Frage an alle Selbstversorger die selber schlachten...

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Schau mal in den Film "Emmas Glück" rein, wenn es dir möglich ist. Sie vollzieht mit ihren Schweinen auch ein Ritual, wenn sie sie schlachtet und bedankt sich quasi bei ihnen. Natürlich kannst du sicher sein, dass das in der Realität kaum jemand macht. Und, vor allem, wohl niemand genau so macht. Aber irgendwie ist das schon ein schönes Beispiel für eine "liebevolle" Schlachtung. Obwohl man das Wort "liebevoll" natürlich in Frage stellen kann. Wenn man tötet, tötet man. Und ich denke, die Tiere sind nicht so blöd, dass sie nicht merken das etwas los ist. Sie wissen wahrscheinlich nur nicht, was genau los ist.

Kenne den Film leider nicht...laesst sich ja aber aendern, Danke fuer den Tip. Eben gerade weil ich Tiere fuer emotional intelligenter halte als Menschen halte ich es fuer noetig einen moment innezuhalten beim verfahren... Und Danke fuer das Wort liebevolle Schlachtung ich finde es auch paradox aber richtig !!!

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@Quagga

Bitte, Bitte. Kein Problem =) Und danke für das Sternchen, auch wenn ich kein Selbstversorger bin.

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Mir helfen beim Schlachten immer meine Nachbarn, das sind echte Bauernleute vom alten Schlag. Für sie ist das Schlachten, das normalste in der Welt, mir ist jedoch immer wieder sehr mulmig dabei und komme jedesmal wieder ins Grübeln. Da hilft es auch nicht, dass es ohne die Tiernutzung keine Rinder mehr gebe, den Tieren im biologischem Landbau und in der Natur eine wichtige Rolle zukommt (Bodenfruchtbarkeit), meine Rinder praktisch wild aufwachsen und ich alles unternehme, damit die Tiere selbst und die anderen nichts mitbekommen. Ich denke dieses ist meine Weise den Tieren meine Achtung zu bezeugen.

ein ritual habe ich eigentlich nicht. es hört sich komische an, aber es gibt rinder oder bullen die ich vorm schießen noch einmal streichel. aber in ihren augen kann man sehen das sie wissen was kommt. wichtig ist nur das es schnell geht und sie nicht leiden müßen.

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Unser Reitstall liegt in einem Naherholungsgebiet mitten im Ballungsraum. Schon bei zaghaften Sonnenstrahlen, nutzen diese grüne Lunge verständlicherweise viele Spaziergänger und unseren Reitstall einfach mal direkt mit. Wir erleben ständig Leute, die ohne zu fragen, ihnen fremde Pferde auf den Weiden anfassen, füttern, einfach in unsere Stallungen marschieren, kleine Kinder in Boxenfenster heben und blauäugig deren Unversehrtheit riskieren. Weiß denn heute keiner mehr, dass auch Pferde ganz schön zubeißen können und so ein niedlicher kleiner Kinderfinger dann ganz und gar nicht mehr gut aussieht? Es ist uns allen ein Faszinosum, dass ein Reitstall, der ganz normale Ein- und Ausgänge hat und eben nicht abgesichert ist wie ein Gefängnis, sozusagen ein Zoo mit freiem Eintritt zu sein scheint.

Die meisten der "Zoo-Besucher" sind freundlich. Trotzdem ist es befremdlich, wenn man sein Pferd versorgt und dabei von einer 5-köpfigen, begeisterten Familie beäugt wird, wie ein Affe im Zoo. Und es wird auch nicht besser, wenn Mama oder Papa den Kindern das, was sie da gerade alle gemeinsam sehen, simultan verbal übersetzt und erklärt und dabei totalen Nonsens redet.... Umgekehrt gehe ich ja auch nicht ungefragt in deren Gärten und gucke ihnen beim Unkrautjäten, Heckenschneiden oder Grillen zu und mache daraus ein Event für meine Kinder....

