Folgebescheinigung bei Krankengeldbezug

7 Antworten

Da ist bei der Kasse wohl ein Systemfehler passiert. Kommt vor sowas. Hast du keinen Ansprechpartner in deiner Stadt, mit dem du das kurz besprechen kannst? Wenn nein, ein freundliches Schreiben wird helfen. Du kannst sie ja freundlich und höflich darauf hinweisen, daß zwischen dem 05.04. und dem 05.04. für dich kein Unterschied besteht. Du wärst aber dankbar für Aufklärung, wo die Krankenkassen einen Schnitt mitten im Tag machen möchte und was dann deine Einbuße für die Stunden, die zwischen dem Arzttermin und 24:00 Uhr des 04.04. auf dich zukäme. Vielleicht noch ein freundlicher Hinweis, daß dein Arzt leider nicht rund um die Uhr erreichbar ist und du keine Möglichkeit hattest, um 00:01 Uhr einen Termin zu bekommen.

Ironisch sarkastisch darf es in diesem Fall wirklich sein.

§46 SGB V (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__46.html):

Der Anspruch auf Krankengeld entsteht...im übrigen von dem Tag an, der auf den Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit folgt.

Fazit: Bis 04.04. AU und Anspruch auf KG. Am 05.04. erneut AU festgestellt, also ab folgendem Tag (=06.04) Anspruch auf KG. Kein Systemfehler der KK sondern Vorgabe des Gesetzgebers.

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@Kunterbunt23

Danke Kunterbunt :-)

Ich wußte nicht, daß es erst ab dem Folgetag des Arztbesuchs zählt. Ich bin dem dem SGB nicht vertraut. Daher danke für den Link.

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Du hättest am 04.04.2013 zum Arzt gehen müssen, nicht erst am 05.04. so ist die Vorschrift. Ob da ein Widerspruch hilft ist zweifelhaft. Ein Arzt der weiß, das die AU-Bescheinigung evtl. verlängert werden muss hätte Di ch auch zum 04.04. wiederbestellt und nicht erst zum 05.04.

Lücke in der Krankschreibung – was passiert? Anspruch auf Krankengeld – Mitgliedschaftsstatus Stand: 22. März 2013

Welche Auswirkungen hat eine Lücke in der Krankschreibung/ Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf den Anspruch auf Krankengeld?

Eine Lücke in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung führt in der Regel zu der Beendigung des Anspruchs auf Krankengeld. Sollte während des Bezuges von Krankengeld das sozialversicherungspflichte Arbeitsverhältnis enden, ist nach § 44 Abs. 2 S.1 SGB V zu prüfen, ob der „neue“ Versicherungsstatus einen Anspruch auf Krankengeld umfasst.

Wer also beispielsweise bis Mittwoch krankgeschrieben ist, muss spätestens an diesem Tag die neue Krankschreibung abholen. Da der Anspruch auf Krankengeld erst am Folgetag der eigentlichen Krankschreibung entsteht, § 46 Nr. 2 SGB V. Eine fehlende Krankschreibung an Wochenendtagen gilt auch als Lücke.

Wird durch eine rückwirkend datierte Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit die Lücke beseitigt?

Nach ständiger Rechtsprechung des BSG führt eine rückdatierte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht zur Beseitigung einer Lücke in der Krankschreibung auch „...wenn die Leistungsvoraussetzungen im Übrigen zweifelsfrei gegeben sind und den Versicherten keinerlei Verschulden an dem unterbliebenen oder nicht rechtzeitigen Zugang der Meldung trifft“ (BSG U.v. 08.11.2005, B 1 KR 30/04 R).

Etwas anderes gilt nur dann, wenn „...die ärztliche Feststellung der Arbeitsunfähigkeit allein aus Gründen unterbleibt, die den Verantwortungsbereich des Vertragsarztes oder der sonstigen zur Sicherstellung der vertragsärztlichen berufenen Personen oder Einrichtungen zuzuordnen seien.“ „Dies dürfe sich das nicht zum Nachteil des Versicherten auswirken.“ (BSG U.v. 08.11.2005, B 1 KR 30/04 R) Gemäß § 5 Abs. 3 AU-Richtlinie ist „eine Rückdatierung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit auf einen vor dem Behandlungsbeginn liegenden Tag ebenso wie eine rückwirkende Bescheinigung über das Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu zwei Tagen zulässig.“

Kann der Versicherte durch eine Erklärung seines Arztes nachweisen, dass die Lücke in der Krankschreibung nicht auf sein Verschulden beruht sondern der Arzt dafür verantwortlich ist, sollte versucht werden, bei der Krankenkasse die Weiterzahlung des Krankengeldes zu erreichen.

