formulierung im arbeitszeugnis - repräsentation

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6 Antworten

"Präsentieren" heißt, jemandem etwas zeigen. Man zeigt aber als Beschäftigter nach außen seinen Betrieb nicht den Leuten, es sei denn, man leitet einen Betriebsrundgang beim Tag der offenen Tür.

"Repräsentieren" heißt soviel wie, einen Betrieb nach außen hin zu vertreten. Maßgebend ist dabei nicht der Betrieb an sich, sondern das eigene Auftreten, die Kompetenz und die Darstellung dessen, was der Betrieb dem Gegenüber bieten kann.

Insofern finde ich "Repräsentieren" hier eindeutig passender.

durch dich wurde das Unternehmen gut dargestellt bei den Kunden

repräsentiert=dargestellt, sprich du hast zu einer guten außendarstellung des unternehmens beigetragen. nur das stets stört etwas es heißt mehr schlecht als recht

Zitat:"nur das stets stört etwas es heißt mehr schlecht als recht"
Bist Du da sicher?

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@Oubyi

ja bin ich. ich lese jeden tag arbeitszeugnisse und habe auch schon einige geschrieben

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@balduin01

was überall steht ist shitegal. was die arbeitgeber untereinander daraus lesen ist relevant. bei mir wäre der dieser satz ein absolutes ko für dich. genauso in allen berufen in denen du kundenkontakt hast

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@NepomukMillepan

NepmukMillepan, du kennst doch hoffentlich den §109 Abs 2 der Gewerbeordung zu diesem Thema:

"Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen."

Dazu gibt es auch einige deutliche Urteile, die es dem Arbeitgeber verbieten, Aussagens ins Zeugnis zu schreiben, die zwar gut klingen aber schlecht gemeint sind.

http://www.arbeitszeugnis.de/Wahrheitsgrundsatz.php

So beispielsweise: "Ein Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein individuelles Zeugnis, das seine Leistungen und Führung so feststellt und würdigt, daß der Leser des Zeugnisses ein anschauliches und zutreffendes Bild von seinen Fähigkeiten, Arbeits-(Geschäfts-)erfolgen und seiner Persönlichkeit erhält, wie es der Wahrheit entspricht.

  • LAG Baden-Württemberg 6.2.1968 - 4 Ta 14/68"

Wenn da also ein "stets" steht, dann darf das auch nichts Anderes bedeuten als "stets".


Insofern sage ich dir, was irgendwelche Arbeitgeber meinen, in einem Zeugnis lesen oder verstecken zu wollen, ist shitegal. Maßgebend sind die Gesetze und die Rechtsprechung dazu.

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@PeterSchu

ach ja es ist also egal? uns arbeitgebern ist es das eben nicht. es wird vorgeschrieben das nichts negatives in einem arbeitszeugnis stehen darf, dennoch weisen wir so andere arbeitgeber auf untauglichkeit oder unzulänglichkeiten eines bewerbers hin. recht hin oder her die realität sieht anders aus und es gibt keinen einzigen arbeitgeber der dies anders handhabt. denn für uns geht es um geld (und das dann nicht wenig) und den ruf des unternehmens. und bevor man sich jemand absolut untauglichen ins boot holt ist es halt so geregelt. meines erachtens sollten die arbeitnehmer einfach darauf achten, das es keine gründe gibt etwas "negatives" ins arbeitszeugnis zu schreiben.

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@NepomukMillepan

Ich wiederhole mich nochmal: du solltest dir mal die Rechtsprechung und Grundsätze für Arbeitszeugnisse ansehen.

Es steht nirgends, dass ein Zeugnis immer gut sein muss. Ein Arbeitnehmer hat nur dann Anspruch auf ein gutes Zeugnis, wenn er auch gut gearbeitet hat. Ansonsten soll das Zeugnis wahrheitsgemäß sein, und darf daher durchaus auch berechtigte Defizite enthalten. Es darf aber nicht ungerechtfertigt die Chancen auf einen künftigen Job verschlechtern.

Zudem: wenn ein Betrieb meint, einem derart schlechten Arbeitnehmer eine Quittung nach dem Abschied verpassen zu müssen, dann müsste man sich ja fragen, warum man diesen Menschen überhaupt eingestellt hat, welche Kriterien beim Einstellungetsest angewendet wurden und wie es mit der Qualifizierung der Menschen im Betrieb aussah.

Dein Zitat: "recht hin oder her die realität sieht anders aus und es gibt keinen einzigen arbeitgeber der dies anders handhabt"

Interessant, von deiner Seite zu hören, dass Arbeitgeber sich kollektiv weigern, sich an Recht und Gesetz zu halten. Einen derart schlechten Eindruck hatte ich eigentlich gar nicht von unseren Arbeitgebern. Ich kenne viele Beispiele, in denen sowas sehr vernünftig gehandhabt wird.

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Repräsentieren = Darstellen

gut = okay, aber nicht hervorragend (in diesem Fall wohl eine gute Bewertung)

Du präsentierst das Unternehmen.

da steht REpräsentation! was bedeutet das "re"?

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@balduin01

JA, DU Präsentierst das unternehmen, das unternehmen wird durch DICH repräsentiert.

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