Ford Taunus P7B 17m 1969 V4 Motoröl

7 Antworten

10W40 ist schon ein Luxus für so einen Motor, bitte keine dünneren Öle nehmen und keine Vollsynthetischen. Diese alten Motoren sind nur dicht, weils sich innen Ablagerungen abgesetzt haben, wenn Du nun so ein modernes Öl einsetzen würdest, das reinigende Wirkung hat, kann es sein, daß Dein Taunus anfängt zu siffen.

Ich würde aber eher ein angepaßtes Öl nehmen, siehe hier: http://www.motoroel-direkt.de/motoroel/high_performer/20w_50___oldtimer_motoroel.html Das ist speziell für Oldtimer und preislich absolut günstig, sogar mit einer Ford Freigabe.

Ich hatte selbst einen alten MB Kurzhauber Lkw, der durfte nichts dünneres als 15W40 haben, sonst wurden die undicht.

Hallo

beim Ford V4(V6) gibt es folgende Problempunkte die gegen ein Ultramodernes Motoröl sprechen;

  • die damals verwendeten Dichtmassen vor allem das "Dirko" und das "Atmosit" gehen in Lösung
  • das im Motor verbaute Pertinax Stirnrad wird evtl. angegriffen
  • die damals verbauten Wellendichtringe werden zT angegriffen bzw Mikroporöser
  • Moderne Motoröle sind ohne die nötigen Zinksulfatzusätze bzw andere "Schwermetalle" die bei neueren Motoren den Kat "vergiften"

Der nächste grosse Knackpunkt bei Oldtimern ist das die modernen "Ölsuppen" zwar so dünn das die sofort in jede Ecke kriechen aber auf der anderen Seite schon nach wenigen Tagen Standzeit von den glatten Metallflächen "rutschen" so das sich dort zügig Flugrost bildet. Bei Alltagsautos kein Problem, bei Sammlerautos die nur wenig bewegt werden ein massives Problem vor allem wegen der recht mittelmässigen Filterleistungen der Ölfilter aus der Zeit wo dann der Eisenoxidanteil (Flugrost) durch die Lagergasse rotiert wird. Öle der 70er hatten eine hohe Abscheideleistung und sind die Partikel in der Ölwanne bzw in den Filtern los geworden. Moderne Öle "kapseln" denn Schmutzanteil bis zu einer Sättigungsgrenze wo bei hohem Druck dann der Schmutz ausgefällt wird. Bei modernen Motorkonstruktion passiert das im Ölfilter und Druck und nicht wie bei den alten Motortypen unter Gravitation in der Ölwanne. Den hohen Öldruck hat man auch in der Ölpumpe, in den Lagergassen und im Ventiltrieb. Dort lagert sich dann der "Flugrost" ein. Ob und wie schädlich das in der Praxis ist ist in der Scene "umstritten". Die Öle gibt es jetzt bald 40 Jahre und die altmotoren sind meist robuste Allesfresser und die wenigen Motore wo es nachseilich Probleme gab/gibt sind italenische Marken wie Alfa, Lancia, Maserati und Ferrari....

Bisher war mein Tipp einfach ein Öl mit Porsche Freigabe kaufen... aber Porsche hat seit 2010 die Rückwärtskompatibilität für Porsche Oldtimer aus der Spezifikation genommen.

Am simpelsten ist man kauft sich ein Motoröl für Flugmotore oder Diesel Landmaschinen (Fuchs, Shell, Mobil, Valvoline, Veedol, Liqui Moly, Pennzoil,,,) die sind noch mit den nötigen Additiven bestückt und haben ein gutes Grundöl weil die Hersteller eine hohe Scherfestigkeitsrate fordern.

Und lieber billiges Öl das man dann jährlich wechselt als eine Superteuere High End Sosse die bei Neuwagen angeblich 40000km durchhält. Das was heute im Baumarkt für 2€/L kaufbar ist wäre in den 70ern ein High End Öl für den Motorsport gewesen ist weit besser als verfügbare 0815-Öle der 70er Jahre

Super Antwort!

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WOW.....das Schätzchen verdient nur das beste Öl......frag mal bei ATU nach....

Lass bloß nicht ATU daran. Die schrieben dir das schöne Auto kaputt. Bei dem Alter bekommen die $ in den Augen...

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