(Foto-)NordKap-Trip, was gibt es zu beachten?

4 Antworten

Vorweg: Ende März musst du punkto Klima mit "allem" rechnen, ganz sicher mit Schnee, Eis und Minustemperaturen auch im zweistelligen Bereich(!) :-)

Allrad tönt hier schon mal beruhigend. Wenn deine Autobatterie schon älter ist, würde ich mir überlegen, dir vor dieser Reise eine neue zuzulegen, die nicht dann plötzlich in der Einöde beim Starten versagt. Spikes sind für mich dort oben Pflicht, denn wenn es am Tag taut oder regnet, dann hast du eine Eishölle, wie du es dir von DE nicht vorstellen kannst -> dort oben ist nämlich nicht sofort überall der Räumdienst unterwegs, sondern da ist alles extrem wenig bewohnt, bis das nächte Haus oder Dorf kommt, sind es viele km bzw. oft auch einige 'mil' (1mil = 10km). Daher empfiehlt es sich auch, den Tank nicht bis zum letzten Tropfen leer zu fahren.... Spikes hat JEDER, weil es schlicht nicht ohne geht, auch nicht mit einem Allrad!
Es hat auch noch nie geschadet, eine extra Taschenlampe und extra Batterien sowie Decken und viel warme Kleidung im Auto zu haben. Auch ein Handy-Ladegerät fürs Auto (z.B. am Zigarettenanzünder) schadet nicht -> wenn es kalt ist, ist der Akku schnell leer und wenn du in der absoluten Einöde ein Problem hast, bist du froh, wenn du noch um Hilfe anrufen kannst....

Die Lofoten sind nicht so extrem kalt, weil sie vom Meer umgeben sind, welches dort immer noch vom Golfstrom profitiert. Die tiefste dort je gemessene Temperatur liegt bei ca. -15°C. Das ist im Landesinneren und am Nordkap dann schon anders :-) Aber täusche dich nicht, auch -8° und hohe Luftfeuchtigkeit plus Wind fühlen sich teuflisch kalt an!

Noch eine Kleinigkeit zu deiner Fotoausrüstung, wobei ich hier einen Kollegen zitiere, der öfters im Jan/Feb dort oben ist, um Polarlichter zu fotografieren: Das grösste Problem ist die Kondens-Feuchtigkeit. Er achtet akribisch darauf, nicht die Kamera von der Kälte einfach so in die Wärme hinein zu nehmen, sondern hat spezielle luftdichte Plastikbeutel in die er die kalte Kamera gibt, bevor er rein geht. Und auch da bleibt die Kamera zuerst einmal im möglichst kältesten Eck, oft im Eingangsbereich/Vorzimmer.... Wenn du eine kalte Kamera in dein warmes Zimmer nimmst, passiert nämlich das Gleiche, wie Brillenträgern: am kalten Material kondensiert das Wasser, deine ganze Kamera tropft innen und aussen, da fliesst regelrecht das Wasser in Bächen -> alles ist in null-komma-nichts kaputt! Lass dich da allenfalls noch von einem Profi beraten....die gibt es natürlich auch 'dort oben'.

Hallo!

  • Der Norden ist immer eine Reise wert!

Ich kenne jetzt nicht eure Reiseroute, denke aber ihr fahrt über Dänemark > Schweden > nach Norwegen (Oslo), dann durchs Land an die Westküste und die Westküste entlang hinauf in den Norden bis Narvik - Abstecher auf die Lofoten - und weiter zum Nordkap.

Das Nordkap ist eher ernüchternd - es ist der nördlichste Punkt Europas -, also nicht enttäuscht sein nach der langen Anfahrt.

Von den Temperaturen her kann es im Landesinneren noch ordentliche Minusgrade haben, die Westküste ist dank dem Golfstrom recht mild. An der Westküste werden die Temperaturen zw. -5 °C und +5 °C liegen.

Nicht zu unterschätzen ist der Wind an der Küste, da kommt es einem dann schon wesentlich kälter vor. Zu dieser Jahreszeit wird es auch 2/3 des Monats regnen bzw schneien.

An der Westküste ist der Schnee recht dünn vertreten, aber es kann immer wieder zu Eisfahrbahnen kommen. Spikereifen wären angesagt.

