Folgen von Ausgrenzung?

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Der Mensch ist ein Herdentier. Wird er ausgegrenzt, geht er psychisch oder sogar auch körperlich zugrunde.

Er ist aufs Zusammenleben mit Artgenossen programmiert. Deshalb ist z.B. beim Menschen die Gesichtserkennung so ausgeprägt. Wir erkennen in vielen Fällen schon auf Kleinkindfotos, welcher Erwachsene daraus mal wird, weil wir – obgleich das Kind völlig anders aussieht – in der Lage sind, minimalste Gemeinsamkeiten zu erkennen, ohne zu wissen,. welche das überhaupt sind.

Die Fähigkeit, in Gesichtern zu "lesen" ist überlebenswichtig, denn am Gesichtsausdruck haben einst unsere Vor-Vor-Vorfahren erkannt, ob der andere Freund war, Feind oder gar potentieller Geschlechtspartner.

Insofern ist das Interagieren das eigentliche Lebenselixier des Menschen, Einsiedler haben irgendwo einen sozialen Knacks, selbst wenn wir sie oft zu ganz besonderen Menschen hochstilisieren.

Man könnte also daraus folgern, dass das Kooperieren auch von Gesellschaften die Welt weiterbringt (wovon manche Politiker und fast alle Philosophen und Künstler auch überzeugt sind).

Aber so weit, dies nicht nur zu erkennen, sondern auch umzusetzen, hat die Evolution uns noch nicht gebracht. Wahrscheinlich müssen wir da noch ein paar Jahrhunderttausende warten.

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