Flyer-Verteilung: Hat der Auftraggeber ohne Vertrag einen Anspruch?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Verträge können problemlos mündlich geschlossen werden. Die Frage ist nur, was vereinbart wurde.

Wenn der Auftraggeber einen Anspruch darauf hätte, dass du alle Flyer bis hin zum letzten verteilst, wäre es ein Werkvertrag. Dann würdest du nur Geld bekommen, nachdem du alles verteilt hast.

Das ist aber sicherlich nicht vereinbart. Vielmehr stand die Tätigkeit "stundenweise Flyer verteilen" im Vordergrund. Es ist von einem Dienstvertrag auszugehen. Du musst also nach Stunden bezahlt werden. Weil ihr darüber nicht gesprochen habt, kannst du einen üblichen Stundenlohn verlangen. Der Auftraggeber hat gegen dich keinerlei Ansprüche.

Schick dem Typen einfach eine Rechnung, wo du die Zeiten auflistest und verlange 10 € pro Stunde. Mal schauen was passiert.

Ein Tipp zum Schluss (aber das wirst du als Lehre sicherlich schon selbst aus der Sache gezogen haben): Nie arbeiten, ohne vorher über Lohn gesprochen zu haben!!! Und besser etwas schriftlich geben lassen, irgendwie einen Stundenzettel mit Briefkopf des Auftraggebers o.ä., einfach darauf bestehen.

Wer das nicht macht, ist unseriös und du läufst Gefahr, am Ende kein Geld zu bekommen.

Viel Glück!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
elena82 12.05.2010, 08:33

hey,

da hast du recht. aber hat der auftraggeber denn jetzt den anspruch,dass ich alle verteile,wenn nur ein paar stunden vereinbart waren? eine lehre ist es mir!;)

0
GrafLukas 12.05.2010, 19:24
@elena82

Würde ich nicht so sehen. Nur wenn es ausdrücklich vereinbart wurde, dass die Bezahlung daran geknüpft wird, dass alles verteilt wird.

0

Es kommt eben wirklich darauf an, was vereinbart wurde. So einfach wie GrafLukas das darstellt, ist es keineswegs. Er hat absolut Recht, dass Verträge auch ohne Unterschrift oder mündlich gültig sind. Aber einfach eine Rechnung schicken über 10 Euronen die Stunde funktioniert so nicht. Du hast ja wohl gar nichts verteilt, sehe ich das richtig? Da der Auftrag so schwammig gehalten wurde, hast Du da schon ein Problem. Der Auftraggeber könnte Ansprüche gegen Dich stellen, weil Du den Auftrag nicht erfüllt hast. Wenn die Flayer z.B, zu einem bestimmten Zeitpunkt verteilt werden mussten, dann ist das nicht so toll. ALLERDINGS: Er hat das gleiche Problem wie Du - er muss beweisen, was besprochen wurde. Dennoch: Du bist im Nachteil, weil niemand davon ausgehen wird, dass besprochen wurden, dass Du NICHTS verteilst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
elena82 12.05.2010, 12:11

@gargamel.

doch,ich habe flyer verteilt und zwar die wenigen stunden die vereinbart waren,von daher!! Geld will ich keins,ich will dass er mich in Ruhe lässt. Ich habe ihm gesagt dass der Umfang in dem Masse so nicht geregelt war und er legte auf. Aber wieso habe ich denn bei schwammigen vereinbarungen probleme und er aber nicht einen Anspruch zu stellen? Geld werd ich keins verlangen können,warum sollte er dann noch was verlangen können?

0
gargamel111 12.05.2010, 13:52
@elena82

Wie gesagt, es kommt darauf an, was vereinbart wurde - und was man beweisen kann. "Wenige Stunden" ist eben ein wenig schwammig, das könnte jeder anders sehen. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass Du nichts verteilt hast. Wenn Du nun doch verteilt hast, dann würde ich wirklich so vorgehen, wie GrafLUkas vorgeschlagen hat. Oder ihm vielleicht anbieten, dass du die anderen noch nachverteilst, wenn Du Zeit hast (genau sagen, wann, am besten schriftllich, per Mail). Aber wenn der andere kommentarlos aufgelegt hat, dann ist das natürlich eh schon eine schlechte "Verbindung". Wenn er das noch einmal macht: Rechnung schreiben, die anderen Flyer zur Abholung bereitstellen.

0

Was möchtest Du wissen?