Fondsgebundene Lebensversicherung Rentenfaktor

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5 Antworten

Hallo, ich schließe mich den Aussagen meiner Vorredner an. En wichtiger Punkt: ich habe Verständnis für Deine Verärgerung oder Ungeduld, aber ein überhasteter Ausstieg heute kann auch bedeuten, dass Du eventuelle vorhandene papiermäßige Verluste durch eine Kündigung oder Vertragsumstellung für immer festschreibst. Das wäre dann wirklich Harakiri mit Anlauf.

Da wir alle hier Deine genauen Vertragsbedingungen nicht kennen (können), ist der Gang zu einer unabhängigen Stelle wie von SgtMiller beschrieben, die derzeit wohl beste Lösung. Dazu solltest Du aber unbedingt die ganzen Vertragsunterlagen mitnhemen, damit man Dir eine rechtsverbindliche Aussage geben kann.

scallerto 29.08.2012, 21:47

Danke fuer Deine Antwort, wahrscheinlich bin ich wirklich ungeduldig, aber mir fehlt der Erfolg. Die Kosten sollten anscheinend in den ersten 5 Jahren bezahlt werden und danach geht der gesamte Sparbetrag in die Fonds. Mir wuerde schon reichen, wenn das Deckungskapital von Jahr zu Jahr um mindestens 600 Euro(Jahresbetrag) steigt, aber im letzten Jahr waren es nur 400 Euro. Da die 5 Jahre rum waren, haben die Fonds 200 Euro miese gemacht und wenn das die folgenden 25 Jahre so weiter geht...

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VersBerater 29.08.2012, 23:07
@scallerto

Nun kann ich nicht genau wissen, welche Anlageform(en) in deinem Vertrag vorgesehen sind. Langfristig gesehen haben Fonds zumeist Gewinne eingefahren. Nun ist der Zeitraum von gerade mal 6 Jahren ab Vertragsbeginn natürlich etwas knapp, die Entwicklungen kommen erst noch. Bei einer so langen LZ würde ich mir heute (ohne Kenntnis der einzelnen Anlageformen) "noch" keine Sorgen machen. Immerhin kauft der Fonds ja heute auch mehr Anteile, die sich im Laufe der Zeit wieder entwickeln können. Das ist der vor- und zugleich auch der Nachteil von solchen Anlagen. Heute sieht man den Kursgewinn - und freut sich, morgen kommt dann der Crash - und damit der Ärger. Zu Fondsanlagen gehören nun mal Hochs- und Tiefs, das ist nun mal so an der Börse.

Es wäre aber wirklich für Dich (und Dein Seelenheil/Deine innere Ruhe) zu empfehlen, dass Du Dich mal von wirklich neutraler Stelle beraten lässt. Ich bin mir sicher, dass Du dann zumindest etwas ruhiger wieder schlafen kannst, auch wenn Du etwas mehr Hintergrundwissen hast. Dazu müsste man aber, wie gesagt, den Vertrag komplett kennen.

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Lieber scallerto. Ich möchte dich mal ein wenig aufheitern und aufschlüsseln, was VersBerater mit dem Thema Zeit meint. Es ist eine ganz banale Geschichte und ich bin mal gespannt, was du sagen wirst.

Liebe Kollegen, wenn ihr das Beispiel kennt, dann bitte nicht verraten.

Also. Nehmen wir mal an, es gebe in deinem Leben ein Ahnenbuch. Du möchtest einfach mehr über die jeweiligen Personen deiner Familie erfahren. Du stöberst ein wenig nach, fährst in der Gegend rum und an irgendeinem Tag findest du von einem Ururururur....opa ein altes Sparbuch (wir nehmen mal an, das hätte es da gegeben). Dieses Sparbuch ist aus dem Jahr 12 nach Christi Geburt. Du öffnest es und du kannst erkennen, dass im Jahr 12 genau 1 Cent auf diesem Sparbuch waren und das dieser eine Cent mitr 1 % pro Jahr verzinst wurde. Jetzt wirst du neugierig und willst natürlich wissen, was aus diesem Cent wohl geworden ist???

Jetzt nehmen wir einfach mal an, es wäre möglich dies nachzutragen. Bitte schätze einfach mal, wieviel Geld sich jetzt auf dem Sparbuch befindet??? Es ist Spass, aber auch gleichzeitig absolute Realität.

