Folgende jobcenter frage?

6 Antworten

Es kommt dann darauf an was sie derzeit für die ganzen Mitglieder der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) an Leistungen vom Jobcenter bekommt und was sie dann an Brutto und Nettoeinkommen pro Monat verdienen würde !

Auf ihr Erwerbseinkommen stehen ihr dann Freibeträge nach § 11 b SGB - ll zu,dass wären dann zunächst vom Bruttoeinkommen 100 € Grundfreibetrag,ab 100 € - 1000 € Brutto kommen 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto 10 % an Freibetrag dazu.

Wenn min.ein Kind noch minderjährig ist,dann steigt die letzte Stufe der Freibeträge von 1000 € auf 1500 € Brutto an und davon dann diese 10 % Freibetrag.

Die Freibeträge werden dann addiert,theoretisch vom Nettoeinkommen abgezogen und dazu werden dann alle sonstigen anrechenbaren Einkommen addiert,also wie z.B.Kindergeld und Unterhalt / Unterhaltsvorschuss.

Da diese sonstigen Einkommen aber auch jetzt schon angerechnet werden,bliebe dann also nur noch das anrechenbare Erwerbseinkommen was deine Mutter dann erzielen würde.

Mal ein Beispiel,deine Mutter bekommt derzeit 1000 € vom Jobcenter,die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) beträgt 900 €,dann würden noch 100 € für die Regelsätze für den Lebensunterhalt gezahlt.

Nun würde deine Mutter angenommen 1500 € Brutto verdienen und 1250 € Netto bekommen,min.noch ein minderjähriges Kind haben,dann stünde ihr nach § 11 b SGB - ll ein Freibetrag von 330 € zu,abzüglich vom Nettoeinkommen blieben hier dann etwa 920 € an anrechenbarem Erwerbseinkommen.

Es bliebe hier dann ein Bedarf von min.um die 80 €,weil ja angenommen 1000 € vom Jobcenter gezahlt würden.

Deine Mutter müsste dann also bis auf diese min.80 € dann alles selber zahlen,wenn dann nicht vorrangig andere Leistungen wie Wohngeld und Kinderzuschlag in betracht kommen würden.

und was ist wenn eines der kinder arbeiten würde? müsste diese person dann auch miete zahlen?

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@ForrestGump1

Dann würde natürlich Einkommen auf den Bedarf des jeweiligen Kindes angerechnet !

Ob es dann auch Miete an die Mutter zahlen müsste kann man so pauschal nicht sagen,da käme es auch auf die Höhe des Bedarfs des Kindes an und was die Mutter ggf.noch an sonstigem Einkommen wie z.B. Kindergeld / Unterhalt für das jeweilige Kind bekommen würde.

Wenn sie angenommen nichts bekommen würde,käme es wie gesagt auf den Bedarf des Kindes an und was es an Brutto und Nettoeinkommen hätte.

Würde das Kind min.18 aber unter 25 sein,dann stünde ihm derzeit eine Regelleistung von 327 € für den Lebensunterhalt zu und dazu käme dann der KDU - Kopfanteil für die Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),dieser wird aus der Warmmiete geteilt durch die Personen im Haushalt berechnet.

Angenommen die KDU - würde bei 900 € liegen und es wären insgesamt 5 Personen,dann würde der jeweilige KDU - Kopfanteil bei 180 € liegen und mit den 327 € Regelleistung würde der Bedarf des Kindes dann bei min.507 € pro Monat liegen.

Nun käme es darauf an was das Kind an Brutto und Netto verdienen würde,auf Erwerbseinkommen steht einem ab dem 15 Lebensjahr ein Freibetrag nach § 11 b SGB - ll zu,dass wären vom Bruttoeinkommen zunächst einmal 100 € Grundfreibetrag.

Ab 100 € - 1000 € Brutto kommen 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto 10 % an Freibetrag dazu,bei deiner Mutter würde es von 1000 € - 1500 € Brutto ( 10 % ) gehen,wenn sie min.ein minderjähriges Kind hat.

Wenn das Kind dann angenommen 800 € Brutto und 650 € Netto verdienen würde,dann läge der Freibetrag bei 240 €,diese würden dann theoretisch von den 650 € Netto abgezogen,es blieben dann etwa 410 € anrechenbares Einkommen.

410 € - 327 € Regelleistung = 83 € für den KDU - Kopfanteil des Kindes.

180 € KDU - Kopfanteil - 83 € einzusetzen für KDU - Kopfanteil = Bedarf von ca. 97 € pro Monat.

Das Kind müsste dann also seinen kompletten Lebensunterhalt selber finanzieren,bis auf diese ca.97 € die die Mutter dann ggf.noch vom Jobcenter als Aufstockung für das Kind bekommen würde.

Wenn die Mutter durch ihr eigenes Einkommen dann keinen Anspruch mehr vom Jobcenter hätte,dann müsste das Kind ggf.den vollen KDU - Kopfanteil an die Mutter zahlen,Kostgeld usw.abgeben un der Rest wäre dann dem Kind.

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Deine Mutter bekommt bzw. bekam eine bestimmte Summe für sich, die Kinder und die Miete.

Sollte das Einkommen höher sein als sie bisher bekommen hat, dann bekommt sie vom Jobcenter nichts mehr.

Sie kann dann vielleicht noch Wohngeld beantragen.

Ist das Einkommen geringer als das was sie vorher bekommen hat, dann wird Hartz IV entsprechend gekürzt, sie bekommt dann nur noch anteilig Geld.

Wenn Sie eine Vollzeitstelle bekommt ist es abhängig von ihrem Gehalt, Ob sie noch weiterhin Hartz IV beziehen kann oder nicht.

Je nach Höhe des Gehalts Könnte sie eventuell aufstocken, oder auch nicht.

Das müsste sie mit dem Jobcenter klären.

Wenn ihr Gehalt eine bestimmte Höhe erreicht hat, dann muss sie die Miete komplett selbst bezahlen.

Oder positiv formuliert: ..."KANN sie die Miete glücklicherweise endlich wieder selbst bestreiten..." :)

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