Aber wir Reiter müssen ja freundlich sein. Sonst sind wir arrogante Bonzen. Die Leute reagieren ja schon heftig beleidigt, wenn man sie freundlich bittet, ihre Hunde nicht auf die Weiden rennen und die Pferde jagen zu lassen oder ihre Haufen dort zu hinterlassen. Auch dass man nicht möchte, dass sie gefüttert werden, stößt auf Unverständnis. Und ich frage mich halt, warum das so ist. Warum glauben so viele Menschen, dass sie das dürfen? Warum ist es ihnen augenscheinlich auch total egal, ob sie mit dem, was sie füttern, unter Umständen sogar Schaden anrichten?

Kein Schild, mit egal welcher Formulierung hat bis jetzt ausgereicht, streichel- und fütterwütige Fußgänger aufzuhalten. Und wenn auf den Weiden Fohlen sind, dann kann ich verstehen, dass sie nicht wissen, dass gerade die jüngsten noch kein starkes Immunsystem haben und man sie eben nicht streicheln sollte, um sie vor Krankheiten zu schützen. Aber warum auch ganz höfliche Bitten auf Empörung und Unverständnis stoßen, das verstehe ich nicht. Die Leute reagieren sehr oft sehr frech und sehr heftig und das, obwohl wir wirklich freundlich sind. Ich denke, weil sie vielleicht doch irgendwo im Hinterkopf wissen, dass man das nicht machen sollte und sich ertappt fühlen.

Letztens geriet eine ganze Herde in Panik - Auslöser ein älterer Herr, dem die friedlich grasenden Pferde zu langweilig zum fotografieren waren. Er wollte Action und hat ein Heidenspektakel veranstaltet, damit die Herde in Wallung geriet. Dass dabei auch richtig was passieren kann, war ihm herzlich egal. Ist das Ruhrgebiets-spezifisch, oder gibt es das auch woanders? Und was hilft dagegen?

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Weshalb haben Landwirte oft einen Hang zum Beklagen?

Hallo!

Immer häufiger habe ich den Eindruck, dass sich Landwirte sehr häufig beklagen und es sich dabei meistens letztlich um "Jammern auf hohem Niveau" handelt.

Ich habe vor geraumer Zeit mit einem Landwirt gesprochen, der sich in einer Tour über alles beklagte und darüber schimpfte, wie schlecht es ihm doch ginge und wie sehr die Gesellschaft gegen den Bauernstand hetzt, wie wenig ihm noch bliebe und was für ein hartes Brot mit geringem Erlös die Landwirtschaft sei, man hatte beinahe den Eindruck, dass man es mit einem bettelarmen Mann zu tun habe, der jeden Tag um seine Existenz fürchten müsse ------> am Ende verwies er aber voller Freude auf Investitionen über 150.000 Euro an seinem Hof, was für ihn absolut kein Thema und für die Zukunft sehr wichtig sei, ehe er nach dem Gespräch "selbstverständlich" in einen BMW X5 der aktuellen Serie stieg.

Er ist kein Einzelfall; ich habe schon etliche solcher Gespräche mit Landwirten geführt. Jeder von ihnen jammerte über alles und bemitleidete sich selbst und den Bauernstand, aber trotzdem hat man einen dicken Hof, ein fettes Auto neuer Bauart einer deutschen Premiummarke, viel Land, quetscht in der Regel jeden machbaren Cent aus inklusive Direktvermarktung, Ferienbauernhof usw., und beklagt sich dennoch darüber, zu wenig Geld zu haben und von der Politik sowie der Gesellschaft benachteiligt zu werden, obwohl man mitunter die Landwirtschaft nur nebenher betreibt und im Hauptjob nicht so schlecht verdient. Dann aber sind doch teure Ausgaben offenbar kein Thema und der neue Traktor ist es auch nicht. Kommt man dann wieder zu Wort, wird aber erneut nur gemeckert und ausgeteilt.

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