Hier jetzt eine vernünftige Antwort zu geben ist natürlich schwierig, da wir die Vertragsgegebenheiten nicht kennen. Es wäre also wichtig für dich bei diesem Produkt überprüfen zu lassen, was denn zu dem schlechten Ergebnis nach 7 Jahren führte? Hast du einen Vertrag mit einer sehr hohen Kostenstruktur, taugen die Fonds etwas? Ist eine Garatie mit eingebaut oder nicht? Ich habe hier so aus der Erfahrung heraus meine Befürchtung, möchte diese aber lieber nicht kund tun. Verstehe das bitte.

Was du definitiv eben nicht hast ist der sogenannte "harte Rentenfaktor". Dein Vertrag beinhaltet eine Treuhänderklausel, die dem Versicherer das Recht gibt den Rentenfaktor nach Belieben zu reduzieren. Diese ist wichtiger, als manch einer glaubt, denn sie ist buchstäblich für die spätere Rentenhöhe verantwortlich. Zwar kannst du natürlich dein Kapital komplett entnehmen, das wiederum würde aber das Finanzamt mitbekommen.

Unter Umständen ist es sogar sinnvoll den Vertrag komplett neu zu machen. Das wird dir aber ein guter Berater ohne PC berechnen können.

scallerto 27.08.2012, 15:55

Danke für Deine Antwort.

Für mich ist dieses Produkt Mist und es ist in den letzten Jahren nicht mein erster Gedanke ihn los zu werden, nur jetzt reicht es mir...

Mich wuerde interessieren, wie ich ihn am einfachsten loswerde und was ich beachten muss. Ich brauche das Geld nicht, auch kann ich die Raten weiter zahlen, nur traue ich dem Produkt nicht und befürchte nichts rauszubekommen.

Das ich einen enormen Verlust schon gemacht habe, ist klar. Vielleicht hast Du eine Vorgehensweise?

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Berater1966 28.08.2012, 07:30
@scallerto

Würdest du mir netterweise mal die Gesellschaft nennen?

Bitte beachte prinzipiell folgendes. Viele Menschen vergessen, dass eine Rentenversicherung eben wie der Name schon sagt für die Rente ist. Das Ziel sollte sein auch bis zum Schluss durchzuhalten. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass einige Gesellschaften in ihrer Kostenstruktur übertreiben, was aber früher Gang und Gebe war. Versicherungsunternehmen sind Wirtschaftsunternehmen und wie jedes andere Unternehmen auf der Welt auch darauf aus Gewinne zu erzielen. Die neuen Gesetze haben dazu geführt, dass nun viel mehr Geld der Kunden zur Anlage kommt, was sich natürlich finanzmathematisch für den Kunden positiv auswirkt. Zudem ist die heutige Produktwelt um ein Vielfaches besser und flexibler, was dem Kunden einen enormen Handlungsspielraum lässt.

Mit einem neuen Vertrag aus der heutigen Produktwelt wirst du feststellen, dass du bereits von Anfang an ganz anders aufgestellt sein wirst. Solltest du Fragen haben, dann immer drauf los, denn dafür sind wir da.

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scallerto 28.08.2012, 16:45
@Berater1966

Die Gesellschaft ist Skandia.

Natürlich habe ich dies Produkt für die Rente abgeschlossen, aber wenn ich nur 30 Euro monatlich rausbekomme kann das nichts sein. Ich habe einfach nur das Gefuehl, dass ich Monat für Monat Geld vernichte und nur mein damaliger Berater und die Gesellschaft gewonnen haben.

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Berater1966 29.08.2012, 11:46
@scallerto

naja, ganz so schlimm, wie du es hier beschreibst ist es nicht und ich verstehe auch nicht, warum immer gleich auf dem Berater rumgehackt wird? Für alles, was man käuflich erwerben kann zahlt man viel zu viel, nur mit dem Unterschied, dass es einfacher ist für den Konsum das Geld zu verlieren. Übrig bleibt nichts und darüber beschwert sich niemand.