Dank des geringen Verkehrs kommt man/frau gut voran, die Westküste ist aber extrem kurvig, da man/frau den Fjorden nachfährt und die Strassen immer wieder unterbrochen sind durch Fährpassagen (kostenlos).

Das bedeutet, dass eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h schon sehr gut ist, ihr also stundenlang pro Tag mit dem Auto unterwegs sein werdet.

Von der Helligkeit her ist es um diese Jahreszeit auch schon recht gut in Südnorwegen, je weiter ihr aber in den Norden kommt, desto kürzer werden die Tage.

Polarlichter sind zu der Jahreszeit gut sichtbar und immer wieder faszinierend, wenn das Wetter passt. Hier ein preisgekröntes Video von den Lofoten im Winter: 

Eines sollte auch bedacht werden: In Norwegen sind Restaurants - im Gegensatz zu uns - ganz, ganz spärlich vertreten. Also meistens ist selber kochen angesagt.

Ich wünsche euch eine schöne Reise, aber die Strapazen der Autofahrt und des oft auch rauen Klimas nicht unterschätzen. Es ist sicher keine Spazierfahrt, aber allemal ein Abenteuer und die Strapazen wert.

LG Bernd

Hallo, ich war noch nicht am Nordkap, aber öfters in Schweden und in Norwegen. Allerdings nicht im März (sondern im Sommer).

Ich vermute mal, dass die Anfahrt über Schweden (nur für das Nordkap) weniger kurvig wäre. Allerdings wollt ihr ja auch zu den Lofoten (da war ich auch noch nicht), bei der norwegischen Küste muss man sicher mehr Zeit einplanen als per "Luftlinie" zu vermuten wäre, denn die Fjorde entlang ist es natürlich deutlich weiter, als man zunächst denkt.

In Norwegen waren wir im Norden bis nach Mo i Rana (da ist ein Gletscher in der Nähe), in Schweden bis ca. nach Hemavan (südliches Lappland). Maximale Geschwindigkeit in Schweden ist 110 km/h auf Autobahnen, manchmal aber auch 120 km/h (auf die Schilder achten) [das ist gegenüber Island richtig flott, dort max. 90 km/h]. Auf Landstraßen 70 km/h.

Temperatur: im März denke ich mal um den Gefrierpunkt herum, vielleicht ein bisschen wärmer im April. Auf jeden Fall sollte man bei den Straßenverhältnissen damit rechnen, dass es dann noch manchmal unter 0 sein kann.

http://www.wetteronline.de/klima-temperatur/nordkapp

Norwegen hat deutlich rauheres Wetter als Schweden, mit Wind sollte man rechnen, ggf. auch Regen/Schnee.

In Norwegen gilt "allemannsretten".
https://de.wikipedia.org/wiki/Jedermannsrecht
Wie es mit Drohnen aussieht, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich vermute aber, das ist bei der dünnen Besiedelung da oben kein Problem (auf Island sieht man die auch öfters)...

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Vielen Dank für die schnelle Antwort, sehr hilfreich! 

Ich weiß leider nicht recht was ich denken soll.. das eine Forum meint dass es zu der Zeit überhaupt kein Problem gibt, andere schreiben über -30*C und Schneeketten wären ein Muss... da ich aber bereits auch durch mehrere Blogger erfahren habe, dass jene mit normalen Winterreifen und ohne Eisbärenattacke durchgekommen sind, klingt deine Antwort doch sehr realistisch, vielen Dank nochmal!!!

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@RawRIck

Ich vermute auch, dass normale Winterreifen reichen. Eisbären gibt es in Norwegen übrigens nur auf Svalbard (Spitzbergen). :)

Selbst auf Island sieht man die so gut wie nie (nur ein paar "verirrte", aber selten).

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Finnland BauBtl. 11/XVII Jan. 1943 - Febr. 1943; Norwegen Feld-Rgt 503 Vädso Febr. 1943 - März 1943; Finnland Gefechtsstand in der Kaula Tunturi? Gren.-Brig. 503 Nov. 1943 - Okt. 1944;

Norwegen, wo ? Gebirgs-Jäger-Rgt 143 Okt. 1944 - 08.05.1945; Norwegen Lager Skibotn I Mai 1945 - Nov. 1945.

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