die Existenz Gottes sei durch Fakten widerlegt. Solch eine Behauptung entspricht eher eine Art Glaubensaussage.

Auch wenn uns der wissenschaftliche Fortschritt viel Gutes gebracht hat und Dinge möglich gemacht hat, die früher als undenkbar galten, kann Wissenschaft eines nicht: uns alles erklären. Manche Dinge liegen einfach außerhalb des Zugriffs der Wissenschaft. Hier ein einfaches Beispiel: Ich könnte niemals wissenschaftlich beweisen, dass mich meine Frau liebt, obwohl ich aufgrund vieler Erfahrungen und Eindrücke felsenfest davon überzeugt bin. Sollte ich aber an der Liebe meiner Frau zu zweifeln beginnen, weil mir der wissenschaftliche Beweis fehlt? Das wäre sicher lächerlich, nicht wahr?

Wie schon gesagt, ist natürlich auch die Existenz Gottes nicht zu beweisen, jedenfalls nicht nach rein wissenschaftlichen Kriterien. Die Frage "Gibt es Gott oder nicht?", lässt sich also nicht von der Wissenschaft her beantworten. Es gibt jedoch eine Menge Fakten, die die Wissenschaft zutage gefördert hat, die man unterschiedlich bewerten kann. Je näher man sich mit diesen Fakten (z.B. aus der Biologie oder Chemie) beschäftigt, umso eher hat man eine Entscheidungsgrundlage zur Beantwortung der Frage nach Gott. Ich möchte ein Beispiel aus der Genetik herausgreifen, das für mich persönlich eine Menge an Überzeugungskraft dafür liefert, dass die Existenz des Lebens nicht das Produkt ungerichteter Abläufe sein kann.

Nehmen wir einmal die Gene einer "einfachen" Zelle. Die darin gespeicherten Baupläne enthalten eine solche Fülle an Informationen, dass, würde man sie aufschreiben, ca. 850 Buchbände von je 1.000 Seiten entstünden! Ist es vernünftig anzunehmen, eine solche umfangreiche "Büchersammlung" mit äußerst sinnvollen Informationen könne das Werk blinden Zufalls sein?
Ein einzelnes Gen enthält ca. 27.000 Buchstaben. Das Genom besitzt die gigantische Informationsfülle, die in etwa 3 Milliarden Basenpaaren abgespeichert sind.

Um sich die Informationsdichte noch besser vorstellen zu können: Nur ein Gramm DNA enthält bereits so viele Informationen, wie auf einer Billion CD`s. Noch plastischer wird das Ganze, wenn man sich einmal klar macht, dass man auf einem einzigen Teelöffel die DNA der aktuellen Weltbevölkerung 350 mal unterbringen könnte! Kein von Menschen entwickelter Datenträger kann auch nur annähernd eine solche Kapazität erreichen. Ist es logisch anzunehmen, dass eine einzelne CD einen intelligenten Konstrukteur benötigt, die gerade beschriebene hoch komplexe DNA jedoch nicht? Wenn man sich klar macht, welche Arten von Informationen in der DNA abgespeichert sein müssen, wird das Ganze noch beeindruckender. Sie enthält nämlich u. a. Informationen für den Bau, die Wartung und die Reparatur komplizierter "Maschinen".

Allein die DNA-Verpackung im Zellkern ist eine technische Meisterleistung. Dazu ein Vergleich: Man müsste einen 40 km langen, sehr dünnen Faden in einen einzigen Tennisball unterbringen, wobei dieser Faden in einer ganz bestimmten Weise angeordnet sein muss. Das wäre in etwa so, als ob in einem riesigen Shop mit Millionen von Artikeln alles derart sinnvoll angeordnet wäre, dass man alles sofort findet. Würde man wohl jemals auf die Idee kommen, dass sich ein solcher Shop selbst organisieren könnte?
Bleiben wir noch einen Moment bei der DNA. Diese muss sich ja zigmal replizieren, damit die Zellteilung stattfinden kann. Dieser Vorgang ist hoch komplex . Z. B. müssen komplizierte molekulare Maschinen die DNA kopieren, lesen und Fehler berichtigen. Das alles geschieht in Bruchteilen von Sekunden.

Diese kurze Exkursion in die Genetik lässt mehr als deutlich klar werden, dass hier Intelligenz auf höchster Ebene im Spiel ist.
Solcherlei Beispiele lassen sich aus allen möglichen Fachgebieten der Wissenschaft entnehmen. Ob es um den Aufbau hochkomplexer molekularer Maschinen in lebenden Organismen geht oder um genial konstruierte Organsysteme - alles verrät ein großes Maß an Intelligenz. Intelligenz setzt meiner Überzeugung nach jemanden voraus, der denken, planen und konstruieren kann, eine Person also. Der Zufall kann das jedenfalls nicht.

