Flüssigkeitsversorgung bei Sterbenden

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Ich habe mich ebenfalls schon mit diesem Thema auseinander gesetzt. Wenn sie aktiv die Flüssigkeitsaufnahme ablehnt und es DOKUMENTIERT ist, gibt es rechtlich keine Probleme. Es handelt sich auch nicht um aktive Sterbehilfe, sondern um passive Sterbehilfe. Da mich dieses Thema schon sehr beschäftigt hat, habe ich Kontakt zu einem Palliativmediziner aufgenommen, der mir direkt sagte "keine Flüssigkeitszufuhr" wenn dies vom Betroffenen abgelehnt wird. Da es sich um eine lebensverlängernde Massnahme handelt und sogar eine Körperverletzung darstellt, insbesondere bei s.c. oder i.v. Verabreichung. Auf die Feststellung von mir, das verdursten, doch wohl eine nicht sehr wünschenwerte Sterbeart sei, antwortete er nur Zitat:"Hast Du schon mal einen sterbenden mit einer Flasche Wasser in der Hand gesehen?" Also wohl eher nicht. Ich hatte schon sterbende die ohne Nahrungsaufnahme, nur mit s.c. Infusionen 14 Tage gelebt haben, ist das ein erstrebenswertes Sterben? wohl eher auch nicht. Moralisch gesehen, komme ich damit nicht klar, aber ich halte mich an Vorgaben der Palliativmedizin, weil mein Verstand sagt es ist das richtige.

macht vorsichtige mundpflege mit watteträgern oder pflaumtupfern. gerne auch mit saft oder sekt. dokumentiert akribisch genau und lasst der natur ihren lauf. bei der derzeitigen hitze kann dies ganz rasch gehen. die ablehnung oder das erbrechen sehe ich als indiz dass der ganze organismus nicht mehr will. ich habe schon erlebt, dass s.c. infusionen gar nicht mehr reingingen, wie wenn der sterbende körper sie abstösst.

Die Pflegedienstleitung hat Recht. Es liegt keine Verfügung vor. Wer will entscheiden, dass die alte Dame Verdursten soll. Verdursten ist kein schöner Tod. Was sagt der Arzt dazu?

der Hausarzt würde am liebsten garnix mehr machen, werden sich auch bald weigern die Infusionslösung zu verschreiben, wenn es danach ginge sollten wir sie sterben lassen

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