Die Skandia hat das Deutschlandgeschäft komplett eingestellt, aber die Altverträge werden weiter betreut. Was mich ein wenig wundert ist die anscheinend sehr hohe Kostenstruktur deines Vertrages, denn eigentlich wurde die Provision von der Skandia damals schon über ein Factoring (Vorfinanziert) ausbezahlt und nicht über den Kundenbeitrag verrechnet, was auch bedeutet, dass dem Kunden weniger Kosten entstehen sollten. Vielleicht hat man hier ein wenig gemogelt???

Was definitiv damals nicht gültig war ist das VVG. Hier wird z. B. auch geregelt, dass Versicherungen verpflichtet sind vom ersten Tag an mindestens 40 % der Kundengelder anzulegen, sodass bereits direkt ein Rückkaufswert entsteht. Der Vermittler haftet mit seiner Provision für 60 Monate. Diese Kosten werden über diesen Zeitraum verteilt, sodass der Kunde einen Vorteil hat. Alle Kosten werden ausgewiesen. Zum damaligen Zeitpunkt wäre wohl die einzige Alternative ein ungezillmerter Honorarvertrag gewesen, der aber Zu Beginn erst mal richtig Geld gekostet hätte. Davor scheuen sich die Leute aber auch, weil sie einfach nicht bereit sind ein paar tausend Euro im Vorfeld auszugeben, obwohl sie einen Riesenvorteil hätten.

Wie in meinem Posting vorher schon erwähnt sind die heutigen Verträge ganz anders aufgebaut und damit nicht mehr zu vergleichen. Kosten hat man zwar immer nocht, aber das ist in allen Branchen so und nichts gibt es umsonst. Komischerweise fragt beim Handy oder der Spielekonsole keiner danach, was sie eigentlich kosten würden ohne den Gewinn des Unternehmens und was sind die meisten Sachen nach 6 Monaten noch wert? Nichts.

Bei einer Rentenversicherung erwartet aber jeder, dass er sofort sein Geld auf dem Konto hat. Viele vergessen die Steuervorteile, die Absicherung und über die Jahre eine wesentlich höhere Verzinsung als bei einer Bank. Es braucht aber Zeit, die sich anscheinend niemand nehmen will. Gerade gestern waren die Zeitungen voll von Berichten über Rentner, die arbeiten gehen müssen und das diese Zahl drastisch zunimmt. Auch im Fernsehen wurde darüber berichtet. Politiker winken hier ab und behaupten, dass es um Menschen ginge, die sich einfach noch fit fühlen und arbeiten gehen wollen. Das stimmt aber nicht, denn man hat gezeigt, dass schon die heutigen Rentner, die nicht gespart haben am Existenzminimum leben und für ihr Auskommen arbeiten müssen, obwohl sie teilweise über 50 Jahre geschuftet haben. Wer so nicht enden will, der sollte endlich sparen und vielleicht mal auf den ein oder anderen Konsum verzichten. Wenn du Hilfe brauchst, dann melde dich.

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scallerto 29.08.2012, 21:36
@Berater1966

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Deine Hilfe nehme ich gerne in Anspruch, da mir wahrscheinlich der Weitblick fehlt. Auf meinen Berater schimpfe ich genauso wie auf mich selbst. Ich war zu naiv und er zu unerfahren. Er war ein Kollege von mir, hatte gerade bei Tecis angefangen und ich war schon sehr skeptisch, wollte aber auch extra Altersvorsorge betreiben. Im Nachhinein war einiges falsch von dem was er mir erzählt hat und arbeitet seit Jahren nicht mehr dort. Ich habe mit einer Rate von 140 Euro angefangen, ungefähr 2 Jahre und dann auf 50 Euro runtergefahren, da ich da schon Zweifel an diesem Produkt hatte. Nun habe ich schon erfahren, das die Provision anfangs mit diesen hohen Raten berechnet wurde und diese nun auch weg ist. Da Du schreibst, das es nicht ganz so schlimm ist, wie ich schreibe, verstehe ich es wahrscheinlich wirklich nicht. Ich muss für 32 Euro monatlich 10000 Euro Deckungskapital haben, spare schon 7 Jahre und habe gerade mal vielleicht 2500 Euro(2050 Euro waren Ende 2011). Mein Vertrag läuft noch 25 Jahre, wären noch 15000 Euro eingezahlt. Nehmen wir an, die Fonds machen einen Gewinn, dann habe ich vielleicht 64 Euro monatlich raus, die ich noch versteuern muss? Natürlich bekomme ich ein Wenig über die Steuer wieder, aber das ist doch kein Gewinn? Oder was sehe ich falsch? Ich möchte auch ungern diesen Verlust bei einer Kündigung hinnehmen, aber mir fehlt die Erfolgsaussicht?

