Fohlenkauf?

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5 Antworten

Meine Meinung zu deiner Frage: Du hast Zweifel an der Sache, die du offenbar nicht für dich klären kannst, sondern dir Meinungen dir unbekannter Menschen einholst. Dann würde ich persönlich es lassen. 

Wir haben uns damals ebenfalls einen Absetzer gekauft, ohne großartige Erfahrung mit Jungpferden oder mit der Ausbildung von Pferden. Schön blöd, würden manche sagen, komplett falsche Pferd-Reiter-Kombination, kann ja gar nicht gut gehen. Aber, was soll ich sagen: Für uns ist es gut gegangen, war sogar absolut der richtige Weg, weil wir dadurch den Wert einer guten Ausbildung von Pferd und Reiter überhaupt erst kennengelernt haben. Wir hatten aber auch Glück, dass wir einen guten Reitlehrer/Ausbilder für das Pferd gefunden haben. Wie bereits in einem Kommentar erwähnt, rechnen wir aber lieber gar nicht nach, was uns dieser Spaß bislang gekostet hat. Wir sind diesen Weg vielleicht etwas naiv angegangen, aber - und das bringt mich auf deine Frage zurück - wir hatten nie Zweifel an dem, was wir tun. Wir wollten es, also haben wir es getan und haben dann nach und nach alle Probleme, Steine etc. aus dem Weg geräumt und Lösungen gesucht. In dem Moment, wo ich das überlegen angefangen hätte - selbst wenn es jetzt von außen betrachtet durchaus sinnvoll ist, sich das vorher zu überlegen - hätte ich es wahrscheinlich gelassen. Weil deine Zweifel ja auch durchaus berechtigt sind. Es kostet irre viel Geld, man hat - außer einem Pferd zum - salopp gesagt - hätscheln erstmal gar nichts. Neben dem Unterhalt kommt also dann noch zusätzlich das Geld für eine RB oder Reitstunden dazu. Gut, die Reitstunden zahlt man ja mit dem eigenen Pferd auch noch. 

Bis das Pferd mit der Ausbildung beginnen kann, vergehen Jahre in denen sonstwas passieren kann. Wenn du Pech hast, kannst du das Pferd möglicherweise gar nicht oder nur eingeschränkt reiten. Hofft man natürlich nicht, aber wie gesagt, das Risiko hat man ja bei jedem Pferd. Hat man ein bereits reitbares Pferd, konnte man es aber bis dahin "nutzen". Klingt alles sehr nüchtern, sollte man sich aber auch vorher bedenken. In der Regel ist es ja auch so, dass man dann über die Jahre an dem Pferd hängt, ist es nicht "nutzbar", will man es natürlich auch nicht einfach austauschen. Geld für ein Reitpferd ist aber dann auch nicht immer zusätzlich vorhanden. 

Abschließend noch: ich würde es nicht mehr machen. Wir bereits erwähnt auch, weil ich kein Pferd nicht mehr wollte, welches ich nicht Probereiten kann. Aufgrund der fehlenden Erfahrung habe ich natürlich nicht gesehen, wie die Gänge meines Pferdes sich mal als Reiter anfühlen werden. Als ich ihn dann das erste mal unter dem Ausbilder habe traben sehen, sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen, weil ich mir gedacht habe, dass kann ich ja nie sitzen. Gut, mit der Zeit ist es besser geworden, aber ich - älteres Semester - habe mir mit meinem Pferd das "Reiterleben" auch ein Stückweit -zumindest von seinen Bewegungen her- selber schwer gemacht. Deshalb würde ich heute nichts mehr kaufen, ohne nicht Gelegenheit für einen Proberitt gehabt zu haben. 

Wie gesagt, auch wenn es eigentlich sinnvoll ist, sich gewisse Dinge vorher gut zu überlegen, wenn dir dein Bauchgefühl schon sagt, ob das so gut ist, was du vorhast (und letztlich hast du deswegen ja hier diese Frage gestellt) dann würde ich es wohl wirklich lieber lassen. 

