Fondsgebühren?

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7 Antworten

Bei einem Fonds fallen verschiedene Kosten an:

  • Ausgabeaufschlag (Agio) einmalig beim Kauf, deckt üblicherweise die Beratungs- und Vertriebskosten. - bei online Fondsdiscounter oft mit Rabatt (bis zu 100%) allerdings ist eine Beratungshaftung für Anleger ausgeschlossen.
  • Zudem können Ordergebühren anfallen für die einzelnen Käufe/Verkäufe der Fondsanteile
    und Depotgebühren für die Führung des Wertpapierdepots (wobei eines genügt - für alles).
  • Gesamtkostenquote („Total Expense Ratio“, abgekürzt: TER) gibt an, wie hoch die Kosten sind, die bei einem Investmentfonds innerhalb eines Geschäftsjahres anfallen (für Verwaltung, Management und Betrieb des Fonds) - darin ist jedoch nicht alles enthalten.

Mehr Infos dazu (sowie zu Fonds allgemein wie auch ETF) in meiner Antwort bei https://www.gutefrage.net/frage/wissen-ueber-fonds?foundIn=list-answers-by-user#answer-221949061

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In der Regel fallen eine Vertriebsprovision, für Kunden Ausgabeaufschlag genannt, sowie eine jährliche Verwaltungsgebühr an.

Den Ausgabeaufschlag bezahlst du einmalig, bzw. bei jedem Kauf des Fonds, dieser schwankt so zwischen 0% und 3%. Dieser Wert kann von Broker zu Broker unterschiedlich sein. Die jährliche Verwaltungsgebühr ist von Fonds zu Fonds unterschiedlich, sagen wir mal 0,5-2%.

Wenn du jetzt bei deinem Broker (z.B. Sparkasse, Consorsbank, ...) 1000 Euro in einen Fonds investieren möchtest, dessen Ankaufskurs bei 100 Euro steht, hast Du im Falle eines Ausgabeaufschlags von 2 % für 10 Anteile 1020 Euro zu zahlen + die Gebühren die der Broker dir draufschlägt für die Orderbearbeitung (sagen wir mal fix 10 Euro, hängt natürlich vom Broker ab).

Du hast dann für 1030 Euro etwas gekauft, das 1000 Euro wert ist, hast also sofort einen Verlust von 3% erzielt. Dem Verkaufsprospekt des Fonds kannst Du entnehmen, wann der Abschlag für die Verwaltungsgebühr fällig wird. Das wäre dann beispielsweise nochmal 1%. Hat sich der Kurs bis dahin nicht verändert bist du schon vereinfacht gesagt 40 Euro los.

Dagegen könnte das gleiche Produkt bei einem anderen Broker ohne Ausgabeaufschlag und zu geringeren Ordergebühren zu haben sein

Es ist also absolut enscheidend für die Performance der Geldanlage, dass du einen günstigen Broker hast.

Neben aktiv verwalteten Fonds gibt es auch noch ETFs, diese haben deutlich geringere Gebühren. Hierzu muss man allerdings auch sagen, dass diese statisch einen Index abbilden, wenn der Markt nicht so läuft wie erwartet, kann niemand eingreifen um umzuschichten um die Performance des Produkts aktiv mitzugestalten.

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Die Einstiegsgebühren bei Fonds sind meist recht hoch. Es können auch schon mal 5% sein. Dann muss die Renditeerwartung schon recht hoch sein, und man sollte sich im klaren sein, dass eine Fondsanlage schon aufgrund der Kosten nicht spekulativ erfolgen sollte. ETFs und Zertifikate liegen dann eher bei 1%, sind dann auch aber anders strukturiert und gemanagt. Ein gut gemanagter Fonds kann auch durchaus seine 5% Gebühr wert sein.

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Den Ausgabeaufschlag den Banken bei Fonds verlangen kannst Du Dir sparen, wenn  Du über einen Vermittler kaufst. Mein Vermittler ist der Experte24 in München. Das Depot habe ich bei der Frankfurter Depotbank. Für mich kostenfrei, weil das Depot schon eine bestimmte Größe überschritten hat. 