Aus meiner Sicht liefert die Wissenschaft außerdem keine zufriedenstellenden Antworten auf die Entstehung des Lebens mit all seinen vielfältigen Erscheinungsformen. Man hat zwar eine Vielzahl von Erklärungen und Theorien aufgestellt, denen es jedoch an substanziellen Beweisen fehlt. Wären diese tatsächlich vorhanden, dann wäre Gott widerlegt und man könnte ihm allenfalls einen Platz im Museum zuweisen. Doch weit gefehlt!

LG Philipp

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Kommentar von Zoroastres
08.11.2016, 09:55

Im strengen Sinne ist natürlich außerhalb der Mathematik beweisbar und auch auch die Richtigkeit der Mathematik selbst nicht.

Solange die Existenz Gottes nicht bewiesen ist muss ich sie nicht annehmen und auch nicht in den Erklärungen einbauen.

Und es ist natürlich prinzipiell möglich zu erklären warum dich deine Frau liebt (wozu ich dich herzlich beglückwünschen möchte), nur sehr sehr umfangreich und teilweise nohc nicht möglich, weil uns gewisse Teilaspekte fehlen. Und du kannst auch daran glauben ohen eine wissenschaftliche Erklärung zu haben, denn du hast ja (zumindest subjektive und damit nur für dich gültige) Beweise, dass sie sie dich liebt, ohne genau zu erkären wie das denn funktioniert, aber deine Hypothese kann als erwiesen gelten.

Und deine Begründung, dass du es einfach nicht glauben kannst, dass die DNA im Laufe von Jahrmilliarden durch chemische Prozesse und Regeln, die sich bis jetzt noch immer bewährt haben und sogar beobachtbar sind, entstanden ist, ist ein eher schwaches Argument. Es gibt nämlich Leute, die sich sehr genau mit diesem Thema beschäftigen und es sehr wohl für möglich halten, da diese Art der Entstehung hinreichend genau erklärt wird.

Und das tolle an der DNA ist, dass sie Einfuss auf ihre Umwelt ausüben kann und sich selbst replizieren und vergrößern kann, also handlungsfähig ist, was mir von einer CD bislang nicht bekannt ist.

Eine CD (oder auch ein Buch) enthält Signale, die der Mensch letztendlich verstehen kann, da ein anderer Mensch sie zu genau diesem Zweck geschrieben hat. Mehr macht ein Buch dann aber auch nicht.

Die DNA hingegen zeigt ihre Information niemandem, sondern die einzelnen Moleküle handlen einfach auf die Weise, die die chemischen Regeln vorgeben, ohne dass es dabei zum Austausch von Information im engeren Sinne kommt. Es halndelt sich lediglich um Moleküle die gemäß den Gesetzen reagiern.

Sehr deprimierend ich weiß, aber so gut durch und durch erklärbar

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Gott ist weder beweisbar noch widerlegbar. Es gibt Dinge, die kann man widerlegen, wie z.B. die steile These mancher Christen, dass die Erde nur 6.000 Jahre alt ist, aber nicht jede Gottesvorstellung ist widerlegbar.

und Atheisten sagen dann wie Dinge funktionieren könnten und belegen diese.

Wissenschaftler belegen nicht wie Dinge funktionieren. Zumindest nicht in umstrittenen und nicht direkt beobachtbaren Bereichen. So etwas wie "Wie funktioniert Hydraulik?" lasse ich mal außen vor, denn es gibt ja keinen Gläubigen, der leugnen würde, dass physikalische Kräfte existieren und der behauptet, dass ein Hydrauliksystem nicht aufgrund physikalischer Kräfte funktioniert, sondern nur, wenn Gott das Ding "beseelt". Also im folgenden Abschnitt beziehe ich mich nur auf umstrittene und nicht direkt beobachtbare Theorien. Dazu gehört auch die Theorie "Gott hat unser Universum erschaffen".

Wissenschaftler glauben in gewisser Weise auch bestimmte Dinge. Jede Theorie, die von Wissenschaftlern als gültig angesehen wird, ist im Grunde nur eine mögliche Art und Weise wie etwas abgelaufen sein könnte. Die Wissenschaft beweist ja nicht, dass etwas auf eine bestimmte Art abgelaufen ist, sondern sie beweist, dass es auf eine bestimmte Art nicht abgelaufen sein kann. Wenn man 99 Möglichkeiten ausgeschlossen hat, dann bedeutet das nicht, dass die 100te Möglichkeit, die bis jetzt nicht ausgeschlossen werden konnte, die "Wahrheit" sein muss. Natürlich steigt mit jeder ausgeschlossenen Möglichkeit und jedem gescheiterten Versuch die 100te Möglichkeit auszuschließen, die Wahrscheinlichkeit, dass es wohl so abgelaufen ist wie die 100te Möglichkeit postuliert, aber es ist kein Beweis dafür.

