Forderungsübertragung nach einer Zwangsversteigerung

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also, die € 700 sind auf jeden Fall noch Sache zwischen Dir und Deiner Bank. Das geht den Ersteigerer nichts an.

Wenn der Ersteigerer sein Gebot nicht zahlt, wird's lustig. Grundsätzlich muß die Bank das Ergebnis des ersten Versteigerungstermins = das nicht bezahlte Meistgebot auf die Darlehensschuld anrechnen. Diese Wirkung kann sie aber vermeiden, wenn sie gem. § 118 Abs. 2 ZVG vorgeht und auf die Befriedigungswirkung durch das Meistgebot verzichtet, und wenn der Sachbearbeiter auch nur ein kleines bißchen Erfahrung hat, wird er das getan haben. Das heißt, die Bank hat dann zwei Leute, gegen die sie vorgehen kann. Du bist unverändert im Feuer, zusätzlich kann sie das Grundstück noch einmal versteigern. Wenn es bei der nächsten Versteigerung weniger erbringt als € 14.300, haftet der jetzige Ersteigerer für die Differenz. Darüber hinaus kann sie gegen den Ersteigerer - auch schon vor der zweiten Versteigerung - persönlich vorgehen mit Gerichtsvollzieher, Konto- und Gehaltspfändung und was es alles an Quälereien gibt. Man sollte also ein Haus oder Grundstück nur dann ersteigern, wenn man es auch bezahlen kann.

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Das ist so nicht ganz richtig. Wenn der Ersteigerer nicht zahlt, wird am Verteilungstermin zugunsten der Gläubigerbank eine Sicherungsgrundschuld eingetragen. Der Eigentumsübergang erfolgte trotz des nicht gezahlten Höchstgebots bereits bei Zuschlagsbeschluss. Die Bank wendet sich jetzt wegen des Höchtsgebotes im Höhe ihrer Sicherungshypothek an den neuen Eigentümer. Sie sind aber so lange in der persönlichen Haftung für das Höchtsgebot und den verbleibenden Restbetrag. In der Praxis wird die Bank auf einen Ratenzahlungsantrag von Ihnen eingehen.

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@Antibeer

Hallo Was heisst in der persönlichen Haftung für das Höchstgebot und den verbleibenden Restbetrag?

Dachte ich hafte nur für den Restbetrag oder liege ich falsch?

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@mitherz

Du haftest für den Restbetrag, das ist richtig. Im Moment ist der Restbetrag aber noch volle T€ 15 (abzüglich der Sicherheitsleistung), weil der Ersteigerer sein Gebot noch nicht gezahlt hat, und wenn er nicht zahlen kann, bleibt das auch so. Die Bank hat zwar noch kein Geld, hat aber ihre Position deutlich verbessert, weil sie im Endeffekt jetzt zwei Leute, nämlich dich und den Ersteigerer, hat, gegen die sie vorgehen kann.

Ansonsten wäre ja die Sache zu einfach. Man könnte sich irgend einen versoffenen Bahnhofspenner suchen, zahlt für ihn die Sicherheitsleistung, läßt ihn einen Phantasiepreis bieten, der die Schulden abdeckt und schon hätte man die Zwangsversteigerung ausgehebelt und wäre schuldenfrei. Ne ne, das geht nicht :-)

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Vielen Dank für die Antwort. Ich habe ca. 13 Tausend Schulden und es wurde für ca 12 Tausend versteigert.. Kann die Bank echt gegen beide vorgehen oder reicht da eine Grundschuldeintrag .. ? Das würde bedeuten gegen den neuen Ersteigerer oder nicht?

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Der Kauf ist bei einer Auktion bindend.

Sollte der Ersteigerer nicht bezahlen können/wollen, dann geht das Spiel wieder von vorne los. Es wird wieder zwangsversteigert, wobei die zweite Zwangsversteigerung dann ihn betrifft.

