Fördert eine Monarchie mehr den nationalen Zusammenhalt als eine Republik?

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9 Antworten

"Nationaler Zusammenhalt" - das ist so eine Formel, die ich angesichts der europäischen integrativen Entwicklung für unzeitgemäß und überholt erachte.

Geht es beim Empfinden von Loyalität für ein Staatsgebilde denn um die konkrete Regierungsform? Geht es um die Nation?

Ich glaube, dass die Frage, ob ich mich für einen Staat einsetze und ihm meine Loyalität entgegenbringe, in erster Linie davon entschieden wird, ob der Staat meine Freiheiten garantiert und respektiert, ob er mir und jedem anderen Bürger demokratische Rechte zugesteht, ob er in sozialen Notlagen eine Hilfe ist, gerechte Gesetze macht und den Frieden im Inneren wie nach außen sichert - und mehr noch: ob sich dieser Staat nur für die Belange seines eigenen Volkes einsetzt oder auch dafür, dass in anderen Staaten ebenfalls Freiheit, Demokratie und soziale Sicherheit für alle Menschen herrschen.

Grundsätzlich ist es also belanglos, ob der Staat, in dem ich leben will, eine Monarchie oder eine Republik ist. Wobei zu bemerken ist, dass die heutigen Monarchien im Grunde monarchische Republiken sind, sog. parlamentarische Monarchien, in denen das vom Volk demokratisch gewählte Parlament die Regierung bestimmt und kontrolliert sowie die Gesetze beschließt. Umgekehrt ist z. B. auch eine Republik wie die Bundesrepublik "monarchisch", denn die monarchischen Machtbefugnisse übt unser Bundespräsident in vollem Umfange aus.

Ein guter Präsident wird also nicht weniger Zustimmung und Zuneigung des Volkes gewinnen können als ein guter Monarch, während schlechte und unbeliebte Staatsoberhäupter in einer Monarchie auf Lebenszeit, in einer Republik aber nur auf Zeit "regieren"! Daher wird die Loyalität des Volkes sogar eher einer Republik gelten können als einer (Erb-)Monarchie.

MfG

Arnold

In Ländern, die in Volksgruppen oder über das übliche Maß hinaus in politische Lager gespalten sind, kann ein Monarch durchaus den Zusammenhalt fördern.

Beispiel für Fall 1:
Belgien. Der König ist weder Flame noch Wallone.

Beispiel für Fall 2:
Thailand. Das Land ist gespalten in zwei unversöhnliche Politische Lager.
Ein Präsident müsste immer einem dieser Lager angehören.
Der König steht für keine der beiden Seiten.

Nicht wirklich.
Einhergehend mit einer Monarchie sind staatliche Repressionen.
Die sind nicht gleichzusetzen mit "Förderung".

In einer Monarchie meint ein Zausel die Weisheit mit Löffeln, möglichst goldenen Löffen, gefressen zu haben und seinen Untertannen ein X für ein U zu verkaufen.

Republik = im Ergebnis offen, läßt dem einen seinen Uhl und dem anderen seine Nachtigall, hofft man zumindest.

Das ist eine Frage, bei der du keine sinnvolle Antwort erwarten kannst, da es keine Möglichkeit gibt den nationalen Zusammenhalt in Vergangenheit und Gegenwart zu messen. Außerdem müsstest du genau erklären, was du mit Monarchie und Republik meinst, da es ja auch viele Zwischenformen gibt.

Monarchie = Monarch ist Staatsoberhaupt

Republik = Präsident ist Staatsoberhaupt

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Richtig. Und da gibt es keine Zwischenformen.

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@vitus64

Sind also Großbritannien, Norwegen und Schweden Monarchien? Sicher nicht. Aber aber das Staatsoberhaupt ist ein König bzw. Königin.

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@pele0007

Selbstverständlich sind das Monarchien. Was denn sonst?

Kann es sein, dass du Monarchie und Demokratie für Gegensätze hältst? Das ist falsch.

Gegensätze sind Monarchie und Republik, sowie Demokratie und Diktatur.

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@pele0007

Sicher ist Großbritannien eine Monarchie, was hast du in der Schule bitte gemacht?? Haha

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@pele0007

Der japanische Kaiser ist nicht Staatsoberhaupt und hat keine Funktion er ist einfach nur da. Die Leute lieben ihn

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@pele0007

Ja! Man nennt sie konstitutionelle Monarchien. Das Gegenteil ist eine absolute Monarchie (z. B. Saudi-Arabien).

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Eher weniger, denn der Begriff Nation ist ne bürgerliche Angelegenheit und damit in der Tendenz republikanisch.

Kommt drauf an wie die Könige regieren. Wenn das Land gut regiert wird fühlen sich die Bürger klar verbunden

"Nationaler Zusammenhalt" ist in einer pluralistischen Gesellschaft mit einer Vielfalt von Interessen eine anachronistische Beschwörungsformel, um Partikularinteressen zu generalisieren. Am Ende wird immer einer die Zeche zu zahlen haben, die ein anderer verursacht...

Eine Monarchie fördert eher die herrschende Klasse.

Wenn der Monarch beliebt ist, auf jeden Fall.

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