Die Wissenschaft ist von ihrem Wesen her also vollkommen ungeeignet um die mögliche (Nicht)Existenz irgendeiner unspezifischen Art von Gott mit einem "befriedigenden" Ergebnis zu untersuchen. Gläubige können sich im Bereich der Wissenschaft immer zurück lehnen und sagen "Du kannst deine Urknalltheorie nicht beweisen und ich nicht die Existenz Gottes, aber wir glauben beiden an unsere jeweilige Theorie, weil es beides mögliche Szenarios sind, die noch nicht sicher ausgeschlossen wurden".

Da kommen wir zum nächsten Problem. Es gibt ja alle möglichen Arten von Theisten. Manche bewegen sich auf dem gleichen Weg wie die Wissenschaft. Es gibt Gläubige, die leugnen den Urknall nicht. Für die ist es halt nur Gottes Weg gewesen, um unser Universum zu erschaffen. Das Maximum was Wissenschaftler über das sagen können was vor dem Urknall war ist, dass sie es nicht sagen können, weil vor dem Urknall keine Zeit existiert hat und da wir Wesen sind, die in einer zeitlich linearen "Blase" leben, liegt das jenseits dessen, was wir uns vorstellen können. In dem Bereich dümpeln noch ein paar mathematische Formeln herum, aber nichts was wir ansatzweise belegen könnten. Jeder Mathematiker weiß, dass nicht alles was man berechnen kann auch real existieren muss.

Das alles hält mich persönlich aber nicht davon ab mich als Atheisten zu bezeichnen. Allerdings aufgrund einer überwältigenden Anzahl von Indizien und nicht weil irgendein zwingender Pro- oder Contra-Beweis vorliegen würde.

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Kommentar von Zoroastres
08.11.2016, 22:49

Wichtiger Unterschied: In der Naturwissenschaft gilt, eine Hypothese sagt, wie etwas abgelaufen sein könnte, eine Theorie passt in das bestehende Wissen und sagt wie etwas höchstwahrscheinlich abgelaufen ist (bzw. abläuft) und muss mit Beweisen gestützt sein.

Und einen zwingenden Beweis habe ich auch gar nicht verlangt, sondern nur Argumente, die die Existenz Gottes plausibel bis hochstwahrscheinlich machen.

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Ich halte es da mit Kant, der die Frage nach der Existenz Gottes außerhalb unserer Erkenntnismöglichkeiten verortet.

Erkenntnis ist nach Kant das Ergebnis der Interpretation von Sinneseindrücken durch unseren Verstand. Da Gott aber mit keinem der fünf menschlichen Sinne erfahrbar ist, ist Erkenntnis über die Frage schlicht nicht möglich. Deshalb ist es ja eine Glaubensfrage. ;-)

Von daher sehe ich mich auch nicht in Zugzwang, Gott zu beweisen. Ich weiß, dass Gott mit dem Verstand nicht erfassbar ist und folglich jeder Gottesbeweis, der jemals in der Geschichte versucht worden ist, in Wirklichkeit ein Zirkelschluss ist. Das ändert aber nix an meinem Glauben an seine Wirkmächtigkeit - die definiere ich nur nicht so infantil wie sich das manche Atheisten vorstellen.

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Sich persönlich muss man nichts beweisen. Man kann auch an Feen und Trolle glauben, völlig egal.

Kommt es aber zu einer Diskussion, also im Prinzip zum Duell, muss man erst die gemeinsame Waffe wählen - sonst ist es unfair oder schlicht sinnlos. Diskutiert man auf Basis von harten wissenschaftlichen Fakten ODER auf emotional-philosophischer Ebene. Wählt man das Letztere, muss man auch nichts beweisen - da gar nicht möglich.

Die Wissenschaft selbst macht zum Thema Gott keine Aussage. Nicht etwa weil sie es nicht könnte, sondern schlicht weil es keinen Grund zur Annahme gibt. Auf gut Deutsch: Die Frage nach Gott stellt sich hier gar nicht und somit ist, rational gesehen, die Existenz eines Gottes irrelevant.

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Kommentar von Zoroastres
08.11.2016, 16:52

Mal abgesehen davon, dass Philosophe nach Theologen diejenigen waren, die sich um die Existenz Gottes die meisten Gedanken gemacht haben, stimme ich dir zu.

Aber es gibt durchaus Leute, die meinen, die Wissenschaft beweise Gott.