Uff...also am "besten" denke ich, kann man sowas als Privatmann machen, wenn man zZt ein eigentliches "Reitpferd" hat. Sicher ist Menschenkontakt usw. fürs Fohlen wichtig, wer sich aber auf ein Fohlen/Jungspund ausschließlich konzentriert, überkümmert es fix. Für die ist es auch wichtig, einfach mal nur Fohlen sein zu dürfen. Viele machen dann zu früh zu viel, fangen dann schon mit "Bodenarbeit" oder sonstwas an und wundern sich, dass das Pferd irgendwann gar keine Lust mehr hat, irgendwas zu unternehmen. Die Fohlenweide ist, auch wenn du sie dann erstmal nur seltener siehst, für sie wesentlich sinnvoller als deine direkte Obhut.

Die Zeit..tja, da muss man durch, gut Ding braucht eben Weile. Deswegen sag ich ja, ein älteres Pferd, auf dass man seinen Fokus legen kann, ist da sicher nicht verkehrt. Dem Fohlen macht das gar nix, wenn es erstmal nur "nebenbei" läuft, das Entwickeln machts von allein ;) 

Ich habe meine fohlen von Anfang an in einer gemischten Herde mit fohlen und älteren pferden leben lassen, sie das fohlen~ABC gelehrt, sie als handpferd neben der Mutter Stute überall mit hin genommen. Die hengste dann in die aufzuchtherde gegeben, die y3~4jährigen später angelernt und ihnen gute Besitzer gesucht.

Für mich habe ich  fast nur erwachsene Pferde gekauft,  deren Gänge ich schon mal ausprobieren konnte!

Ich habe mir vor einigen Wochen ein 3 Monate alten Hengst gekauft den ich seit einer Woche jetzt bei meinem anderen Pferd und einer älteren Stute stehen habe (er hat keine Mutter mehr) ihm geht es dort super. Ich würde wenn man genug Ahnung hat immer wieder ein Fohlen nehmen weil man einfach alles so handhaben kann in der Erziehung und Haltung wie man es für richtig hält. Man muss zwar ein paar Jahre warten bis man es dann reiten kann, aber das sehe ich nicht als Nachteil. Mit einem Fohlen kann man ja auch genug andere Sachen machen, langweilig wird einem da bestimmt nicht!😊

Danke für die Antwort.

Das Problem ist nur, dass die meisten sagen, dass man das Fohlen Fohlen sein lassen muss und am besten kaum/nicht beschäftigen und sie auf jeden Fall in einer Fohlenherde mit gleichaltrigen gehalten werden sollten.

Das sind Einwände die ich sehr gut verstehen kann, aber natürlich braucht man auch die Meinung von praxiserprobten Fohlennarren.

Also: Was machst du so mit dem Kleinen, was übst du, was kann er schon,wie beschäftigst du ihn?

Und dir natürlich noch ganz viel Spaß mit dem Racker!

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@EinAnderesRosa

klar muss man das fohlen fohlen sein lassen so das es mit Artgenossen aufwachsen kann, rumtoben und einfach spaß haben:) viel mache ich auch noch nicht mit dem kleinen.

 natürlich scheiden sich da die Geister und der eine sagt man soll es bis es 3-4 ist nicht anfassen und die anderen sagen man soll jeden tag bodenarbeit usw. machen. ich würde mein fohlen nicht 3 Jahre komplett in ruhe lassen und dann schlagartig mit allem anfangen weil das aus meiner Sicht zu viel stress ist. 

ich übe Hufe geben, putzen, führen und hab ihn auch schon paar mal kurz angebunden gehabt was er ohne Probleme gemacht hat:) solange er spaß an allem hat mache ich dies auch und wenn ich merke das ich ihn irgendwie überfordere höre ich auf. 

das war bis jetzt aber noch nicht der fall weil er z.B am spazieren gehen Riesen spaß hat! 

jedes fohlen ist anders deswegen kann man nicht pauschal sagen was man machen kann und was noch nicht. das muss man dann halt schauen was für einen Charakter hat, was ihm spaß macht und wann man es überfordert.

viel Glück noch bei der suche, du findest bestimmt ein tolles pferd oder vielleicht ja auch fohlen!:)

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Ja du siehst das schon richtig..

