Folgendes Szenario: Eine verstorbe Person hat 1 Kind. Im Testament steht das eine andere Person der/die Alleinerbe/Alleinerbin ist. Welche Person bekommt was?

12 Antworten

Der Alleinerbe bekommt alles.

Das Kind kann den Pflichtteil einfordern, dieser beträgt, nach Abzug noch anstehender Kosten wie Bestattung, Grabstelle, ein angemessener Betrag für die Grabpflege für die Dauer der Liegezeit u.a. 50% vom Nachlass in Geld.

Das Kind hat 3 Jahre ab Kenntnis vom Tod des Erblassers Zeit, den Pflichtteil einzufordern. Tut es das nicht- Pech gehabt. Bis dahin sollte der Erbe das einkalkulieren.

50% vom Nachlass in Geld.

Hinweis: Der Pflichtteil beträgt stets 50% des gesetzlichen Erbteils. Wenn das Kind ansonsten - wie hier wohl der Fall - der einzige gesetzliche Erbe ist, dann sind es aber tatsächlich 50% des gesamten Nachlasses nach Kosten.

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Alleinerbe, ja aber in welchem Verhältnis steht er zum Verstorbenen.

Bei einer zweiten Ehefrau sieht das ganz anders aus als z.B. bei einer "fremden" Person.

Die Hälfte des Pflichtanteils steht dem direkten Nachkommen immer zu. Das würde bei einer Ehefrau bedeuten 25%, bei einer fremden Person 50%. (Da er ja dann 100% geerbt hätte)

Es kommt auf das Verhältnis der anderen Person zum Erblasser an, war es ein Ehepartner?

Normalerweise hat das Kind Anspruch auf den Pflichtteil, das ist die Hälfte des Anspruchs den es mit der gesetzlichen Erbfolge hätte.

Was genau bedeutet Pflichtteil und Pflichtteilsergänzungsanspruch?

Hier mal in fiktives Beispiel: 3 Kinder, ein Kind ( A) ist Alleinerbe und bekommt 32 tsd Euro. Kind B erhält eine Schenkung kurz vor Ablebung des Erblassers ( kein Jahr ist verstrichen) in Höhe von 148 tsd . Kind C ist enterbt. Meiner Meinung nach rechnet sich das ganze so: Gesamtnachlass 180 tsd, der Pflichtteil beträgt 30 tsd Euro den Kind C erhält und zwar 2 tsd. Euro von Kind B und 28 tsd von Kind A. Kind A und B haben keinerlei Ansprüche mehr, damit ist das Erbe korrekt aufgeteilt. Oder?

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Wird ein Pflichtteilsanspruch bei Testament zum Alleinerbe vererbt?

Hallo zusammen,

Person A hat 2 erwachsene Kinder B und C. Person A hat als Vermögen lediglich eine Wohnung. Person A möchte Kind B die Wohnung zukommen lassen (Schenkung oder über Testament). Kind C bereits verstorben - hat aber aus einer früheren geschiedenen Ehe einen unbekannten erwachsenen Sohn - Enkel D.

Wenn Person A nun 1. Die Wohnung direkt im Rahmen Freibeträge an Kind B verschenkt 2. Die Wohnung im Rahmen eines Testaments (Kind B Alleinerbe) an Kind B vererbt hat dann Enkel D irgendwelche Ansprüche?

Meines Wissen werden Pflichtteilsansprüche nicht vererbt - da es sich ja um einen Erbvorgang Oma - Enkel handelt?!

Danke vielmals! Grüße Basti

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Vorzeitige Forderung: Höhe Pflichtteil Berliner Testament?

Hallo Community,

Frage zu einer verzwickten Konstellation:

Ehemann und Ehefrau haben ein Berliner Testament geschlossen, setzen sich somit gegenseitig als Erben ein. Erben des zuletzt Verstorbenen sollen deren vier Kinder sein

  • Person A (Kind Ehemann aus vorheriger Ehe)
  • Person B (Kind Ehemann aus vorheriger Ehe)
  • Person C (Kind Ehefrau aus vorheriger Beziehung)
  • Person D (Kind aus Affäre des Ehemanns).

Person A, B und C sollen je 7/24 des Vermögens erben, Person D nur den Pflichtteil i.H.v. 3/24. Es gibt eine Klausel, nach der jedes Kind dann nur den Pflichtteil erben würde, wenn es vorzeitig (zu Lebzeiten des Längstlebenden) sein Erbe fordern würde.

Nun die Fragen:

(1) Stirbt der Ehemann zuerst, hätte Person D dann überhaupt einen Nachteil SOFORT den Pflichtteil zu fordern, wenn die Ehefrau noch lebt? Also bilden sich die 3/24 zu jedem Zeitpunkt aus der gesamt verfügbaren Erbmasse beider oder wäre der Anspruch von Person D in dem Moment 1/16?

(2) Hätte Person D nach sofortiger Forderung des Pflichtteil aus (1) dennoch nach dem Tod der Ehefrau Anspruch auf einen Anteil der Erbmasse (da es nicht das leibliche Kind der Ehefrau ist)?

(3) Würde von der Ehefrau eine Aufstellung aller Vermögenswerte gefordert werden, müsste sie dann den gegenwärtigen Stand liefern oder den zum Todeszeitpunkt des Ehemannes?

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Handschriftliches Testament widerufen?

Folgender Fall: Person A hat Person B seinerzeit ein Handschriftliches Testament, .mit Datum und Unterschrift, in original, in die Hand gedrückt. In dem steht das im Falles des Todes von Person A , Person B als alleinige Erbe des gesamten Vermögens festgelegt ist.

Nun möchte aber Person A dieses Testament widerrufen, nur rückt Person B das Testament nicht heraus. Was kann Person A machen? Wenn er ein neues Handschriftliches Testament verfasst und Person B darin ausschliesst und Person A stirbt. Dann weis doch keiner von der Existenz des neuen Testaments und Person B könnte doch das in seinem Besitz befindliche Testament dem Notar vorlegen und würde somit alleinige Erbe. Welche sichere Möglichkeit besteht nun um das zu verhindern?

Vielen Dank.

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Kann man jemandem den Pflichtteil eines Erbes vorab auszahlen und ihn so vom Pflichtteil entbinden?

Wenn man zwei Kinder hat, die Immobilie aber nur einer bekommen soll, man diesem aber die Scherereien wegen dem Ausbezahlen der 25% ersparen will. Kann man dann dem zweiten Kind diese 25% schon vorab auszahlen und diese Person beim Notar unter allseitigem Einverständnis austragen lassen, sodass Kind 1 die Immobilie zu 100 % bekommt?

Alle Parteien sind sich dahingehend einig.

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