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Kommentar von Niklaus
22.09.2016, 08:56

Ich bin Vermittler. Wieso sollte ich ohne Ausgabeaufschlag vermitteln.

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es gibst eine Seite fondsshop vergleich, da gibt es viele Hinweise, vor allem auch auf mögliche Ersparnisse bei der Fondsanlage.

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Hi,

haben meist die Eigenschaft, dass sie den Markt nicht schlagen und dass die Gebührenstruktur intransparent  und zu hoch ist(meine persönliche Meinung).

Besser kommt man meist mit ETFs raus. Du kannst mit dem richtigen ETF ähnlich bis gleich wie mit einem Fond investieren, jedoch zu günstigeren Konditionen.

Schau mal auf Youtube zu Aktien mit Kopf. Hier findest du ausführliches Wissen.

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Kommentar von Niklaus
24.09.2016, 09:31

Die Aussage ist natürlich falsch. Gute Fonds schlagen immer den Markt und die Benchmark, aber kein einziger ETF schlägt je den Markt. Jeder  ETF hat auch die voll negativen Kursschwankungen, wenn die Börse nach unten geht. Das passiert den meisten gemanagten Fonds nicht.

Die Kosten von Fonds sind außer dem Ausgabeaufschlag alle schon im Kurs enthalten. Wenn der Fonds also 8 % Rendite hat, dann hat er sie mit allen Kosten gemacht außer dem AA gemacht. Da der AA aber nur beim Kauf entsteht, hat der Kunde seine Rendite ab dem zweiten Jahr ohne diesen Kostenblock. Wenn also mein Fonds sein Zielrendite Beispiel 8 % nicht erreicht, habe ich den falschen Fonds und muss ihn tauschen. Das ist Aufgabe des Beraters.

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Jeder Fonds hat verschiedene Kostenarten. 

Diese sind der Ausgabeaufschlag, die Verwaltungsgebühr und die Depotbankgebühr. Wichtig zu wissen ist, das alle Gebühre außer dem Ausgabeaufschlag in der Rendite des Fonds schon eingerechnet sind.

Mir ist es egal, wie viel ein Fonds kostet. Wenn er dem Kunden zwischen 6-10 % je nach Risikoklasse bringt, ist es völlig egal wie viel der Fondsmanager dafür erzielen muss um die Rendite und auch seine Kosten zu erwirtschaften. Erwirtschaftet der Fonds diese Rendite nicht, muss man die Gründe dafür analysieren und ihn gegebenenfalls austauschen. 

Mit dem Ausgabeaufschlag wird in der Regel der Finanzberater bezahlt.  Das Geld ist auch gut angelegt. Denn was nutzt ein kostenloser Fonds, wenn er der falsche Fonds ist. Dann ist nämlich Geiz nicht mehr g.e.i.l. sondern einfach nur dumm.

Bei 7.000 handelbaren Fonds in vielen unterschiedlichen Kategorien, ist die  Analyse und die Entscheidung zu treffen richtig schwer. Leider meinen viele Laien das können sie selbst machen, indem sie ein paar Ranglisten in den Zeitschriften oder im Internet nachschauen und  dann die Spitzenreiter nehmen. Das geht meistens schief. Denn es ist zocken und nicht investieren.

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Kommentar von christl10
22.09.2016, 10:43

Währenddessen @Niklaus sichere Einnahmen bei jedem Kauf hat, hast Du eine unsichere Anlage und möglicherweise einen Verlust. Da fragt sich dann wer der Dumme von den beiden ist! Der Vermittler ist auch nur ein Verkäufer der in erster Linie an seinem Erfolg und Einnahmen denkt, oder meinst Du Du erhälst den Ausgabeaufschlag zurück, wenn Du Verluste machst, währenddessen sich dieser Vermittler die Hände reibt? 

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