Folgende Situation, auf welcher Seite Seid ihr?


14.02.2020, 14:29

Ps. Er hat seinen Flug schon bezahlt

Die haben nur Angst um den Armen jonas, weil es nach Australien geht


14.02.2020, 14:32

Telefon

Das Ergebnis basiert auf 29 Abstimmungen

Doch er ist erwachsen und darf alles 83%
Der darf dann nicht Mit 17%

21 Antworten

Prinzipiell ist er Volljährig und für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich, er müsste sich vor niemanden rechtfertigen wenn er tut was er halt tun will.

Solange er aber im Haus der Eltern wohnt muss er sich an die Regeln halten die ihm vorgesetzt werden, wenn es ihm nicht gefällt muss er sich eine eigene Wohnung suchen und selbst für seinen Unterhalt aufkommen.

Das sie ihm jetzt aber den Urlaub verbieten geht in meinen Augen etwas zu weit, letztlich ist das seine Entscheidung. Man muss sich aber halt auch Fragen wieso die Eltern überhaupt dazu kommen ihm sowas zu verbieten, für gewöhnlich hat man als Elternteil seine Gründe dem Kind etwas nicht zu erlauben.

Man weis aber halt auch nicht wie sich das Kind gegenüber den Eltern verhält, ist es ein 'Rotzlöffel' kann man die Eltern verstehen. Hat er den Urlaub von seinem eigenen Geld bezahlt oder hat er sich bei den Eltern bedient? Hat er den Urlaub komplett aus eigener Tasche bezahlt ohne die Eltern auf irgendeine Art und Weise mit zu belasten dann sollte er die Reise auch antreten. Hat er sich unerlaubt bei den Eltern bedient kann ich die Reaktion verstehen, dann würde es aber auch so richtig rauchen.

Sowas kann man nicht beurteilen solange man nur eine Seite der Münze kennt. Für gewöhnlich werden Eltern bei Verboten sehr schnell ins schlechte Licht gerückt um die Interessen des Kindes weiter zu betonen und mitzuteilen "wie schlecht es dem Kind doch geht". Oft ist daran aber einfach das meiste schlicht erfunden und weit von der Realität entfernt.

So wie das aber klingt was du schreibst wäre es ihm anzuraten das er sich eine eigene Wohnung sucht und beginnt ein eigenständiges Leben zu führen. Wenn er von den Eltern nicht mehr abhängig ist kann er tun und lassen was er will, ob es am Ende aber auch gut für ihn ist kann man nicht vorhersehen.

Solange er aber bei den Eltern wohnt und die für ihn aufkommen muss er sich an die Regeln halten die ihm vorgelegt werden. Er ist alt genug um selbst zu entscheiden was er für das richtige empfindet, wenn es ihm im Elternhaus besser gefällt weil es sich leichter lebt dann muss er halt auch Regeln einhalten die im vorgesetzt werden.

"wenn es ihm nicht gefällt muss er sich eine eigene Wohnung suchen und selbst für seinen Unterhalt aufkommen."

Das ist falsch. Wenn die Eltern unterhaltspflichtig sind ändert da auch ein Urlaub samt Rausschmiss nichts daran.

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@jonamuller39

Da hast du schon recht, allerdings muss man sich hier die Gegenfrage stellen inwieweit man als Kind gehen möchte um seinen Eltern auf der Tasche ohne den Gedanken zu fassen sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen und etwas daraus zu machen.

Natürlich kann man sich auf rechtliches berufen, aber wie weit soll es dem Kind helfen? Hat er das 25. LJ erreicht und das Verhältnis zwischen Eltern und Kind ist zerstört hat man das unvermeidliche nur um ein paar Jahre hinaus gezögert.

Man muss halt immer überlegen was man unter "unterhaltspflichtig" versteht, natürlich kann man es so auslegen das man als Kind 25 Jahre lang den Eltern auf der Tasche liegt und sich einfach gehen lässt, auf der anderen Seite kann man diese Unterhaltspflicht aber auch außer Acht lassen wenn man als Kind beginnt sein eigenes Leben zu führen und die Eltern zu entlasten.

Die Eltern sind nur dann zum Unterhalt verpflichtet wenn das Kind es nicht schafft sich sein eigenes Leben auf die Beine zu stellen. Die Unterhaltspflicht befreit das Kind nicht davor sich nicht mehr an die Regeln der Eltern halten zu müssen.

Zudem bedeutet die Unterhaltspflicht nicht das die Eltern dazu verpflichtet sind ihm alles zu bezahlen was er sich gerade in den Kopf setzt, wenn das Kind meint sich eine eigene Wohnung nehmen zu müssen ohne diese bezahlen zu können, dann kann man sich als Kind nicht auf die Eltern berufen und dort das fehlende Geld einfordern.

