Fördert steigender Atheismus die Weisheit in der Welt oder die Dummheit?

20 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Je mehr sich die Menschen von den Indoktrinationen der Religionen und der Kirchen lossagen, umso mehr Zeit bleibt für wichtige Dinge im Leben.

Also definitiv ein Pro für die Weisheit ;)

Die Glaeubigen werden es sich aber nicht zu Herzen nehmen. Schimpfen werden sie mit dir

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@Mahpee

Die Gläubigen mögen glauben, was immer sie wollen. Ihre Schelte perlt an mir ab :)

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@profanity

Hänge dir ein Schild um den Hals mit der Aufschrift " Es gibt keinen Gott" und gehe damit spazieren. Nicht lange wirst du damit spazieren können. Gehe andersherum mit einem Schild, welches die Aufschrift traegt: " Es gibt einen Gott" und niemand wird dir deswegen Leid antun. Liebevoll wird man dich in gewisse Gespräche verwickeln

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@Mahpee

Wer sind da die Dummen und wer die Weisen?

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@Mahpee

Dumm ist der, der einen Andersgläubigen wegen seines Glaubens (oder Nichtglaubens) denunziert. Wie war die Frage? :)

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@profanity

Letztendlich stellt sich die Frage, ob Gottesglauben der Menschheit mehr Nutzen als Schaden beschert hat. Der Schaden über trifft den Nutzen bei weitem,  da religiöser Glauben schon viel Unheil in der Welt ausgelöst hat. 

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Hast du eigentlich Angst vor der Realität, dass es einen Gott gibt und willst du dich dadurch befreien und so verhalten, als gäbe es keinen, damit du dich damit nicht beschäftigst und danach fokussierst du an deinen Zielen, mit denen du nie zufrieden wirst, damit du deine Depression, Ziellosigkeit und dieses Gefühl, dass etwas seelisch an dir fehlt, ignorieren kannst?

Weisheit heißt bescheindend die Realität sehen und verstehen, aber nicht davor wegzurennen.

Also, gäbe es keinen Gott, warum beschäftigst du dich damit, den Anderen zu erklären und zu beweisen, dass es keinen gibt?! Verschwindst du so nicht deine heilige Zeit, die du für wichtigere Dinge im Leben verbrigen könntest..?

PS: Nimm das nicht offensiv und böse an. Es ist halt nur eine Frage, die ich mich gefragt habe.

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@YouOnlyLiveOnc

Diese Frage stellst du dir aber eindeutig in dem Glauben (und Glauben heißt nach wie vor 'nicht wissen') an einen Gott. Für dich scheint es völlig unvorstellbar, dass es kein höheres Wesen geben soll, dass für alles verantwortlich ist, bzw. gemacht werden kann.

Ein bisschen hat dieser Glaube auch etwas von einem Ödipuskomplex. Es muss etwas da sein, was über uns wacht und uns beschützt, sonst wäre ja jeder Mensch völlig allein auf der Welt ohne jegliche Hoffnung, dass nach dem Tod etwas Himmlisches kommt, auf das wir uns freuen können.

Aber sei ganz beruhigt, ich leide weder unter Depressionen, noch fehlt mir etwas in meinem Leben und Ziele habe ich genug, sowohl bereits erfüllte als auch noch vor mir liegende, auch ohne Götter.

Und ich beschäftige mich so intensiv damit, weil ich nicht begreifen kann, dass im 21. Jahrhundert immer noch derart viele Menschen Geschichten glauben, die sich vor Tausenden von Jahren irgendwelche Leute ausgedacht haben.

Glaub mir, ich bin nicht derjenige, der die Realität verleugnet :)

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Dummheit? Weisheit? Keine Ahnung. Es ist ja nur eine einzige Antwort um die es hier geht, nicht um unser gesamtes Wissen. Manche Atheisten sind überaus gebildet und durch Philosophielektüre und Nachdenken zum Atheist geworden. Andere sind einfach von Ihren Eltern nie religiös indoktriniert worden. Das macht sie nicht schlauer als andere Menschen.

Wo Atheismus förderlich ist, ist beim Übernehmen von Verantwortung für sich, andere Menschen und den Planeten, denn man hat keinen Gotteswillen, Götterschicksaal Vorbestimmung mehr. Außerdem muß man über Regeln nachdenken und engt sein Denken nicht so ein...

Aber da gleich pauschal von "Weisheit" und "Dummheit" zu reden finde ich etwas hart. Die meisten Leute - ob Atheist oder Theist - versuchen doch einfach nur mit möglichst wenig denken durch den Alltag zu kommen, denn denken strengt an.