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Da ich eher ein Deist als ein Theist bin, kann ich mich natürlich gut darum herumdrücken, Gott beweisen zu müssen, da das bei einem Gottesbild, das sich nicht weiter groß einmischt schlecht funktionieren würde.

Ein deistisches Gottesbild stellt schon eine Art von persönlichem Gott dar, eine Art von kosmischer Intelligenz, die ursprünglich hinter Raum und Zeit steht, was ihn vom Pantheismus unterscheidet. Beweisbar ist so ein Gottesbild aber genau so wenig, wie alle anderen.

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Kommentar von Zoroastres
08.11.2016, 17:14

Als Deist glaubst du also auch an die zufällig und zwangsläufig gottgewollte Entstehung von Leben, weil gott ja nicht mehr in den lauf der Welt eingreift. Habe ich Wikipedia da richtig verstanden?

Und damit lehnst du auch absoluten Determinismus ab, weil das dann ja bedeuten würde, dass Gott im Grunde alles wusste was geschehen würde, als er das Universum erschaffen hat, weil sich aus den Regeln, die er gab, klar ableiten lässt, was in weiterer Folge passiert?

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Kommentar von mrauscher
10.11.2016, 00:37

... es ist aber ein interessanter Gedanke. Gefällt mir, SibTiger.

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Zum Beweisen ist man nur dann genötigt, wenn man jemanden von etwas überzeugen will.

Für mich selbst sieht die Sache so aus, daß ich niemanden überzeugen will. Ich nenne allenfalls einige Argumente, und dann mag sich ein anderer selbst überzeugen oder es auch sein lassen.

Wenn ich an die Existenz Gottes glaube, dann hat das für mich einen Stellenwert wie "Wissen", ungefähr so, wie es für viele auch den Stellenwert von Wissen hat, daß sie glauben, daß es schwarze Löcher gibt, obwohl für deren Nachweis nur theoretische Argumente vorliegen und kein schwarzes Loch, das man zum Vorzeigen auf den Tisch legen kann.

Wenn es aber doch einmal dazu kommt, daß ich aus irgendwelchen Gründen genötigt bin, ein "beweisendes" Argument vorzutragen, dann kann ich nur darauf verweisen, daß nach meiner Auffassung alles, was ist, eine Ursache hat, daß es aber für die Erstursache aller Ursachen keine zuvor existierende Ursache geben kann, es also etwas zwangsläufiges Ewiges sein muß.

Das war es dann in solchen Fällen auch schon, weil es nicht mein Problem ist, ob andere dieses Argument akzeptieren oder nicht.

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Kommentar von Zoroastres
07.11.2016, 20:29

Innerhalb dieses universums hat alles eine Ursache. Aber kann es überhaupt kausale Zusammenhänge geben, bevor es Zeit gibt (Urknall=Entstehung der Zeit)

Außerdem sag ich das ja, dass du nichts beweisen musst, wenn du nicht darüber diskutieren willst

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Kommentar von 65matrix58
08.11.2016, 00:03

Was meinst du zu meiner Aussage?

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Kommentar von Zicke52
08.11.2016, 14:33

@Dxmklvw: "Zum Beweisen ist man nur dann genötigt, wenn man jemanden von etwas über zeugen will."

Nein! Beweisen sollte man auch müssen, wenn man allgemeingültige Gesetze und/oder gesellschaftliche Regeln erstellt, mit dem einzigen Motiv, dass ein unsichtbares Wesen es so will, dass

-dieses Wesen existiert

-das Gesetz/die Regel seinem Willen entspricht

Nun werden aber seit Jahrtausenden Menschen nach "Gottes Gesetzen" regiert, ohne dass jemals jemand einen Beweis für seine Existenz, geschweige denn für seinen Willen, erbracht hat. Es ist kaum 100 Jahre her, dass sich wenigstens die westliche Welt aus der Gottesherrschaft befreit hat, aber auch nicht völlig, da Religionen zahlreiche Privilegien genießen. So steht z.B. im deutschen GG Religionsfreiheit über Meinungsfreiheit. Solange nicht bewiesen ist, dass Gott existiert, ist der Glaube an ihn aber nur eine Meinung wie jede andere, und es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, sie höher zu bewerten und besser zu schützen als andere Weltanschauungen.

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Nicht!

Ich hab bis jetzt noch nirgends in der Bibel gelesen dass ich Anderen die Existenz Gottes beweisen müsste.

Der Auftrag, den Jesus uns gegeben hat, ist, das Evangelium zu verkündigen. Was so viel heisst wie weitererzählen. Was der Zuhörer damit macht, ist seine Sache.

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Kommentar von Zoroastres
08.11.2016, 09:36

Solange man dann nicht irgendjemanden von irgendwas überzeugen will, was er nicht ohne Beweis annehmen will, ok.