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Vielen Dank für die schnelle Antwort. Was heisst das für mich, kann die Bank von mir noch die 15.000 € verlangen weil der Ersteigerer nicht bezahlt?

Danke

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@mitherz

Die Bank fordert von dir deine Schulden. Die sind nach wie vor so hoch, wie das was vor der Versteigerung war.

Aus deinen Schulden bist du nicht fein raus, wenn das Objekt zwangsversteigert wurde. Wenn du 40.000 Schulden hast und das Objekt wird für 15.000 zwangsversteigert, dann hast du immernoch 25.000 Schulden. Wenn es nur für 12.000 versteigert werden konnte, 28.000. Und solange es noch garnicht rechtskräftig den Besitzer wechselt, nach wie vor 40.000 - als Beispiel.

Restschuldbefreiung kann man nur im Rahmen einer Privatinsolvenz erlangen.

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@GoaSkin

Ja genau so ist das, ich habe ca 13 Schulden und des Höchstgebot war ca. 12.. also sind noch 1000 euro offen.. das ist mir klar, kann die bank die 12 Tausen vrlangen oder nur die 1000 €

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Inkasso-Forderung in der Höhe und zum Zeitpunkt rechtens?

Hallo zusammen.

Meine Frage bezieht sich auf eine Forderung von einem Inkasso Unternehmen das von meinem Energieunternehmen beauftragt wurde. (Abschlag September - Zahlung per Überweisung)

Hier der Sachverhalt:

  1. Mahnung vom Stromunternehmen von 99,- Euro zum 5.10. nicht geleistet
  2. Mahnung vom Stromunternehmen von 101,50,- Euro mit Frist zum 12.10., bezahlt laut Bank zum 15.10.. In der Mahnung aber der Hinweis: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns bei ausbleibendem Zahlungseingang die Abgabe des Forderungsfalles an einen externen Dienstleister vorbehalten.

Inkassoschreiben am 16.10. mit der Forderung + Inkassokosten von 58,50,- Euro + pauschale Entgelte von 11,70,-

In dem Schreiben wurden auch schon Teilzahlungen abgezogen, ich hatte mehr überwiesen, weil ich wusste es wird teurer.

Inkassounternehmen den Sachverhalt geschildert / Wiederspruch, die Forderung sei hinfällig, weil bereits vor dem Schreiben des Inkassounternehmens an das Energieunternehmen überwiesen wurde.

Keine Antwort, erneute Forderung zum 25.10..

Energieunternehmen angerufen, das Geld wurde für den nächsten Abschlag (Oktober) benutzt (ich muss die Abschläge überweisen) und nicht für die offenene Forderung, denn es ist mitlerweile Oktober. Oktober Abschlag zum 29.10. gezahlt.

Energieunternehmen angeschrieben mit der Bitte die Beträge richtig einzuordnen und dem Inkassounternehmen mitzuteilen.

Inkassounternehmen den Sachverhalt noch einmal geschildert / Wiederspruch.

Nun folgendes Schreiben vom Inkassounternehmen zum 2.11.:

Energieunternehmen hat die Hauptforderung zum 30.10. verbucht.

Dieser Zahlungseingang erfolgte jedoch nach Verzugseintritt (spätestens am 15.09) und nach Inkassoübergabe.

Daher haben sie aus Verzugsschadensersatzgesichtspunkten zu zahlen zumal sie durch Teilzahlung den Anspruch anerkannt haben. Zahlbar zum 14.11.

Nun meine Frage: Es ist wohl klar, dass Energie- und Inkassounternehmen zusammen arbeiten.

Muss das Geld aber nicht erst benutzt werden, um offene Forderungen auszugleichen?

Was spielt die Inkassoübergabe für eine Rolle?

Ist das Energieunternehmen der Schadensminderungspflicht nicht nachgekommen?

Kann man da noch etwas machen, ich meine klar muss ich Gebühren zahlen, aber diese reduzieren?

Vielen Dank für die Hilfe.

jo

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