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Berater1966 30.08.2012, 08:10
@scallerto

So, jetzt haben wir nämlich genau das Problem, welches ich und meine Kollegen hier immer wieder ansprechen und bemängeln. Tecis ist ein Strukkivertrieb wie der AWD, die DVAG, MLP und wie sie alle heißen. Ein Durchlauferhitzer. Man verspricht ein überdurchschnittliches Einkommen und finanzielle Unabhängigkeit und schon ist eine neue Generation Berater geboren. So einfach ist es aber nicht. Die Meisten fangen an ohne jede Kenntnis und werden auf die Menschen, in der Regel Freunde und Bekannte, losgelassen. Irgendwann dann geht nichts mehr und sie scheiden wieder aus. Jetzt hängst du in deinem Vertrag und niemand betreut dich.

Deine Kostenaufrechnung stimmt nicht, aber das muss man dir mal richtig erklären.

Ich möchte dich aber trotzdem loben, denn die Erkenntnis Altersvorsorge zu betreiben hat nicht jeder und erst recht nicht mit einem Beitrag, wie du ihn hier genannt hast. Über die Reduzierung hätte man reden müssen, denn sie ist zu deinem Nachteil. Genau aus diesem Grund rechnen meine Kunden selber ihre Zahlen aus. Sie sollen wissen, wo sie in Zukunft hinsteuern. Ich habe dirr schon Hilfe angeboten, also frage ruhig und ich helfe dir.

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scallerto 30.08.2012, 09:26
@Berater1966

Ich nehme Deine Hilfe gerne in Anspruch, aber wie kannst Du mir am Besten Helfen?

Mit tecis sehe ich genauso, ich habe auch sehr schnell das System erkannt. Ich hatte zwei Verträge abgeschlossen, einen bei Skandia und und den Anderen bei der Nürnberger. Beide habe ich gekürzt, Skandia auf 50 Euro und der Andere liegt zur Zeit bei 46 Euro, da dynamisch. Hinzu kommt noch ein Riester Vertrag meiner Frau mit 66 Euro den Sie auch bei dem Kollegen damals abgeschlossen hatte(wir waren noch nicht zusammen).
Um weitere Hilfe bin ich sehr dankbar und finde es toll, wie sich hier wirklich bemüht wird.

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In einer reinen fondsgebundenen Rentenversicherung hast du kleinen Garantiezins! Du hast sicherlich nur den garantierte Beitragsrückzahlung bei Rentenbeginn mit drin ...

Außerdem greifen diese Garantie immer dann, wenn man den Vertrag durchhält!

scallerto 26.08.2012, 16:06

Danke für Deine Antwort, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich eine Beitragsrueckzahlung habe, so wie bei einem Riester Vertrag.

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JaAl11 26.08.2012, 16:18
@scallerto

Es gibt im Grunde zwei verschiedene Fonds-Rentenversicherungen: mit und ohne Beitragsgarantie. Hast du eine ohne Beitragsgarantie, bekommst du im Extremfall nicht mal die eingezahlten Beiträge raus!

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Du hast keinen Garantiezins in der FLV.

Der sogenante garantierte Rentenfaktor pro 10.000 Euro ist das Papier nicht wert auf dem er geschrieben ist !

Weil dieser wie Du selbst festgestellt hast jederzeit verändert und angepasst werden kann.

Es empfiehlt sich den Vertrag von einem Unabhängigen Versicherungsmakler oder einem gerichtlich zugelassenen Versicherungsberater überprüfen zu lassen, und ggf. notwendige Schritte einzuleiten.

scallerto 27.08.2012, 15:57

Danke für Deine Antwort, nur möchte ich diesen Vertrag einfach loswerden, hast Du vielleicht auch Anregungen?

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SgtMiller 27.08.2012, 19:17
@scallerto

Lass den Vertrag zuerst prüfen, bevor Du Dir selber eventuell schadest.

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