Folgen Rodung auf Anhöhe und am Hang?

7 Antworten

Also die Schäden können schon enorm sein. Wenn man bedenkt das Wurzeln das Erdreich festhalten,Am Hang wie auf ebener fläche,dazu noch Sinn und Nutzen einer Abholzung...../Ein abgeholzter Baum wird sich im Laufe der Zeit unterirdisch(Wurzelbereich) nach und nach zurückbilden,Holzfäulnis entsteht und durch die Verfaulung des Holzes im oberen Bereich dringt Wasser in Hohlräume und unterspült somit den unteren Wurzelbereich. Das hat dann dieses bekannte Absacken des Erdbereiches zur Folge. Ausserdem lockt Fäulnis Wühlmäuse an und deren Gänge machen den Rest und den Weg für die "Fluten" frei. Aber....es gibt auch Bäume die sich sträuben zu sterben. Ahornarten,Kastanie,Erlen(zu 50%),Linden z.b treiben wieder am Stumpf aus. Es ist also nicht in jedem Fall ein kompletter Abgang eines Hanges zu erwarten,es kommt auf den Sortenbestand,die Lage und auch auf das Wetter des Jahres an. Ein anderer Aspekt ist auch zu beachten. Ein abgehölzter Hang setzt Leben für verborgenes frei. Baum,-Strauchkeimlinge die jetzt gerade dadurch Licht bekommen werden zum Leben erweckt und es erstreckt sich nach einiger Zeit ein neuer Anblick mit frisch austreibenden Grün. Mancherorts werden Hänge auch deswegen ausgelichtet um der Enge der Bepflanzung "Herr" zu werden. Jeder ca. dritte und meistens dünn gewachsener(schwach) Baum wird gefällt um den dominanten Bäumen die chance zu geben sich zu gesundem holz zu entwickeln. Das mag brutal aussehen,ist aber von Nutzen und Ökonomisch vertretbar.



Bäume haben nicht einmal tiefere Wurzeln auf der Anhöhe und mal nicht im Flachland.
Richtig, Bäume auf einer Anhöhe halten den Boden und versorgen diesen umgekehrt mit Nährstoffen, verhindern Erdrutsche,  auch das Ausspülen durch Wasser.
Ebenso stellen Bäume eine grüne Lunge dar und sorgen für einen kleinklimatischen Ausstausch der Luft.

Zu unterscheiden wäre hingegen zwischen Nadel- und Laubbäumen.
Eine größere Wirkung, im beschriebenen Zusammenhang erreichen Laubbäume und Mischwälder.
Keine Regel ohne Ausnahme, in größeren Höhen erweisen sich Nadelbäume frostbeständiger.

prinzipiel stimmt es, das das die wurzeln der bäume den boden festigkeit und zusammenhalt geben. Es mag aucvh stimmen, das bäume im hang etwas andere/längere wurzeln ausbilden, das kann ich aber nicht mit gewissheit sagen.

was aber fakt ist, das zum teil laub oder mischwälder gerodet wurden und durch pure nadelwäder ersetzt wurden. diese nadelbäume sind flachhwurzler. die wurzeln sind eher oberflächlich. und damit ist das problem der erdrutsche genau so gegeben wie ohne bäume

Was für Wurzeln die Bäume haben hängt von der Baumart ab, sie sind in der Regel flach (ausser Erle). Es gibt Bäume und Sträucher die bekannt für die Stabilisation von Hängen mit ihren Wurzeln sind und als natürlicher Hangschutz verwendet wird. Man denke nur an die Lawinenschutzwaelder in den Alpen.

Ich weiss nicht was der Sinn der Rodung ist und welche Arten, welches Alter sie haben.

Grundsätzlich sollten einzelne Bäume regelmässig gezielt gefällt werden, damit sie nicht zu gross und alt werden und den Hang bei Wind und Schnee durch umkippen destabilisieren. Bereits Stämme mit mehr als 25 cm sind kritisch je nach Hangneigung. Der nachwachsende Jungwuchs ersetzt die gefällten Bäume nach und nach.

Je nach Steilheit des Hanges muss von einer Gesamtrodung abgeraten werden, da du früher oder später massive Erosionsprobleme bekommen kannst und diese durch teure Massnahmen gelöst werden müssen, wobei erneut mit Gehölzen zu arbeiten am billigsten kommen könnte. Je steiler der Hang desto weniger funktioniert Rasen selbst mit teuren Hangschutzmassnahmen (Hanfnetz, Entwaesserung, Spritzsaat).

Aber eben, eine Frage der Steilheit und um was es geht.

Die Wurzeln nach Rodung bleiben noch lange bestehen, und so können andere Pflanzen auf deren Grundlage gedeihen. Aber frag mal lieber, für Dein spezielles Grundstück, einen professionellen GaLa-Bauer!

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