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Kommentar von mrauscher
08.11.2016, 23:56

Wir müssen die Existenz Gottes nicht beweisen, sondern wir können es, lieber Whitekliffs. Die Bibel allein macht das auf wissenschaftliche Weise. Und wer daran zweifelt, fragt die Koalition der Bibel, die Wissenschaftler, die etwas davon verstehen. Schau hier:

https://www.was-darwin-nicht-wusste.de/

Der Auftrag Jesu bleibt davon unberührt. Der ist auf jeden Fall gegeben, da hast du recht, Whitekliffs. Und auch, was jeder daraus macht, ist dann jedermans eigene Sache. Gruß Matthias

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Frage an alle Theisten. Wie geht ihr mit dem Argument um, ihr müsst die Existenz Gottes beweisen?

ich lächel darüber nur und schreibe dann ein paar fakten, die eindeutig belegen, dass diese ganzen märchenfiguren nicht existieren.........zwar kommen dann oft lustige anwtorten, aber das echte widerlegen dieser fakten ist nicht, denn sie sind nun mal geschichtlich und wissenschaftlich belegt................. das problem ist jedoch nur, dass leider immernoch 85 prozent der menschen lieber an märchen glauben, als einfach mal die glaubensbrille abzulegen und das leben selbst in die hand zu nehmen..........macht niemand, denn die gläubigen wollen immer die so schönen belohnungen haben, die der monotheismus mit eingebaut hat............ohne diese belohnungen wären sonst alle drei glaubensrichtungen schon längst zu kleinen sekten vergammelt..........und mal im ernst, wer will schon auf die unsterblichkeit, auferstehung oder wiedergeburt verzichten?..............das ist nämlich der wunsch eines denkenden wesens, dass einfach nicht wharhaben will, dass nach dem körperlichen tod nichts mehr kommt................:)

die geschichte bleibt aber trotzdem hart, ebenso die natur.............die geschichted er religionen hat schon längst bewiesen, dass der mensch sich seine mrächen selbst erschaffen hat und die natur zeigt uns seit milliarden von jahren, dass es völlig egal ist, was eine weiterentwickelte und denkende tierat so anstellt, denn die natur wird auch noch existieren, wenn diese tierart nicht mehr existiert...........oder was sagen eigentlich die gläubigen fanatiker dazu, dass mal unserer sonne der kraftstoff ausgeht und dann das gesamte sonnensystem in den naturgesetzlichen kreislauf MIT allen lebensformen auf diesem planeten dann in den tod reisst?.........da wäre dann eine auferstehung/wiedergeburt ziemlich heis und unsinnig.................*g*

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Es gibt keinen Beweis für Gott. Kein Mensch der rein nach rationalen Beweisen und Grundsätzen handelt wird Gott akzeptieren.

Aber für viele Menschen gibt es -oder sie hoffen das zumindest - mehr als nur doie beweisbare Welt.

Und dazu gehört der Glaube an Gott. Und da es sich hier um "GLAUBE" und nicht um Wissen handelt, benötigen echte Gläubige keine Beweise, denn das Gloauben ist für sie ausreichend.

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Kommentar von danhof
14.11.2016, 13:40

Das Wort Glaube ist im deutschen blöd. "Faith" trifft es besser.

Glauben klingt immer so wie das Gegenteil von Wissen.

Kein Mensch der rein nach rationalen Beweisen und Grundsätzen handelt wird Gott akzeptieren.

Wobei ich noch sehr beweifle, dass es solche Menschen überhaupt gibt, die rein rational ausgelegt sind. Mr. Data vielleicht, aber das war ein Android. Wenn das Kind eines vollkommen rationalen Menschen sagt, es habe Hunger - müsste es das dann erst beweisen?

Als Wissenschaftler tut man gut daran, so zu handeln wie du es schreibst... aber als Mensch im Alltag, im normalen Leben?

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also, ich gehöre wohl zu der Gruppe, die hier ausgenommen wurde, da ich nicht glaube dass ich irgendetwas beweisen muss.

Wenn ich anerkenne , dass Gott sehr viel größer ist als ich, wie könnte ich ihn dann beweisen ?  Dann wäre ich ja größer als Er und hätte Ihn im Griff oder im Überblick - das habe ich nicht.

Ich glaube auch nicht, dass es das ist was Gott von mir verlangt.

Ich kann auf Gott hinweisen, und evtl. meine Erfahrungen mitteilen,

aber diese Erfahrungen sind individuell, ich kann sie auf niemanden übertragen. Ich glaube zudem , dass Gott sich den Menschen, die Ihn ernsthaft suchen ( also nicht nur so auf diesem Forum z.B.) selbst beweist. Ich kann und wollte  das nicht für Ihn übernehmen, das kann ich nicht.

