Forderung einer Privatperson gegenüber ein GmbH, nach Erklärung der Liquidation?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mit der Einleitung der Liquidation ist die GmbH in der Regel zahlungsunfähig. Warum sonst sollte eine Firma vom GF aufgelöst werden. Sollte nicht gerade der GF selbst vom Gericht beauftragt worden sein die Auflösung durchzuführen wird ein Liqudator bestellt. Du schaust beim Handelsregister erst einmal nach ob die Firma tatsächlich in Liquidation ist (behauptet werden kann ja viel) und wer sie auflösen soll. An den musst du dich wenden.

Letztlich wirst du einen Titel brauchen, d.h. du gehst zum Gericht und beantragst ein Mahnverfahren. Das kann man auch noch ohne Anwalt machen, es kostet halt etwas und vor allem sollte man es in der Regel schnell machen, denn wer zuerst kommt mahlt zuerst wie es so schön heisst. D.h. es gibt eine Regelung in der gesetzlichen Reihenfolge der Gläubiger, und die privaten Schuldner sind nicht die ersten und je nach Eingang der Forderungen werden die restlichen Gelder, die vielleicht noch übrig sind, verteilt. 

Die Frage ist, ob es sich lohnt dem schlechten Geld noch gutes hinterher zu werfen. In der Regel ist eine solche Gesellschaft überschuldet, das bedeutet da gibt es nichts mehr was du holen kannst.

Und jetzt die Frage, was du für Forderungen hast. Letztlich kommt es darauf an, ob der Geschäftsführer beim Abschluss des Vertrages mit dir nicht gewusst haben muss, dass er dich nicht mehr bezahlen kann. Vielleicht war die Firma zu diesem Zeitpunkt auch schon überschuldet und er hat mit einem Loch ein altes gestopft - bildlich gesprochen.

Dann solltest du prüfen ob du nicht ein Betrug vorliegen kann.

Ehrlich gesagt, es sieht in solchen Fällen immer schlecht aus, sogar sehr schlecht. Viel Glück.

 Vielen Dank für die detaillierte Antwort. 

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@UserIch000

Da fällt mir noch etwas ein. Zum Betrugsabsatz. Ist langwierig und ein Rechtsprozess der nicht einfach ist, aber wenn der GF wegen Betruges verurteilt wird, d.h. du betrogen wurdest, kannst du auch, obwohl du mit der GmbH einen Vertrag hattest, gegebenenfalls und ich betone gegebenenfalls auf sein Privatvermögen klagen. Hat aber gewisse Voraussetzungen und du brauchst einen sehr langen Atem. Ich kenne solche Fälle. Letztlich kommt es vorher zu Verschiebungen in neue Gesellschaften oder Verschiebung des Privatvermögens auf die Ehefrau-Kinder. Wie gesagt, sehr langer Atem.

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Zunächst ist der Grund der Liquidation wichtig. Das müsste im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlich worden sein.

Im Falle einer Insolvenz ist der Insolvenzverwalter für die Abwicklung Deiner Pflichten/Forderungen verantwortlich, nicht der Geschäftsführer. Nach Anmeldung der Insolvenz (Liquidation) hat man ein Jahr Zeit, die Forderungen anzumelden.

Wurde die GmbH ohne Insolvenz liquidiert, hat man ebenfalls ein Jahr nach Anmeldung der Liquidation Zeit, die Forderungen/Pflichten abzuwickeln. In diesem Fall ist der Liquidator (in der Regel der Geschäftsführer) der richtige Ansprechpartner. Sollte diese Abwicklung nicht nach Deinen Vorstellungen verlaufen, würde ich sofort den Rechtsweg wählen. Denn wird die GmbH ein Jahr nach Anmeldung der Liquidation aus dem Handelsregister gelöscht, ist eine juristische Auseinandersetzung nicht mehr möglich.

Der Grund der Liquidation ist das Auflösen der GmbH. 

Das andere Problem ist, obwohl ich die Ware im gegenwahrt meines Anwalt zurückgegeben habe, hat sich der Geschäftsführer geweigert, die Annahme zu bestätigen und behauptet gleichzeitig, die Ware sei beschädigt. Trifft aber nicht zu. 

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@UserIch000

Habe hier versehentlich auf ⬇️ gedrückt. Kann man das rückgängig machen?

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@UserIch000

Weil die Liquidation vor zwei Monaten bekannt gemacht wurde, hast Du noch 10 Monate zur Klärung Zeit. Die Verhältnismäßigkeit / Aussichten eines Rechtsstreites sollte ein Anwalt entscheiden.

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@surbahar53

Genau, inzwischen hielt ich mit meinem Anwalt eine Rücksprache darüber. 

 Vielen Dank. 

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