Formulierung "immer einwandfrei" im Arbeitszeugnis

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Ein Arbeitszeugnis hat zwei Ansprüche zu erfüllen:

  1. Es muss wahrheitsgemäß sein.

  2. Es muss von Wohlwollen getragen sein.

Im Zeitraum von 5 Jahren 4 mal zu spät zu kommen ist kein Grund für eine gravierende Abwertung.

Der Passus "Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets einwandfrei." hat nichts mit zu spät kommen zu tun, mit dieser Formulierung wird eine Aussage über das Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern getroffen.

Wenn das zu spät kommen bemängelt werden sollte, dann eher unter dem Aspekt der Zuverlässigkeit, wobei auch hier eine Abwertung ziemlich hart wäre. Als Kompromiss käme in Frage die Schlussformel "Bedauern über den Weggang des Mitarbeiters" abzuschwächen bzw. wegzulassen. Diese Schlussformel ist nicht einklagbar.

http://www.hensche.de/RechtsanwaltArbeitsrechtHandbuch_Zeugnis.html

An des Stelle des Arbeitnehmers würde ich einen eigenen Zeugnisentwurf schreiben. Dier Entwurf muss enthalten:

  1. Aufstellung der ausgeübten Tätigkeiten

  2. die gewünschten Formulierungen (objektiv beurteilt!)

Diesen Entwurf sollte der Arbeitnehmer mit seinem Chef durchgehen, wenn er Glück hat übernimmt der Chef die Formulierungen.

Wenn der Chef hinsichtlich des Zeugnisses gänzlich abweichende Vorstellungen hat empfiehlt sich der Gang zum Fachanwalt für Arbeitsrecht, oder zur Gewerkschaft falls der Arbeitnehmer Mitglied ist.

Wenn es hart auf hart kommt muss der Arbeitnehmer seine Zeugnisvorstellungen vor dem Arbeitsgericht einklagen.

Peter Kleinsorge

Gesetzlich ist es glaube ich so, dass nichts negatives im Arbeitszeugnis stehen darf, deshalb auch diese berühmt-berüchtigten Abstufungen der positiven Formulierungen. Aber ich denke nicht dass der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber sonst vorschreiben darf was im Arbeitszeugnis zu stehen hat. Er kann vorschläge machen sicher, oder vorformulieren und dem Arbeitgeber zur durchsicht und Unterschrift bringen, aber sonst?

Also das kann ich mri nicht vorstellen, dass aus so einem Grund die Arbeit nicht einwandfrei war. Das Zeugnis kann nur "schlecht" sein wenn die Arbeit auch schlecht war,ausserdem wenn einer gut arbeitet nimmt man es ihm nicht übel wenn er einmla im Jahr zu spät kommt.

Arbeitszeugnis, Arbeitsrecht, unseriöse Zeitarbeitsfirma?

Hallo, ich habe eine Frage bezüglich eines Arbeitszeugnisses. Also ich habe für 1 Semester zur Überbrückung einen Job bei einer Zeitarbeitsfirma angenommen. Ich war direkt bei der Zeitarbeitsfirma im Büro angestellt und nicht bei einem Kunden. Diese Zeitarbeitsfirma beschäftigt öfters mal Studenten intern die eine gewisse Freizeit haben. Erstmal verlief auch alles gut, das änderte sich aber schnell, denn das Arbeitsverhältnis wurde vorzeitig beendet. Beendet wurde das Arbeitsverhältnis durch einen Aufhebungsvertrag, als Grund wurde mir dafür angegeben: "Man könne keine zusätzliche Interne Kraft mehr beschäftigen weil die Auftragslage so schlecht sei" oder "du bist mir zu wertvoll für die kleineren anfallenden Aufgaben (Druckerpapier verstauen etc.)". Das hatte ich der ZA auch abgenommen und den Aufhebungsvertrag unterschrieben da die Kündigungsfrist sehr kurz ist. Dies war aber gelogen, denn in der nächsten Woche hat die ZA einen anderen Studenten eingestellt, der schon mal bei dieser Firma gearbeitet hatte und zufällig wieder um den Weg und arbeitssuchend war. Man kann also sehr wohl eine zusätzliche interne Kraft beschäftigen und Aufträge gibt es genügend. Der Vertrag lief eigentlich viel länger. Nun meine Frage, wie das im Arbeitszeugnis formuliert werden muss. Kann ich die Aussage verlangen, dass das Arbeitsverhältnis einseitig von Arbeitgeberseite her beendet wurde? Denn nur durch die Lüge der ZA habe ich den Aufhebungsvertrag unterschrieben. Ohne Unterschrift hätte die ZA mich kündigen müssen. Muss die im Arbeitsvertrag vereinbarte Befristung, die seitens der ZA nicht eingehalten wurde erwähnt werden?

Ich bin sehr unzufrieden mit dem Arbeitszeugnis das die ZA mir zugeschickt hat. Die Formulierung "Es handelte sich um einen von vornherein befristeten Arbeitsvertrag" finde ich auch katastrophal, würde ich das als Arbeitgeber lesen würde ich hier sofort interpretieren, dass der Vertrag nur auf das im Arbeitszeugnis genannte Ein- und Austrittsdatum befristet war. Der Arbeitsvertrag sollte aber normalerweise viel länger laufen.

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DANKE

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(die erbrachten Tätigkeiten etc. lass ich mal weg, da mir das als OK erscheint)

Herr XY überzeugte uns mit seinen vielseitigen und guten Fachkenntnissen, die er jederzeit sicher und zielgerichtet in der Praxis einsetzte. Aufgrund seiner genauen Analysefähigkeit war er jederzeit in der Lage, auch schwierige Situationen sofort zutreffend zu erfassen und schnell gute Lösungen zu finden

Herr XY bewies immer große Einsatzfreude und eine große Loyalität dem Unternehmen gegenüber und war jederzeit bereit, auch zusätzliche Verantwortung zu übernehmen. Auch unter Schwierigen Arbeitsbedingungen und großem Zeitdruck bewältigte er alle Aufgaben in guter Weise

Alle Aufgaben führte er vollkommen selbstständig, sehr sorgfältig und planvoll durchdacht aus. Er agierte immer ruhig überlegt und zielorientiert und in hohem Maße präzise. Dabei überzeugte er stets in guter Weise sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht. Vertrauenswürdigkeit und große Zuverlässigkeit zeichneten den Arbeitsstil von Herrn XY aus.

Wegen seines stets freundlichen, Kontaktfreudigen und ausgeglichenen Wesens wurde er allseits geschätzt; er förderte durchgehend aktiv die gute Zusammenarbeit und Teamatmosphäre. Sein Verhalten gegenüber der Leitung, Kolleginnen und Kollegen sowie Kundinnen und Kunden war stets einwandfrei

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Danke im Voraus!!!!! Simon

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