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Als Gläubiger muss ich Gott niemandem beweisen.

Der Glaube ist eben KEINE wissenschaftliche These. Glaube und Wissenschaft lassen sich gut verbinden, es ist aber nicht dasselbe.

Meine Erfahrung ist, dass es im Internet keinen Sinn hat, mit den sogenannten neuen Atheisten zu diskutieren, da das nur selten auf sachlicher Ebene abläuft.

Beleidigungen, Herabwürdigungen und absichtliche Fehlinterpretationen sind an der Tagesordnung.

Offenbar verführt die scheinbare Anonymität im Netz viele Menschen dazu, Dampf abzulassen. Man macht ein Punktespiel daraus, den jeweils anderen schlecht zu machen. Das ist Zeitverschwendung.

Wer wirklich interessiert ist an Gott, Jesus und dem Glauben, der möge in der realen Welt suchen und z.B. einen Gottesdienst besuchen.

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Kommentar von Zoroastres
09.11.2016, 00:27

Aber wenn die Religion einfluss auf die Gesellschaft nimmt, muss sie doch sehr wohl eine Existenzberechtigung vorweisen.

Außerdem diskutiere ich gerne über dieses Thema, aber ich will immer die Recherchemöglichkiet zur Hand haben und meine Aussagen überlegen können. Darum das Internet.

Und was bitte sind 'Neue Atheisten?'

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Beweisen müssen wir Theisten gar nichts. Es ist vielmehr so, dass Gott sich selbst beweist. Ich zitiere aus dem Römerbrief:

Röm 1,20
damit daß Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine
ewige Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man des wahrnimmt, an den
Werken, nämlich an der Schöpfung der Welt; also daß sie keine
Entschuldigung haben,

Nun könnte man trefflich darüber streiten, ob die Schöpfung nicht sogar von selbst entstanden ist. Aber so manche Beobachtung sollte einem doch zu denken geben. Da ist zum einen diese unermessliche Grösse des Universums, die eigentlich unnötig ist. Gäbe es nur unsere eine Sonne, so würde sich für uns nichts ändern. Auch die Vielfalt und Schönheit der Natur enthält mehr Elemente als zum blossen Funktionieren nötig sind. Unerklärlich ist auch immer wieder, warum es in der Natur so viele zerbrechliche und schwache Elemente gibt, die zugleich auch noch so schön sind. Dann die Komplexität des Menschen, der wie sonst kein Wesen zur Selbstreflexion fähig ist.

Zu denken gibt mir immer der Term im Bibelzitat "so man des wahrnimmt". Galileo hat seinen Zeitgenossen vorgeworfen, dass sie nur glotzen, aber nicht sehen. - Wir haben heute mit unseren Mitteln der Wissenschaft viel bessere Möglichkeiten die Tiefen dieser Schöpfung zu erforschen. Wir haben soviel Wissen über die Schöpfung zusammengetragen dass das eigentlich Beweis genug sein müsste.

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Kommentar von Zoroastres
08.11.2016, 10:19

Ich sehe nicht warum die Größe des universums, das Vorhandensein von mehr Teilen als nötig, das Vorhandensein von zerbrechlichen und Schönen Dingen (Schönheit ist eine menschliche Interpretation und dem Universum völlig egal) ein Argument für Gott sein soll?

Zuerst heißt es: Es gibt nur unser Sonnensystem, die Erde ist im Mittelpunkt und deswegen ist alles für den Menschen geschaffen worden.

Dann sieht man: Oh, das Universum ist doch größer. Hm. Na, dann ist das eben ein Beweis für Gott.

All dies sind eher Hinweise darauf, dass das Universum erst mal entstanden ist und sich dann zufällig was entwickelt hat, was man Leben nennt. Und genau dieses Leben schreibt dem Universum nun subjektive Eigenschaften zu, wie eben Schönheit.

Und weil die menschen es schön finden, nachdem ihr schönheitsgefühl von der Umwelt geformt wurde, glauben sie, dass es die Schönhiet gegeben habe, bevor sie sie erfunden haben.

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Kommentar von Panazee
08.11.2016, 11:03

Gäbe es nur unsere eine Sonne, so würde sich für uns nichts ändern.

Oh doch, da würde sich einiges ändern. Die physikalischen Kräfte bewirken ja nicht nur, dass unsere Planeten sich um unsere Sonne drehen, sondern auch, dass sich unser ganzes Sonnensystem mit ca. 83.000 km/h bewegt. In der Mitte unserer Galaxie gibt es ein schwarzes Loch, das sicher auch Auswirkungen auf unser Sonnensystem hat.

