Fotograf verweigert Bilder, was tun?

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8 Antworten

Hallo, das kenne ich irgend wie. Erst einmal sollte man ohne Vertrag nicht arbeiten, aber das haben Dir ja die anderen auch schon geschrieben. Da Du als fotografierte Person das Recht am Bild besitzen tust, (§22 KunstUrhg Recht am Bild) solltest Du Ihm das schriftlich per Einschreiben und Rückantwort letztmalig unter der Nennung einer Frist schreiben. Ich gehe davon aus das Dir die Adresse bekannt ist. Was Du unter keinen Umständen machen solltest wäre ihm zu drohen, denn dann würdest Du Ihm nur Gründe geben. Ich arbeite jetzt schon viele Jahre in diesem Geschäft und mache auch einige kostenlose Shootings, aber ohne einen Vertrag mache ich nichts. Das ist eigentlich bei 95 % aller Kollegen so und solche Schwarzen Schafe sehen wir überhaupt nicht gerne. Lass Dich aber nicht entmutigen das Recht ist auf deiner Seite. Er muss Dir diese zusenden ohne wenn und aber, nur wenn die Rechte abgegeben sind durch Honorar zB sieht es anders aus. Der Anwalt sollte die aller letzte Möglichkeit sein - denn diese kostet Dich erst einmal einiges an Geld und ob er erstattet scheint mir nicht. Wenn Du aber einen Anwalt beauftragst, dann solltest Du aber auch deine Kosten mit auf die Rechnung setzen - vielleicht lernt er dann dazu seine Leistungen auch zu erbringen.

Hallo kittykaotik, ich fotografiere selber auch, mache auch nebenher Hochzeit,- Familien,- und Gesellschaft Fotos. Es tut mir Leid, das du auf so einen Querschläger reingefallen bist. Aber die Sache ist nun mal so, das der Fotograf der Urheber der Fotos ist. Sicherlich hinterher ist man immer schlauer - aber du hättest das im Vorfeld Vertraglich regeln müssen, was mit den Fotos passiert. Ich würde dir raten, einen Anwalt zu konsultieren. Bei mir ist das so, - wenn ich Fotos von Familien oder Personen mache regele ich das im Vorfeld, - und das Schriftlich, was mit den Gespeicherten Bilder passieren soll. So schließe ich im nachher Unstimmigkeiten aus. Also, was der mit dir macht, ist schon ein schräges Ding.

Tut mir Leid das ich dir kein anderen Rat geben kann.

Gruß watiedo

  1. Besteh in Zukunft auf schriftliche Verträge
  2. Der Fotograf ist Urheber und hat somit das Recht am Bild nachdem du aber drauf bist steht dem das "Recht am eigenen Bild" gegenüber und das ist sozusagen eine Patt-Situation. Du kannst nix mit den Bildern machen ohne die Einwilligung vom Fotografen und er kann nichts damit machen ohne deine Einwilligung

Du wirst wohl einen Anwalt einschalten müssen...

Dass du Leute in bitterbösen Mails beleidigst und beschimpfst ist sehr unklug! Das kann dir wieder schwer auf den Kopf fallen!

Es gibt keinen Vertrag, und deshalb sehe ich keine Chance, dass du die Bilder bekommst bzw. diese "einklagen" könntest.

Über den dir sicher noch vorliegenden Mailwechsel kannst du zwar (wahrscheinlich) beweisen, dass das Shooting stattgefunden hat, nicht aber was über die Verwendung des Ergebnisses vereinbart war.

Andererseits darf "er" ohne Vertrag die Bilder, auf denen du zu sehen bist, nicht für eine Veröffentlichung z. B. auf seiner Homepage oder in ähnlicher Weise verwenden. Da solltest du ab und zu mal schauen, und wenn du ein Bild von dir entdeckst, dann kannst du ihn "kriegen".

Zuletzt (erhobener Zeigefinger!): Ein Shooting ohne Vertrag ist ein Risiko für beide.

Du hast das Recht am Bild. Das du ihn so übel beschimpft hast kann nun auch für dich ein Nachspiel haben, das war nicht klug.

Du wirst wohl einen Anwalt einschalten müssen. Und wirst Recht bekommen. Die Bilder gehören dir, du bestimmst was damit gemacht wird.

kittykaotik 15.01.2014, 20:43

aber das wird doch sicherlich sehr teuer für mich?

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Micha1893 15.01.2014, 20:48

Die Bilder gehören dir, du bestimmst was damit gemacht wird.

Urheber ist der Fotograf. Er kann lediglich Nutzungsrechte einräumen. Selbst wenn sie die Bilder bekommt, kann sie damit nicht machen was sie will. Un­ent­gelt­lich und ohne Vertrag wird es aber schwierig. Am besten mal bei einem Anwalt nacfragen.

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MasterFlake 17.01.2014, 18:02

Ja, aber sie hat keine Urheberrechte, deswegen bestimmt sie höchstens was mit den Bildern NICHT gemacht wird.

Im Zweifelsfall wird er nämlich die Bilder einfach vernichten.

Sie kann, auch mit Anwalt, niemals die Urheberrechte an den Bildern bekommen, und wird sie ohne die Zustimmung des Fotografen niemals veröffentlichen können.

In Zukunft auf Verträge bestehen.

Und Leute nicht beleidigen. Vor allem nicht schriftlich. Das kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

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Ohne Vertrag könnte es vielleicht schwierig sein. Sprich doch mal mit nem Anwalt !

Ohne schriftlichen Vertrag sind deine Chancen niedrig...

kittykaotik 15.01.2014, 20:24

zählt ein mündlicher vertrag denn gar nicht? :(

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PeterHasenzahl 16.01.2014, 08:28
@kittykaotik

Ein befreundeter Jurist hat mir zum Thema "mündliche Verträge" (die es in der Tat gibt) mal erklärt: Ein Richter würde richtig urteilen, wenn er dabei gewesen wäre.

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Google doch mal den Begriff " Vertragsrecht " und sprich auch mit nem Anwalt !

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