"Ismus" schlechthin betrachte ich als eine Krankheit, und Krankheiten wirken immer in zwei Richtungen: Wer sie hat, dem schadet sie, und wer sie nicht hat, der kann daraus etwas lernen.

Nur deshalb davon überzeugt zu sein, daß es etwas nicht gibt, weil es mittels üblicher Methoden nicht vorzeigbar ist, halte ich für einen Fehler, ebenso, wie ich es für einen Fehler halte, von der Existenz von etwas nur deshalb davon überzeugt zu sein, weil Zirkelschlüsse oder Logikfehler nicht erkannt werden.

Ansonsten bedeutet ein starres Festlegen auf einen bestimmten Standpunkt im Regelfall auch, sich gegen Argumente oder andere Betrachtungsweisen zu verschließen. Immerhin gibt es ja noch den Weg, etwas unter dem Vorbehalt für möglich (wenn auch nicht für bewiesen) zu halten, daß es auch Betrachtungsweisen geben kann, die einem noch nicht in den Sinn gekommen sind.

So besehen sehe ich sowohl im Atheismus als auch in religiösen Überzeugungen eine Behinderung in der Erweiterung des eigenen geistigen Horizonts. Man versperrt sich selbst den Weg, die Dinge auch einmal aus ganz anderen Weltbildern heraus betrachten zu können.

Welche Weltbilder soll man da aber wählen? Es gibt sicherlich eine grosse Anzahl davon, die sich teilweise widersprechen. Allein der Gefallen an einer genügt nicht.

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@Mahpee

Und nur deshalb an etwas glauben, weil es einem gut gefällt, wäre auch nicht gerade weise

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@Mahpee

Da ist man als Mensch gefordert, den eigenen Verstand zu benutzen, was seine Einschränkungen darin findet, daß jeder Mensch mehr oder weniger auch fehlerhaft ist und dadurch auch Unvernünftiges irrtümlich für vernünftig halten kann.

Ansonsten steht der Fantasie nichts im Wege. Die Philosophie bietet breitbandig einiges an, und niemand ist daran gehindert, aus eigenem Willen heraus auch einmal vom rein physikalischen Weltbild abzurücken und z. B. darüber nachzudenken, ob es theoretisch nicht auch möglich sein könnte, daß es letzlich vielleicht nur Geist (oder Bewußtsein in unendlicher Vielfalt) gibt.

Auch noch ganz andere Überlegungen sind vorstellbar, aber sie werden vermutlich nur dann in den Sinn kommen, wenn man zuvor von einer so-und-nicht-anders-ist-es-Manie abrückt.

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Ich würde dir in großen Teilen zustimmen, wenn du "Antitheismus" oder "starker Atheismus" anstatt allgemein "Atheismus" schreiben würdest. Atheismus bedeutet im weitesten Sinne nämlich nur "ohne Gott" zu sein. Also nicht "von der Nicht-Existenz Gottes überzeugt sein", sondern "nicht von der Existenz Gottes überzeugt sein".

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@Supamarioana

Ich meine, auch Atheisten haben irgend ein Ideal, das sie weitgehend über alles andere stellen, so daß dies dann quasi auch als ein ein Gott ganz anderer Art durchgehen kann (dem man aber nicht unterstellt, daß er alle Dinge erschaffen hat und bei dem man nicht unterstellt, daß er für ein Leben nach dem Tode sorgt).

Verglichen mit Religionen gibt/gab es ja ebenfalls Glaubensrichtungen, die nicht stur auf ein Grundstück im Himmel ausgerichtet sind/waren.

Doch egal wie, Menschen sind sehr unterschiedlich gestrickt. Da kann man den einen und den anderen mal näher kennenlernen und kennt dann auch dessen Ansichten, aber beim nächsten, den man danach trifft, ist die Sache schon wieder ganz anders. Da lohnt es sich dann nicht mehr, allzu gründlich zu differenzieren.

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@Dxmklvw

Hm welches Ideal soll das denn sein? Also ich versuche einfach ein guter Mensch zu sein, und ein gutes Leben zu führen.

Würdest du das schon als "Ideal, das ich über alles andere stelle" bezeichnen?

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@Deamonia

@ Deamonia

Bei einem Ideal geht es doch um Eigenschaften, die man selbst anstrebt. Wenn du einfach nur versuchst, ein guter Mensch zu sein und ein gutes Leben zu führen, dann ist das absolut in Ordnung, doch gleichzeitig strebst du es ja auch an, und damit wird es zu deinem Ideal.

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