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Kommentar von Dxmklvw
08.11.2016, 13:30

Ich stimme dem zu, daß Gott sich selbst beweist.

Das aber mit Argumenten zu untermauern, die aus religiösen Schriften stammen, halte ich nicht für hilfreich, denn solche Schriften sind nach meiner Ansicht nur die Meinungsäußerungen der Autoren, und in der Folge splittet sich die Menschheit in Gruppen auf, die jeweils etwas einmal Gesagtes glauben oder nicht.

Gesucht wird ja nicht nach Geglaubtem, sondern nach etwas, das per knallharter Logik möglichst überzeugend wirkt, obwohl auch das alles unter dem Strich dann auch nur Geglaubtes ist.

Bei allen Überlegungen wirkt stets der Filter "Sinn des menschlichen Daseins" mit, so daß unbewußt die Überlegungen auch immer darauf abzielen, daß ein Argument nicht ausgerechnet dem widersprechen soll, was jeder für sich selbst für den Sinn seines eigenen Daseins ansieht.

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Es ist nicht möglich etwas zu beweisen, was es nicht gibt. Wie soll das den funktionieren. Es ist lediglich möglich, etwas zu finden, was die Existenz vermuten lässt. Wie Z.B. Der Koran wo drinnen steht das es Allah gibt. Oder die Bibel. Oder auch Geschichten wo Leute Gott gesehen haben. Allerdings sind diese Beweise nicht wirklich glaubwürdig. 

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Liebe/r [Zoroastres], ich empfehle dir (und anderen) diese Seite

http://www.begruendet-glauben.org

Die ist dem Dialog zw. mainstream Wissenschaftlern, Philosophen, Theologen, usw., gewidmet, die Vertreter unterschiedlicher Weltanschauungen sind, und mit Fokus auf eine Kritik/Verteidigung des monotheistischen und insbes. des christlichen Glaubens.

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Kommentar von Zoroastres
10.11.2016, 15:28

Danke für den link. Werd ich machen.

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Beweisen ist tatsächlich schwierig, da Gott in dem Sinne weder greifbar noch sichtbar ist.

Und kein Atheist würde Wohlstand, positive Erlebnisse/Ereignisse im Leben einem Gott zuschreiben. Wenn es um Gott geht dann ist es eher der Böse der all das Leid zulässt. Aber darauf will ich hier nicht nochmal eingehen.

Ich würde auch gerne einen Indikator in die Luft halten und anhand der Färbung sagen "es gibt einen Gott". Das funktioniert jedoch nicht.

Für mich ist nur klar, der Urknall und die Evolution ist keine Alternative zur Beschreibung für all das was wir sehen. Für mich ist es eigentlich relativ simpel. Ganz egal welche Wissenschaftler wieder zu Erklären versuchen welch eine komplexe Mischung von Materie und Chemikalien notwendig wäre, um unter optimalen Laborbedingungen hier auf der Erde eine lebende Zelle zu erzeugen. Natürlich kann man überall auf der Erde an vielen Lebewesen Evolution sehen, ich als Kreationist/Theist würde Lügen, wenn ich die Anpassungsfähigkeit der Tierarten leugnen würde. Aber als Theorie für die Entstehung von Materie oder gar das Leben reicht weder Evolution, noch in verbindung mit dem Urknall.

Und an die, die behaubten, ich rede von pinken Einhörnern hinter dem Mond. Seid ihr Augenzeugen etwa der ersten Lebewesen? oder habt ihr den Urknall live miterlebt? Schonmal liveaufnahemen davon gesehen? Ihr redet doch von mind genau so "Pinken" Einhörnern.

Wenn es sich also für euch so anhört als rede ich von pinken Einhörnern hinter dem Mond. Dann... Ja es gibt diese Einhörner aber ob sie wirklich hinter dem Mond leben, weiß ich nicht. Und vielleicht sind sie doch blau oder grün. Aber es sind verdammte Einhörner ;)

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Kommentar von Zoroastres
07.11.2016, 22:33

1) Nein, es ist ein verdammtes rosafarbenes unsichtbares Einhorn. Und hinter dem Mond lebt es nicht, sondern es ist unser Herr, der uns aufgesucht hat um uns zu warnen. "Mögen Ihre Hufe niemals beschlagen werden!"
https://de.wikipedia.org/wiki/Unsichtbares_rosafarbenes_Einhorn

^^

2) Evolution hat mit der Entstehung von Materie nichts zu tun und auch nicht mit der Entstehung von Leben. Evolution beschreibt die Entwicklung des Lebens, nachdem es entstanden war. Oder vielleicht noch besser die Entwicklung der RNA/DNA. Bist du sicher dass du dich mit diesem Thema genügend beschäftigt hast? Ich zweifle daran.

