Frage an alle Selbstversorger die selber schlachten...

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9 Antworten

Schau mal in den Film "Emmas Glück" rein, wenn es dir möglich ist. Sie vollzieht mit ihren Schweinen auch ein Ritual, wenn sie sie schlachtet und bedankt sich quasi bei ihnen. Natürlich kannst du sicher sein, dass das in der Realität kaum jemand macht. Und, vor allem, wohl niemand genau so macht. Aber irgendwie ist das schon ein schönes Beispiel für eine "liebevolle" Schlachtung. Obwohl man das Wort "liebevoll" natürlich in Frage stellen kann. Wenn man tötet, tötet man. Und ich denke, die Tiere sind nicht so blöd, dass sie nicht merken das etwas los ist. Sie wissen wahrscheinlich nur nicht, was genau los ist.

Kenne den Film leider nicht...laesst sich ja aber aendern, Danke fuer den Tip. Eben gerade weil ich Tiere fuer emotional intelligenter halte als Menschen halte ich es fuer noetig einen moment innezuhalten beim verfahren... Und Danke fuer das Wort liebevolle Schlachtung ich finde es auch paradox aber richtig !!!

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@Quagga

Bitte, Bitte. Kein Problem =) Und danke für das Sternchen, auch wenn ich kein Selbstversorger bin.

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Ich war "leider" noch nicht oft beim schlachten dabei. - Allerdings hatte ich auch bei den wenigen Malen nie ein Ritual. - Außer eine Zigarette davor um zur Ruhe zu kommen. - Dennoch bin ich der Meinung (mag sich pervers anklingen,) dass man das nicht zu nah an sich ran lassen sollte.


Nachtrag: Das Wort leider passt absolut nicht rein. Ich bin froh, dass ich es nicht mehr muss.

Damit es einem nicht zu nah geht suche ich ein gedankliches ritual ohne schnaps usw

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@Quagga

Alkohol ist dort eh der falsche Weg. Denn wenn man es falsch macht, muss das Tier womöglich unnötig leiden.

Ich habe es bislang so gemacht, dass ich es gar nicht an mich ran lassen habe. - Aber wenn dieses Thema kommt, dann kommen ebenfalls die Erinnerungen wieder.

Ich habe erst/nur einmal bei dem Bolzenschussgerät abgedrückt, aber das reicht mir vollkommen.

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Heute bin ich Vegetarier. Ob es nun mit den Erfahrungen zusammen hängt, weiß ich nicht. - Ich weiß nur, dass ich nie wieder dabei sein will, geschweigedenn die Apperatur selbst bedienen.


Aber ich war auch nie groß in dem Bereich tätig. - Ich habe nur eine Zeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb gearbeitet, der selbst Fleich produziert.

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@derMeier

Ja, ich denke seit Jahren darueber nach vegetarier zu sein, es gibt auch keine guten Argumente dagegen. Ich habe in meinem Leben bereits viele Laster niedergelegt aber gutes Fleisch richtig zubereitet ist ein Genuss auf den ich besseren Wissens nicht verzichten will. Aehnlich wie bei vielen wohl das rauchen... Bei mir geht es um meinen Ziegenwuchs bin 2 Boecke nicht losgeworden. Ich koennte sie loswerden dort werden sie aber eh nur geschlachtet, da denke ich kann ich sie auch selber essen, also artgerechte und gute Fuetterung ist bestimmt ein gutes Fleisch...wenn ich es essen koennte...ein unbekanntes Tier schon eher aber die sind meist gemaestet oder ausgezehrt..

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@Quagga

Ab und an esse ich auch mal Fleisch. - Demnach würde ich mich selbst nur als "Quasi-Vegitarier" deklarieren. - Nur wenn ich mir eben die Massentierhaltungen anschaue, dann bereue ich es doch zu tiefst, dass ich auch nur selten Fleisch esse.


Wegen deinemm Anliegen, mit den Ziegen: Ich würde die eher hergeben bevor ich die selbst schlachte. - Wie gesagt, es ist nur meine Meinung. Ich kann und will kein Tier mer töten. - Geschweige denn es selbst zu essen.

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Mir helfen beim Schlachten immer meine Nachbarn, das sind echte Bauernleute vom alten Schlag. Für sie ist das Schlachten, das normalste in der Welt, mir ist jedoch immer wieder sehr mulmig dabei und komme jedesmal wieder ins Grübeln. Da hilft es auch nicht, dass es ohne die Tiernutzung keine Rinder mehr gebe, den Tieren im biologischem Landbau und in der Natur eine wichtige Rolle zukommt (Bodenfruchtbarkeit), meine Rinder praktisch wild aufwachsen und ich alles unternehme, damit die Tiere selbst und die anderen nichts mitbekommen. Ich denke dieses ist meine Weise den Tieren meine Achtung zu bezeugen.

Da bleibt mir wirklich nur noch schwarzer Humor... Ist die Frage ernst gemeint? Du meinst, das Tier ist happy getötet zu werden, weil ich vorher meine Dankbarkeit ausdrücke?

ich denke, es geht weniger darum ob das Tier nun "glücklich" getötet wurde. - Eher darum um mit seiner eigenen Psyche klar zu kommen. - Es ist immerhin ein Lebewesen, dass man um die Ecke bringt. - Schwache Gemüter kommen darauf nicht sonderlich gut klar. - So wie ich.

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@derMeier

Verstehe. Du hattest in Deiner Frage darauf abgestellt, wie die Tiere "dann" reagieren. Daher meine "Verblüffung". Ansonsten denke ich, dass man das, so gut wie möglich, sachlich betrachten sollte. Ich möchte Fleisch essen oder sonstwie verwerten. Also muss das Tier sterben. Das dann aber ohne jede unnötige Quälerei.

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@bigfellow

Das meine ich ist es fuer ein Tier das gut gehalten wurde nicht die groessere Quaelerei als ein fuer ein Tier aus Massentierhaltung getoetet wird ?

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Danke Meier

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ein ritual habe ich eigentlich nicht. es hört sich komische an, aber es gibt rinder oder bullen die ich vorm schießen noch einmal streichel. aber in ihren augen kann man sehen das sie wissen was kommt. wichtig ist nur das es schnell geht und sie nicht leiden müßen.

Wer sowas macht, ist zu hart gesotten, um sich darüber Gedanken zu machen, denke ich. Es sei denn, er wird unfreiwillig Zeuge davon.

Wer sowas macht ? Alle unsere Vorfahren bis die Industrialisierung und Massentierhaltung kam. Da mussten wir so sein. Heute wird uns das abgenommen, heraus kommt etwas was man noch viel weniger sehen will massenhaft leidende Tiere in ueberfuellten Staellen und schlecht industrialisierte Schlachtverfahren...

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Solange vor dem Gesetz das Tier als "Sache" behandelt wird, glaube ich kaum das dies irgendjemand tut!!!

Was für ein unsinnig, radikales Denken.

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guck mal das bild, die tiere checken das schon irgendwie

edit

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Nein ein Ritual wurde nie gemacht.Die Schweine im Stall merken komicher weise wenn der Schlachter den Stall betritt.Später nach dem schlachten ist dann im Stall alles beim alten

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