Wenn er keine Lust auf die Regeln hat soll er sich darum kümmern ein eigenes Leben auf die Beine zu stellen und unabhängig von den Eltern zu werden. Nur aufgrund von Faulheit oder Bequemlichkeit die Eltern auf ihre Unterhaltspflicht zu erinnern führt zu nichts was ihm später mal nützen könnte. Natürlich kann er sein Leben verpennen und erst mit 25 Jahren aktiv werden, dann hat er aber gut ~9 Jahre seines Lebens verschwendet und nichts aus sich gemacht.

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@olfinger

Sorry, aber das ist in meinen Augen einfach falsch. Als Heranwachsender ist man zur Erreichung seiner Ziele oftmals auf Gedeih und Verderb auf seine Eltern angewiesen. Dieser Pflicht ist man sich mit der Entscheidung, Kinder zu bekommen, bewusst. Es geht hier nicht darum, auf der faulen Haut zu liegen (in dem Fall entfällt der Anspruch auf Unterhalt sowieso!), sondern darum, eine angemessene Ausbildung zu Ende zu führen. Im Falle eines Studiums kann das selbst bei Regelstudienzeit (die alles andere als die Regel ist) einen Zeitraum von fünf Jahren bedeuten, den die Eltern in meinen Augen nicht missbrauchen dürfen, um Ihre Vorstellung eines gemeinsamen Miteinanders zu erzwingen. Die Untersagung von Freizeitaktivitäten ist in meinen Augen vollkommen unverhältnismäßig, wenn dadurch der Ausbildungserfolg nicht stark beeinträchtigt wird.

Im Sinne der Chancengleichheit finde ich es unerlässlich, jedem fähigen Jugendlichen auch ein Studium zu ermöglichen. Da dafür nicht der Staat aufkommt (Eltern verdienen zu viel) ist das aktuell eben die Pflicht der Eltern.

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Doch er ist erwachsen und darf alles

Ich bin auf gar keiner Seite.

In der Theorie ist er erwachsen und kann machen, was er möchte. Trotzdem ist es in der Praxis immer recht schwer, sich gegen das allgegenwärtige Argument "Solange du unter meinem Dach..." zu wehren. Unter dem Strich besteht ja demnach trotzdem eine gewisse Abhängigkeit. In diesem Sinne ist der Junge zwar volljährig, kann aber trotzdem noch nicht so richtig für seinen Unterhalt sorgen. Wenn es darum geht, ist es ok, wenn die Eltern beistehen.

In diesem Sinne ist das recht schwer. Boxt er es durch, ist das Familienverhältnis gegebenenfalls wegen eines Urlaubes gestört. Gibt es nach, wird er das künftig auch.

Er sollte das Gespräch suchen und seinen Eltern beibrinen, dass er in seinem Alter an einem Punkt angelangt ist, an welchem er sicher dankbar für die Unterstützung ist, seine Eltern ihn jedoch trotzdem langsam ziehen lassen müssen. So wenig er künftig erwarten kann, dass seine Eltern ihn IMMER unterstützen werden, so wenig dürfen auch die Eltern von ihm erwarten, dass er sich auch künftig nur an das hält, was sie wollen. Insofern steckt er gerade in einer sehr problematischen Situation, in welcher er sich mit seinen Eltern einigen muss. Er wird aufgrund der aktuell noch vorhandenen Abhängigkeit Zugeständnisse machen müssen, die Eltern im Gegenzug dafür die Zügel lockern.

Die Eltern sind hier nicht zwingend streng - sie sind einfach Eltern ;-) Diesen Prozess müssen sie gemeinsam durchgehen und besprechen. Wenn ein "Kind" flügge wird und das Nest verlassen will, dann ist das auch für die Eltern nicht einfach (Und glaub mir: Ich weiss, von was ich rede. Ich bin weitaus älter und immernoch die "kleine Tochter", das wird sich nie ändern und hat auch nichts Negatives in diesem Falle)

Ich schlage mich grundsätzlich nie auf irgendeiner Seite. Der junge Mann ist Volljährig und völlig frei in seinen Entscheidungen. Zumindest dann wenn aus anderen Gründen nichts dagegen spricht. Also kann und darf er auch in den Urlaub. Daran gibt's auch rein rechtlich nichts zu Diskutieren. Was seine Wohnsituation betrifft muss er dann evtl. mit den Konsequenzen leben müssen. Bevor es so weit kommt sollte man noch einmal versuchen mit den Eltern in Ruhe zu reden, und wenn möglich ihre Vorbehalte und oder Einwände zu entkräften.

Doch er ist erwachsen und darf alles

Ganz einfache Sache: er darf tun, was er will. Die Frage wäre jetzt, was die Eltern als Konsequenz androhen und er bereit ist, das in Kauf zu nehmen. Das ist eine rein persönliche Entscheidung. Ich kann nur raten zu reisen. Ist ne tolle Erfahrung und ein Flug nach Australien ist ja auch nicht billig. Wäre schade um das Geld.

Offiziell ist er erwachsen und darf mit.

Aber wenn er weiter bei seinen Eltern wohnen bleiben will sollte er sich schon an das halten was die Eltern wollen.

Die Alternative wäre ausziehen und dann mit in Urlaub fliegen.

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