3) Das Leben ist nicht einfach als eine Zelle enstanden sondern über den Weg über immer größere Moleküle mit faszinierenden Eigenschaften (so die derzeitige, ziemlich plausible These, wenn man sie genauer überprüft), die es erlaubt haben Einfluss auf die Umwelt auszuüben.

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Kommentar von PHoel
07.11.2016, 23:14

Beweisen ist tatsächlich schwierig, da Gott in dem Sinne weder greifbar noch sichtbar ist.

Es ist nicht schwierig sondern unmöglich

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Kommentar von 65matrix58
08.11.2016, 00:02

Was meinst du zu meiner Aussage?

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Da gibt es eine banale Antwort.

Da ein Theist für sich keinen Gottesbeweis benötigt, braucht er anderen  Menschen keinen solchen zu unterbreiten.

Der Gottesbegriff gehört in den transzendenten Bereich und unterliegt nicht unseren physikalischen Gesetzen, daher ist von dieser Seite kein Beweis zu führen. Man kann aber wie Einstein oder Heisenberg vom Räderwerk des Universum so fasziniert sein, dass man aus logischen Gründen ein Gott für möglich hält. Der aber nach Einsteins Worten kein persönlicher Gott sein kann.

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Kommentar von Zoroastres
08.11.2016, 17:02

Falls es einen wie auch immer gearteten transzendeten Bereich gibt, der nicht erforscht werden kann...

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Naja, Physikalische Regeln usw. sind ja auch alle natürlich Beweisbar. Aber niemand weiß, wieso und warum sie genau so sind. Man kann nicht sagen, dass es so SEI. 

Der Urknall z.B war der Beginn des Universums, aber  was gab es davor und warum gibt es überhaupt etwas? 

Religionen sind eben der Meinung, dass es etwas geschaffen haben muss. In den meisten Fällen eben ein Gott.

Man kann Religionen genau so  beweisen, dass es sie gibt, so wie man beweisen kann, dass es sie nicht gibt.. 

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Kommentar von Zoroastres
22.11.2016, 22:05

Entweder kann man etwas beweisen oder nicht. Es ist nicht möglich etwas zugleich zu beweisen und zu widerlegen. Das ist ein Widerspruch und in keinem Logiksystem vorhanden, auch nicht in nichtklassischen Logiken. Man kann höchstens wahrheitswerte zuordnen, oder sagen dass zwei gegenteilige aussagen potentiell möglich sind.

Und das Problem mit Religionen ist, dass sie nicht nur das meinen...

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Theisten scheren sich schlicht nicht darum. Du hast mit der Fragestellung an sich völlig recht. Wer eine hahnebüchene Behauptung aufstellt, der ist auch in der Pflicht, sie zu beweisen. 

Theisten haben sich als Joker für solche Fälle die Antwort zurecht gelegt: Gott kann man nicht beweisen, man muss an ihn glauben. 

Das ist genau die Argumentation, bei der man dann getrost auf den Rest der Unterhaltung verzichten kann. Es ist aussichtslos. Wer "glaubt", der lässt sich auf keine Argumente ein und ist einer rationalen Diskussion nicht zugänglich. 

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Kommentar von marty55
08.11.2016, 04:30

Na Gott sei Dank muss man nicht an ihn glauben sonst würde ich noch mehr unsinnigen Ballast mit mir rumschleppen. So eine Religion neigt ja dazu nicht nur alles dadurch erklären zu wollen, dass ein Gott es eben alles so geschaffen hat. Nein sie behauptet auch dass dieser Gott alles mögliche von uns erwartet. Zum Beispiel: Sonntags in die Kirche gehen, vor dem Essen beten...etc.
Vor allem eine Menge Regeln befolgen, welche aber meistens von der Herrschenden aufgestellt wurden, damit die Herrschaft nicht gefährdet wird und ihr Einkommen gesichert wird. Z.B. Ablasshandel.....Dabei wandelt sich die Vorstellung von Gott in dem Maße wie wir Erkenntnisse über unsere Welt gewinnen. Zu Zeiten der Israeliten die durch die Wüste zogen war es ein Gott der Rauchzeichen und "Feuersäulen" abgab. (Offensichtlich ein Vulkan)  Gemeinhin muss man dem Gott auch noch hin und wieder ein Schaf opfern, damit die Geistlichen sonntags auch ein Stück Fleisch auf dem Tisch haben!

Entschuldigt, ich könnte stundenlang so weiterschreiben. Ob Gott existiert oder nicht, die Religion wirkt in unser Leben und unsere Kultur und bestimmt die Regeln nach denen sich unsere Gesellschaft ausrichtet.

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