Fotostile? - gibt es das überhaupt?

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2 Antworten

Einige Stilrichtungen der Fotografie sind mir bekannt, die sich gestalterisch an die Stile der Malerei anlehnen.

Die erste Richtung wäre der Pictorialismus (z. B. Alfred Stieglitz), der Emotionen und Symbolik ins Bild bringen will, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Pictorialismus .

Die zweite Stilrichtung stellt das - nüchterne - Gegenteil dar, dazu gehören Begriffe wie "Neue Sachlichkeit" (z. B. Otto Sander) oder "straight photography" (z. B. Ansel Adams).

Eine weitere Richtung wird mit "Neues Sehen" beschrieben und greift Ideen der Abstraktion und des Bauhauses auf (z. B. Umbo = Otto Umbehr).

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Nein, diese Zuordnung wie im Sinne der Kunstgeschichte gibt es bei der Fotografie nicht.

Das liegt zum einem daran, dass Fotografie zunächst eine bildbidende Technik ist, somit also ein mögliches Submedium innerhalb der bildenden Kunst. Zum anderen ist die künstlerische Fotografie wiederum nur ein sehr kleiner Zweig innerhalb der Fotografie, der sich da innerhalb der Kunst tummelt. - Der weitaus größere Bereich liegt in der semiprofessionellen Dokumentation, der Werbung, der Auftragsfotografie. In diesen Abteilungen gibt es in der Tat Stile oder Tendenzen, die dem jeweiligen Zeitgeschmack entsprechen.

P.S. Das von dir zitierte Foto ist m.E. eher mittelmäßig: Sollte die Unschärfe gewollt sein, frage ich mich, warum? Wo ist denn dann die Schärfe, also das, worauf es ankommt? Wenn ich S/W fotografiere, muss ich Hell/Dunkel sprechen lassen - oder auch differenzierte oder eben undifferenzierte Grautöne. Also** künstlerisch** sehe ich da ehrlich gesagt gar nichts!

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