Ein Fohlen ist wieder was komplett anderes, als ein Jungpferd mit dem man schon richtig arbeiten kann..

Du musst dir im Klaren sein, das da die nächsten 3/4 Jahre nicht viel laufen wird, und das Fohlen auch Geld kostet (auch wenn das für dich kein Thema wäre)

Du kannst natürlich auch sagen, du nimmst das Fohlen und stellst es erstmal auf eine Jährlingswiese, wo der kleine Racker erstmal erzogen wird.. in der Zeit kannst du deine Rb behalten und weiter spaß am reiten haben.. 
Wenn das Fohlen dann soweit ist kannst du dich dann mit ihm beschäftigen.. 

Viel glück :) 
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen :)
Lg Zelda

Klar ist das Geld kein Thema, aber wenn man es jetzt mal knallhart formulieren will, ist dann ein Fohlenkauf in den ersten Monaten "rausgeschmissenes Geld", oder? Das ist eben meine kleine Sorge...

und vielen Dank für die Antwort

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@EinAnderesRosa

In dem Sinn stimmt es schon. Du zahlst für das Pferd, wenn du weiterhin reiten willst (was ja wahrscheinlich ist) zahlst du aber dann eben noch mal RB und/oder Reitstunden. 

Und im Endeffekt kannst du nur hoffen, dass dein Pferd gesund bleibt, bis es überhaupt in das reitbare Alter kommt. 

Dann kommen - vermutlich - noch die Kosten für die Ausbildung des Pferdes auf dich zu. Ich würde mich immer dafür aussprechen, das jemandem zu überlassen, der weiß was er tut. Reiten können - egal wie gut - sagt noch lang nichts darüber aus, ob man wirklich auch ein Pferd ausbilden kann. 

Wir haben uns auch einen Jährling gekauft. Ein "fertiges" Pferd wäre aber eindeutig billiger gewesen. Wir haben es auch von einem Fachmann ausbilden lassen, weil wir eingesehen haben, dass Reiten nicht gleich Pferd ausbilden können ist. Dabei haben wir uns nicht auf eine Grundausbildung beschränkt, sondern dem Ausbilder auch keinen Druck gemacht, sondern ihn in Ruhe seine Arbeit machen lassen und eben nicht nur den Grundberitt. Herausgekommen ist zwar ein supertolles Pferd, aber wir rechnen definitiv nicht nach, was uns dieser "Spaß" gekostet hat.... 

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@Pauliwauly

@Pauliwauly - wenn nur mehr Pferdebesitzer/Reiter so vernünftig wären!!! Genauso sollte man das mit einem Jungpferd machen - Daumen hoch 👍

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@Unwissend123321

Die Hoffnung stirbt zuletzt u. andererseits hätten wir dann ja weniger zu tun ;)) Trotzdem wünsche ich mir für jedes Pferd, dass es eine vernünftige Behandlung erfährt - gerade auch der Nachwuchs.

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@EinAnderesRosa

Ja das ist es.. man muss sich eben von Anfang an im klaren sein, das man für die nächsten Jahre die Kosten hat -ohne das man selber überhaupt reiten kann..
Aus dem Grund habe ich mir auch eine 6 Jährige Stute gekauft die gerade frisch 3 Wochen unterm Sattel war, da konnte man -zwar langsam- direkt mit der arbeit beginnen..

Tue was dein Herz dir sagt.. aber ich kenne das wenn man sich verliebt will man es unbedingt haben, auch wenn es nicht unbedingt das Beste für einen ist.. 

Also lass dir alle Fakten nochmal durch den Kopf gehen, dann wirst du das richtige für dich tun :)

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