Förderalismus

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7 Antworten

Mensch Leute, ist es euch noch nicht aufgefallen? Es gibt gar keinen Förderalismus in Deutschland. Richtig muss es nämlich lauten: FÖDERALISMUS. Erstaunlich das der Begriff selbst von vielen Journalisten falsch geschrieben wird. Förderalismus - was soll das sein?

Liebe TfA, was willst du denn "fördern" oder "befördern"? Aber mach dir nichts draus: das haben schon ganz andere, die sich für sooo schlau hielten, falsch geschrieben. Du meinst vielleicht "Föderalismus", denn da muss man aufpassen, es gibt auch einen "Feudalismus", aber ich glaube dieses "Fass" wollen wir jetzt nicht auch noch "aufmachen". "Föderalismus" ist wenn man's genau nimmt ein Relikt aus dem Mittelalter. Noch zur Zeit von Martin Luther gab es kein einheitliches Deutschland (BRD) wie wir es heute kennen. Es gab fast hundert Kleinstaaten, Fürsten-, Herzogs- und Bistümer (auch die Bischöfe hatten damals viel mehr Macht als heute). Und es gab etliche auch mächtige Freie Städte, vergleichbar mit den heutigen Stadtstaaten wie z.B. B, HB oder HH. Erst in der Frankfurter Paulskirche trat (schau mal unter diesem Stichwort nach bei wikipedia) zum ersten Mal ein "deutsches Parlament" zusammen. Obwohl man gelobte, mehr Einheitsstaatlichkeit einzuführen, wollten doch die meisten auch noch ein Stück ihrer Eigen- mächtigkeit erhalten und so hat man sich auf die Form des Föderalismus geeinigt wie wir sie heute noch in der BRD in der Form der 15 Bundesländer vorfinden. Und diese Länder haben sogar noch ihre eigene Bundes'kammer', nämlich den Bundesrat, das "Parlament" der Bundesländer. Im Moment ist eine Diskussion im Gange, die die Zuständigkeiten von Bund und Ländern neu regeln soll. Aber man kommt z.B. in punkto "Bildung", die ja Ländersache ist, nicht so richtig weiter. Und wie ja hinlänglich bekannt ist: "Viele Köche verderben den Brei", und dieser Föderalismus ist eines unserer Hauptursache dafür, dass wir in der BRD eine "Bildungskatastrophe" haben. z.B. ist es noch gar nicht so lange her, dass man sich darauf geeinigt hat, Schulabschlüsse untereinander und gegenseitig anzuerkennen.

Ich würde dich auch auf wikipedia verweisen. Aber um es kurz und knapp zu sagen: Föderalismus bezeichnet (in der Bundesrepublik Deutschland) die Teilsouverenität der einzelnen Bundesländer. Beispiel: Bildung ist Ländersache. Im Gegensatz dazu steht der Zentralismus (wie oben genannt, beispielsweise in Frankreich. Dort jedoch seit einigen Jahren schrittweise Souverenitätsabgabe an die régions).

Föderalismus ist die Aufteilung eines Staates in einzelne Regionen (bei uns Bundesländer), die alle eine eigene Regierung haben und viele Dinge selbst entscheiden können (z.B. Bildung, Kultur). Das Gegenbeispiel hierzu ist Frankreich mit einer starken Zentralregierung die für das ganze Land einheitliche Gesetze erläßt.

vielleicht hilft dir das schon http://www.study-board.de/forum/volkswirtschaftslehre/8630-f-deralismus.html

http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deralismus_in_Deutschland

http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deralismus

Wiki hilft gerne...

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