Hauptargument ist die Zurechnung des vertragsärztlichen Handelns in den Verantwortungsbereich der Krankenkassen, §§ 75, 83 SGB V.

Welche Auswirkung hat das Ende des Krankengeldanspruchs auf die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung?

Nach § 192 Abs. 1 Nr. 2 SGB V bleibt die Mitgliedschaft Versicherungspflichtiger erhalten solange der Anspruch auf Krankengeld besteht. Endet der Anspruch auf Krankengeld aufgrund fehlender Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, endet die Mitgliedschaft in der Krankenkasse, die über das Arbeitsverhältnis begründet war. Gemäß § 5 Abs.1 Nr.13 SGB V sind aber die Personen, die keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall haben und zuletzt gesetzlich Krankenversichert waren versicherungspflichtig. Nach § 186 Abs. 11 S. 1 SGB V beginnt für diesen Personenkreis die Mitgliedschaft am ersten Tag ohne anderweitigen Versicherungsschutz und zwar bei der Krankenkasse bei der sie zuletzt versichert waren, es sei denn sie über ihr Wahlrecht aus, § 174 Abs. 5 SGB V Auch wenn die Krankenkassen in dem Bescheid über die Beendigung der Zahlung von Krankengeld mit Sätzen wie „Mit Beendigung des Krankengeldanspruchs endet automatisch Ihre Mitgliedschaft“ ihre Versicherten verunsichern, ändert sich maximal der Versicherungsstatus in der jeweiligen Krankenkasse. Quellen:  BSG U.v. 08.11.2005, B 1 KR 30/04 https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=25523  SGB V

Diese Info habe ich aktuell von der UPD (Unabhängigen Patientenberatung Deutschl.) erhalten. Dort bekommt man in solchen Fällen auch eine Beratung. Gruß

Auslandsurlaub während Krankengeldbezug - Darf Krankenkasse die Zahlung einfach so stoppen?

kurz zur Vorgeschichte: Meine frau ist seit knapp einem Jahr krankgeschrieben und bekommt Krankengeld von der Krankenkasse. Das Arbeitsverhältnis haben wir bis zum 31.08 gekündigt.

Wir haben aber anfang des Jahres eine Urlaubsreise nach Kroatien gebucht. Diese soll vom 14.08 bis 30.08 stattfinden.

Ich habe einen Antrag dafür bei der Techniker gestellt. Dieser wurde abgelehnt mit der Begründung: ".. das Krankengeld ruht während eines Auslandsaufenthaltes"

Darauf hin habe ich einen Widerspruch eingelegt und jetzt kam folgende Antwort:

"An der Unbedenklichkeit Ihrer Reise haben wir keine Bedenken. Vielen Dank, dass Sie dies uns nochmals so ausführlich darlegen. Dennoch ändern Ihre Schilderungen nichts an der gesetzlich vorgeschriebenen Tatsache, dass Ihr Anspruch auf Krankengeld ruht, solange Sie sich im Ausland aufhalten. Daher bleiben wir bei der Entscheidung, Ihnen für die Zeit Ihres Urlaubs kein Krankengeld zu zahlen. Wir verweisen erneut auf die Möglichkeit, für die Zeit Ihres Auslandsaufenthaltes, bezahlten Urlaub bei Ihren Arbeitgeber zu beantragen. Da Ihre Arbeitsunfähigkeit seit dem XXX besteht und Ihre Beschäftigung , laut Ihrer Information zum 31.09.2015 endet, ist von mehreren Tagen Resturlaubansprüchen auszugehen, welche Ihnen von Seiten Arbeitgebers - in irgendeiner Form - gewährt werden müssen."

Ist die Ablehnung so rechtens oder hab ich noch irgeneine Chance mich zu beschweren oder dagegen anzugehen ?

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